Deutsche Medien berichteten über einen signifikanten Anstieg der Effektivität von Asylbewerber-Transfers aus Hamburg in andere EU-Staaten auf Grundlage der Dublin-Verordnung. Daten der Stadtbehörden zeigen, dass im Jahr 2025 68,7 % solcher Transfers erfolgreich umgesetzt werden konnten, was nahezu eine Verdopplung gegenüber 36,5 % im Jahr 2023 bedeutet. Gleichzeitig wurde bekannt, dass 81 Personen, die im Dubliner Zentrum der Stadt untergebracht waren, die Einrichtung verlassen haben und ihr Aufenthaltsort unbekannt ist. Experten verweisen auf verbesserte administrative Zusammenarbeit und beschleunigte Verfahren als Schlüsselfaktoren für den Erfolg, obwohl das System weiterhin mit Herausforderungen im Zusammenhang mit illegalen Sekundärmigrationen konfrontiert ist.

Sprungartiger Anstieg der Transfer-Effektivität

Laut Daten des Amtes für Migration und Flüchtlinge in Hamburg wurden im Jahr 2025 68,7 % der sogenannten Dublin-Transfers erfolgreich umgesetzt, während dieser Indikator im Jahr 2023 bei 36,5 % lag. Das bedeutet, dass im vergangenen Jahr 1153 Personen in die für ihr Asylverfahren zuständigen Staaten zurückgeführt werden konnten.

Fluchten aus dem Dublin-Zentrum

Aus dem Dublin-Zentrum in Hamburg haben 81 Personen mit unbekanntem Aufenthaltsort die Einrichtung verlassen. Dabei handelt es sich um Migranten, gegen die ein Dublin-Verfahren eingeleitet wurde, die aber vor dessen Abschluss verschwunden sind. Dieses Phänomen unterstreicht die Herausforderung, die Anwesenheit von Personen während oft langwieriger Verfahren sicherzustellen.

Ursachen für die verbesserte Zusammenarbeit

Experten und Beamte sehen in einer besseren Zusammenarbeit mit anderen EU-Ländern, schnelleren Antworten auf Anfragen und der Digitalisierung von Prozessen den Schlüssel zur Verbesserung der Indikatoren. Hamburg hat zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und sogenannte Checklisten eingeführt, um die Identifizierung zu beschleunigen.

Kritik und Herausforderungen des Systems

Trotz verbesserter Statistiken bleibt das Dublin-System für die Belastung der EU-Grenzländer kritisiert. Darüber hinaus, wie die Fluchten aus dem Zentrum zeigen, entscheiden sich einige Personen für eine weitere illegale Migration, um eine Rückführung in das Land der ersten Einreise zu vermeiden.

Deutsche Medien berichteten am 28. Februar 2026 unter Berufung auf Daten des Amtes für Migration und Flüchtlinge in Hamburg von einer deutlichen Verbesserung der Effektivität bei der Umsetzung sogenannter Dublin-Transfers von Asylbewerbern aus der Stadt. Die Daten zeigen einen sprunghaften Anstieg von 36,5 % im Jahr 2023 auf 68,7 % im Jahr 2025. In der Praxis bedeutet dies, dass Hamburg im vergangenen Jahr 1153 Personen erfolgreich in andere Länder der Europäischen Union zurückgeführt hat, die gemäß der Dublin-Verordnung für die Bearbeitung ihrer Asylanträge zuständig sind. Damit hat sich die Stadt zu einem der effektivsten Standorte in Deutschland hinsichtlich der Durchsetzung dieser umstrittenen Vorschriften entwickelt. Gleichzeitig enthüllten die Behörden eine weniger optimistische Tatsache: 81 Personen, die im Hamburger Dublin-Zentrum untergebracht waren, haben „die Unterkunftseinrichtung mit unbekanntem Aufenthaltsort verlassen“. Diese Personen haben sich höchstwahrscheinlich für eine weitere illegale Migration innerhalb der EU entschieden, um eine Rückführung in das Land zu vermeiden, das – oft aufgrund der ersten Einreise – für sie zuständig wäre. Dieses Phänomen veranschaulicht eine der grundlegenden Schwächen des gesamten Systems: langwierige Verfahren und das Fehlen wirksamer Mechanismen, um Personen festzuhalten, die nicht an ihnen teilnehmen wollen. Die Dublin-Verordnung, deren Wurzeln bis ins Jahr 1990 zurückreichen, wurde mehrfach novelliert (Dublin II, Dublin III) als Reaktion auf Kritik. Der Hauptvorwurf betraf die ungleiche Belastung der EU-Grenzländer wie Griechenland oder Italien sowie bürokratische, oft ineffektive Verfahren. In der Praxis scheiterten über Jahre viele Transferversuche an Formalitätenfehlern, dem Widerstand der Zielländer oder der Unmöglichkeit, die Migrationsroute nachzuweisen, was zu einer de facto Aussetzung des Systems führte. Experten und Beamte, deren Meinungen die Medien zitieren, verweisen auf mehrere Schlüsselfaktoren für die Verbesserung in Hamburg. Dazu gehören die Einstellung zusätzlichen Personals, eine bessere Zusammenarbeit und ein schnellerer Informationsaustausch mit anderen EU-Ländern sowie die Digitalisierung von Prozessen. Ein wichtiges Element war auch die Einführung detaillierter Checklisten, die eine schnellere Identifizierung von Personen unterstützen, die dem Dublin-Verfahren unterliegen. „„Wichtig ist, dass wir schnell und umfassend Identität und Weg klären. Je schneller wir das tun, desto größer ist die Chance auf eine erfolgreiche Überstellung.”” („Wichtig ist, dass wir schnell und umfassend Identität und Weg klären. Je schneller wir das tun, desto größer ist die Chance auf eine erfolgreiche Überstellung.“) — Nils Seidel, Sprecher des Amtes für Migration und Flüchtlinge in Hamburg Trotz dieser lokalen Erfolge bleiben die bundesweiten Indikatoren niedriger. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gab an, dass im Jahr 2025 47,3 % der Transfers erfolgreich umgesetzt wurden, was dennoch einen Anstieg gegenüber 36 % im Vorjahr darstellt. Diese Daten zeigen, dass Hamburg über dem Bundesdurchschnitt liegt, möglicherweise aufgrund eines besonderen Fokus auf diesen Aspekt der Migrationspolitik. Das Thema Dublin-Transfers bleibt einer der politisch sensibelsten Bereiche in der Europäischen Union, wo Forderungen nach effektiver Migrationskontrolle auf Kritik an Ungleichheit und Menschenrechten treffen.

Mentioned People

  • Nils Seidel — Sprecher des Amtes für Migration und Flüchtlinge in Hamburg