Die französische Regierung hat mitgeteilt, dass nach den plötzlichen Flussanstiegen im Februar 2026 270 neue Gemeinden Anträge auf Anerkennung als von einer Naturkatastrophe betroffene Gebiete gestellt haben. Obwohl in vielen Regionen das Wasser zu sinken begann, gilt in den Départements Charente, Charente-Maritime und Maine-et-Loire weiterhin eine orangefarbene Wetterwarnung. Die Schadensbewertung läuft, und die Bewohner von Städten wie Saintes oder Cheffes-sur-Sarthe kämpfen mit den dramatischen Folgen historischer Überschwemmungen.
Massenanträge der Gemeinden
270 französische Gemeinden beantragen die offizielle Anerkennung als von einer Naturkatastrophe betroffene Gebiete.
Wetterwarnung bleibt bestehen
Drei Départements bleiben aufgrund des anhaltend hohen Wasserstandes im Zustand der orangefarbenen Warnung.
Historische Flussstände
In Orten wie Cheffes-sur-Sarthe wurden Rekordwasserstände verzeichnet, die das Leben der Bewohner stark beeinträchtigten.
Die hydrologische Lage in Frankreich bleibt angespannt, obwohl in Teilen des Landes ein langsamer Rückgang des Wasserstandes verzeichnet wird. Laurent Nuñez, der amtierende Innenminister, gab bekannt, dass 270 neue Anträge von durch die Februar-Überschwemmungen geschädigten Gemeinden bei der Verwaltung eingegangen sind. Die Anerkennung des Naturkatastrophenstatus ist ein entscheidender Schritt für die lokalen Gemeinschaften, da er den Weg für vereinfachte Entschädigungsverfahren und finanzielle Unterstützung durch den Staat ebnet. Im Einzugsgebiet der Charente kann der Rückgang des Wassers noch viele Tage dauern. In Saintes wurde das Stadtzentrum fast unerreichbar, was lokale Händler zwang, ihre Tätigkeit einzustellen und mit der Reinigung überfluteter Lagerhäuser zu beginnen. Gleichzeitig mobilisierten sich die Bewohner zur Rettung verlorener Haustiere, die durch die Katastrophe ihr Zuhause verloren hatten. Eine ähnliche Situation herrscht im Département Maine-et-Loire, wo historische Hochwasser der Sarthe die Evakuierung eines Teils der Bewohner von Cheffes-sur-Sarthe erzwangen. Die lokalen Behörden betonen, dass das Leben zwar langsam zur Normalität zurückkehrt, die Wiederherstellung der vollen Funktionalität der Infrastruktur jedoch Wochen dauern wird. Frankreich kämpft regelmäßig mit Überschwemmungen in den Einzugsgebieten der Loire und der Charente, doch die Intensivierung der Phänomene in den letzten Jahren wird dem Klimawandel und der erhöhten Häufigkeit heftiger Winterregenfälle zugeschrieben. Météo-France hat die orangefarbene Warnung für drei Départements aufrechterhalten und warnt vor der Möglichkeit lokaler Überschwemmungen auf wassergesättigtem Boden. Die Zivilschutzbehörden appellieren zur Vorsicht, insbesondere in der Nähe von Flussufern, wo die Strömung immer noch tückisch bleibt. Die Reduzierung der Anzahl der Départements unter den höchsten Warnstufen von vier auf drei zeugt von einer allmählichen Stabilisierung, dennoch scheint die wirtschaftliche Bilanz dieses Winters für den Versicherungssektor außergewöhnlich belastend zu werden. „Après les crues et inondations de février, 270 nouvelles communes ont demandé l'état de catastrophe naturelle.” (Nach den Hochwassern und Überschwemmungen im Februar haben 270 neue Gemeinden den Naturkatastrophenstatus beantragt.) — Innenminister Laurent Nuñez
Mentioned People
- Laurent Nuñez — Innenminister, der die Daten zu den Gemeindegesuchen bekanntgab