Die Schweizer Sportmarke On hat in Südkorea eine vollautomatisierte Schuhfabrik in Betrieb genommen, die mit 32 Robotern ausgestattet ist. Die Anlage in der Nähe der Stadt Busan nutzt die patentierte LightSpray-Technologie zur sprühbasierten Schuhproduktion. Die Investition ist eine Antwort auf Herausforderungen in den Lieferketten und zielt darauf ab, die Produktion näher an Schlüsselmärkte wie die USA und Europa zu bringen. Das Unternehmen kündigt die Eröffnung ähnlicher Werke in diesen Regionen in den kommenden Jahren an.
Automatisierung in Südkorea
Die neue Fabrik bei Busan nutzt 32 Roboter, um sogenannten Hyperschaum auf Schuhkomponenten zu sprühen, wodurch die Produktionskapazitäten von On in dieser Technologie um das Dreißigfache steigen. Die Aktivitäten des Unternehmens reihen sich in den globalen Trend des Nearshorings ein.
Antwort auf logistische Herausforderungen
Die Investition ist eine Reaktion auf steigende Zölle, Störungen in den Lieferketten und geopolitische Risiken. Durch die Produktion näher am Kunden in Europa und Nordamerika plant das Unternehmen, die Lieferzeiten zu verkürzen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Erschütterungen zu erhöhen.
Premiere des Cloudmonster 3
Mit der Eröffnung der Fabrik präsentierte On das neue Modell „LightSpray Cloudmonster 3 Hyper”, das eine Weiterentwicklung der ersten Schuhe mit gesprühter Zehenkappe darstellt. Der Schuh besteht aus biobasiertem Schaumstoff und setzt sich aus nur acht Teilen zusammen, was den CO2-Fußabdruck senken soll.
Strategische Expansion
Nach der Feinabstimmung der Produktionsprozesse in Südkorea plant On, ähnliche robotergesteuerte Fabriken in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent in Betrieb zu nehmen. Ziel ist der Aufbau eines globalen Netzwerks für schnelle, lokale Produktion.
Der Schweizer Schuhgigant On Holding AG hat eine strategische Investition in Südkorea getätigt, indem er die weltweit erste Fabrik zur sprühbasierten Schuhproduktion mit 32 Robotern eröffnete. Die Anlage in der Nähe von Busan markiert einen Meilenstein bei der Neudefinition des globalen Produktionsmodells für Bekleidung und Schuhe. „Die Markteinführungsgeschwindigkeit, Aspekte der Nachhaltigkeit und die Tatsache, dass uns einfach die Orte mit billigen Arbeitskräften ausgehen – all das spricht für Automatisierung”, sagte Caspar Coppetti, Mitbegründer von On, bei der Präsentation der Anlage. Laut Unternehmensmitteilung werden die Produktionskapazitäten für die LightSpray-Technologie dadurch im Vergleich zu den vier Testrobotern, die bisher am Hauptsitz in Zürich im Einsatz waren, um das Dreißigfache steigen. Haupttreiber der Investition ist der Wunsch, sich von geopolitischen und logistischen Risiken unabhängig zu machen, die in den letzten Jahren die globale Lieferkette erschüttert haben. Steigende US-Zölle und die Abhängigkeit von Fabriken in Südostasien und China haben viele Marken gezwungen, nach Alternativen zu suchen. Die Strategie des Nearshorings, also die Verlagerung der Produktion näher zum Endkunden, soll schnellere und flexiblere Lieferungen gewährleisten. Das neue Modell sieht die Schaffung regionaler Produktionszentren wie dieses in Südkorea vor, die den asiatischen Markt bedienen und als Vorbild für geplante Investitionen in Europa und Amerika dienen sollen. Die Wahl Südkoreas ist kein Zufall – das Land ist bekannt für fortschrittliche Technologien und Kompetenzen in den Bereichen Robotik und Industrieautomatisierung. Schlüssel für das Projekt ist die LightSpray-Technologie, die die Herstellung einer einheitlichen, nahtlosen Schuhsohle mittels Sprühverfahren ermöglicht. Das neue Flaggschiffmodell, der LightSpray Cloudmonster 3 Hyper, besteht zu 40 % aus biobasiertem Schaumstoff und setzt sich aus nur acht Teilen zusammen, was laut Unternehmensangaben den CO2-Fußabdruck im Vergleich zu traditionellen Nähtechniken und Klebeverfahren deutlich reduziert. Der 30-krotnie — Anstieg der Produktionskapazitäten in der LightSpray-Technologie durch die neue Fabrik zeigt den Umfang der Ambitionen der Marke. Diese Investition ist Teil einer breiteren Strategie, die Geschäftsziele mit ökologischen Zielen verbindet. Durch Automatisierung will On nicht nur die Produktion beschleunigen und das Problem des Mangels an verfügbarer, billiger Arbeitskraft umgehen, sondern auch den Material- und Wasserverbrauch sowie die CO2-Emissionen im Zusammenhang mit dem transozeanischen Transport fertiger Produkte reduzieren. In den kommenden Jahren ist die Eröffnung weiterer, ähnlicher Werke in wichtigen Absatzregionen geplant, um letztendlich ein globales, dezentrales und widerstandsfähiges Produktionsnetzwerk aufzubauen.
Mentioned People
- Caspar Coppetti — Mitbegründer der Schweizer Schuhmarke On