Die Europäische Union hat beschlossen, die Ratifizierung eines Handelsabkommens mit den USA nach Ankündigungen von Präsident Donald Trump über neue Zolltarife auszusetzen. Obwohl die Verwaltung in Washington ab morgen die Erhebung einiger als illegal eingestufter Zölle einstellt, fordert Brüssel vollständige Klarheit und die Einhaltung bisheriger Pakte. Gleichzeitig hat die italienische Regierung die Kandidatur von Maurizio Martina als Generaldirektor der FAO eingereicht, was die Position Roms auf der internationalen Bühne stärken soll.

Einfrieren des EU-USA-Abkommens

Brüssel hat die Ratifizierung des Handelsabkommens nach Drohungen von Donald Trump über die Einführung neuer Tarife auf Waren aus Europa ausgesetzt.

Italienische Offensive in der FAO

Die Regierung in Rom hat offiziell Maurizio Martina als Kandidaten für den Leiter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen nominiert.

Keine Einigung bezüglich Russland

Kaja Kallas erwartet keine Fortschritte in den Verhandlungen über ein weiteres Sanktionspaket aufgrund des Vetos Ungarns und der Streitigkeiten über den Dialog mit Moskau.

Aussetzung von Zöllen in den USA

Die US-Administration sieht sich mit den Folgen des Urteils des Obersten Gerichtshofs vom 20. Februar konfrontiert, das die bisherigen Zölle für illegal erklärte, was Washington zur Reorganisation des Zollgebührensystems zwingt.

Die Spannungen zwischen Brüssel und Washington haben nach der Entscheidung, den Genehmigungsprozess für das Sommer-Handelsabkommen auszusetzen, einen kritischen Punkt erreicht. Die Ratifizierung wurde als Reaktion auf Ankündigungen von Donald Trump über die Einführung neuer, allgemeiner Zolltarife auf den gesamten Import in Höhe von 10 bis 15 Prozent ausgesetzt. Obwohl die amerikanische Justiz die Aussetzung der Erhebung eines Teils der bisherigen Gebühren ab morgen erzwungen hat, betonen europäische Führungspersönlichkeiten, darunter der italienische Außenminister Antonio Tajani, die Notwendigkeit, die europäische Einheit zu wahren. Tajani betonte, dass Europa keinen Handelskrieg anstrebt, aber klare Erklärungen von den USA erwartet. Seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957 strebte Europa danach, gemeinsame Verhandlungsblöcke zu bilden, um die wirtschaftliche Dominanz der Vereinigten Staaten im Welthandel auszugleichen. Gleichzeitig nehmen innerhalb der Europäischen Union die Spaltungen bezüglich der Ostpolitik zu. Die EU-Außenministerin Kaja Kallas räumte ein, dass sie keinen Durchbruch bei neuen Sanktionen gegen Russland aufgrund des Widerstands Ungarns erwartet. Berlin steht den Vorschlägen aus Paris zur Wiederaufnahme des Dialogs mit Moskau distanziert gegenüber und bewertet dies als falsches Signal angesichts der mangelnden Kompromissbereitschaft des Kremls. Im Schatten dieser Streitigkeiten treibt Italien die Kandidatur von Maurizio Martina für die Führung der FAO voran und hofft auf Erfolg bei den für das nächste Jahr geplanten Wahlen. 1,1826 — Eurokurs gegenüber dem Dollar nach den EU-Entscheidungen Die wirtschaftliche Lage in Europa bleibt unsicher, was an der Börse in Mailand zu sehen ist, wo trotz guter Ergebnisse von Enel nach der Ankündigung des strategischen Plans die Hauptindizes vorsichtig agieren. Experten weisen darauf hin, dass für die künftigen Beziehungen die bevorstehenden diplomatischen Treffen entscheidend sein werden, darunter potenzielle Gespräche von Antonio Tajani mit der US-Administration über die Stabilisierung des Handels. Bis dahin müssen europäische Konzerne wie Stellantis unter Bedingungen erhöhten regulatorischen Risikos auf beiden Seiten des Atlantiks operieren. „Sui dazi ora serve unit dell'Ue, piena fiducia in Sefcovic.” (Bei den Zöllen ist jetzt Einheit der EU erforderlich, volles Vertrauen in Sefcovic.) — Antonio Tajani

Perspektywy mediów: Betonung der Notwendigkeit von EU-Assertivität gegenüber Trump und Kritik an der Regierung für angebliche Passivität beim Schutz italienischer Hersteller vor neuen Zöllen. Hervorhebung der Bemühungen der Regierung um eine diplomatische Lösung des Streits und Förderung italienischer Kandidaturen in UN-Strukturen als diplomatischen Erfolg.

Mentioned People

  • Antonio Tajani — Außenminister Italiens, Teilnehmer an Handelsverhandlungen mit den USA.
  • Kaja Kallas — EU-Außenministerin, die die Chancen auf neue Sanktionen gegen Russland pessimistisch einschätzt.
  • Maurizio Martina — Italienischer Kandidat für den Generaldirektor der FAO.