Die Ausschaltung von Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, dem Führer des mächtigen Kartells Jalisco Nueva Generación, hat eine Welle der Gewalt und einen Verkehrslähmung im Westen Mexikos ausgelöst. Während sich die Lage im Bundesstaat Jalisco langsam stabilisiert, hat der Weltverband World Aquatics den Weltcup im Wasserspringen in Zapopan abgesagt. Präsidentin Claudia Sheinbaum sieht sich mit einem drastischen Rückgang der Unterstützung sowie einem wachsenden Druck seitens der Vereinigten Staaten im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft konfrontiert.
Absage der World Aquatics Wettkämpfe
Der prestigeträchtige Weltcup im Wasserspringen wurde aufgrund der Eskalation der Gewalt abgesagt, was das Vertrauen in die Sicherheit vor der WM 2026 untergräbt.
Rückgang der Unterstützung für die Präsidentin
Die Zustimmungswerte von Claudia Sheinbaum sind angesichts der Sicherheitskrise und des Chaos in Jalisco auf einen rekordniedrigen Stand von 56 Prozent gefallen.
Geplante Angriffe des Kartells
Nachrichtendienste warnen vor koordinierten Angriffen des CJNG auf Polizeieinheiten und Rathäuser in den Bundesstaaten Jalisco und Chiapas.
Der Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, dem legendären Anführer des Cartel Jalisco Nueva Generación, wirft einen Schatten auf die Stabilität des mexikanischen Staates. Die Operation in der Kleinstadt Tapalpa, die zu seinem Sturz führte, setzte sofort einen brutalen Vergeltungsmechanismus in Gang. Mitglieder des Kartells reagierten mit Straßensperren, dem Anzünden von Fahrzeugen und Angriffen auf öffentliche Infrastruktur, was die Behörden zwang, die Flughäfen im Bundesstaat Jalisco vorübergehend zu schließen. Diese Situation wurde zum Gegenstand eines dringenden Telefonats zwischen Donald Trump und Präsidentin Claudia Sheinbaum, bei dem die amerikanische Seite nach Details der Operation und Sicherheitsgarantien in der Region fragte. Seit 2006, als die mexikanische Regierung den Kartellen den offenen Krieg erklärte, kämpft das Land mit einer Gewaltwelle, die laut offiziellen Statistiken bereits über 450.000 Todesopfer gefordert und zum Verschwindenlassen zehntausender Menschen geführt hat.Eine Welle von Desinformation in den sozialen Medien verstärkte die Panik unter den Bewohnern zusätzlich, indem sie einen unvermeidlichen Nachfolgekrieg innerhalb des geschwächten Kartells suggerierte. Der Geheimdienst berichtet von geplanten Angriffen auf Polizeistationen und Rathäuser in Chiapas, was zeigt, dass der Schlag gegen den Anführer die Struktur der Organisation nicht zerschlagen, sondern sie nur unberechenbarer gemacht hat. Gleichzeitig kündigte Präsidentin Sheinbaum einen Besuch in Sinaloa, der Hochburg des konkurrierenden Sinaloa-Kartells, an, der als symbolische Demonstration der Wiedererlangung der Kontrolle über das Land durch die Staatsverwaltung gedacht ist. Dieser Besuch fällt jedoch in eine Zeit rekordniedriger Zustimmungswerte für die Präsidentin, die im Februar auf 56 Prozent gefallen sind. 56% — beträgt derzeit der rekordniedrige Zustimmungswert für die Präsidentin von Mexiko Die schwerwiegendsten Konsequenzen treffen jedoch das Image und die Ambitionen Mexikos als sicherer Ausrichter großer Sportereignisse. Die Entscheidung des Weltverbands World Aquatics, den Weltcup im Wasserspringen in Zapopan aufgrund von Sicherheitsbedenken für die Athleten abzusagen, ist ein Warnsignal für die bevorstehende Weltmeisterschaft 2026. Obwohl das jüngste Fußballspiel gegen Island mit Unterstützung der Armee stattfand, beobachtet die Sportwelt besorgt, ob der Staat das Chaos vor dem Turnier eindämmen kann. Familien von Vermissten in Guadalajara warnen ihrerseits, dass angesichts der neuen Gewaltwelle ihr Kampf um die Wahrheit über ihre Angehörigen durch die aktuelle Krise völlig marginalisiert werden könnte. „No estamos en una normalidad absoluta, pero poco a poco la estamos recuperando” (Wir befinden uns nicht in einer absoluten Normalität, aber wir gewinnen sie nach und nach zurück) — Pablo Lemus
Perspektywy mediów: Medien konzentrieren sich auf das Versagen der Regierung Sheinbaum bei der Sicherheitsgewährleistung und kritisieren die Militarisierung des öffentlichen Lebens vor der WM. Der operative Erfolg der Ausschaltung eines gefährlichen Kriminellen und die Notwendigkeit eines harten Kampfes gegen die Drogenkartelle als einziger Weg zur Stabilisierung werden betont.
Mentioned People
- Nemesio Oseguera Cervantes — Bekannt als El Mencho, Führer des CJNG-Kartells, dessen Tod eine Welle von Kämpfen auslöste.
- Claudia Sheinbaum — Präsidentin von Mexiko, die sich mit der Krise und einem Rückgang der öffentlichen Unterstützung konfrontiert sieht.
- Pablo Lemus — Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, der versucht, die öffentliche Meinung zu beruhigen.