Deutsche Sicherheitsbehörden haben in Heinsberg einen Mann festgenommen, der des Mordes an Andrij Portnow, einem ehemals einflussreichen ukrainischen Politiker und Juristen, verdächtigt wird. Die Festnahme erfolgte auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls nach monatelanger Zusammenarbeit der spanischen Guardia Civil mit Beamten aus Nordrhein-Westfalen. Portnow wurde im Mai 2025 bei Madrid in einem Angriff erschossen, der alle Merkmale eines professionellen Auftragsmordes trug, der von einem bezahlten Vollstrecker durchgeführt wurde.
Festnahme in Deutschland
Der Verdächtige im Mordfall an einem ukrainischen Politiker wurde in der Ortschaft Heinsberg in Nordrhein-Westfalen von deutschen Behörden festgenommen.
Mord in Madrid
Andrij Portnow starb im Mai 2025 durch eine Serie von Schüssen, die vor einer Schule in Pozuelo de Alarcón bei Madrid abgefeuert wurden.
Internationale Zusammenarbeit
Die Aktion war dank enger Koordination der spanischen Guardia Civil und der deutschen Polizei sowie der Ausstellung eines europäischen Haftbefehls möglich.
Auslieferungsverfahren
Ein deutsches Gericht prüft derzeit den Antrag auf Überstellung des mutmaßlichen Attentäters an die spanische Justiz zur Durchführung eines Prozesses.
Die deutsche Bundespolizei sowie Beamte aus Nordrhein-Westfalen haben über einen operativen Erfolg in einem Fall berichtet, der seit Monaten europäische Ermittlungsbehörden beschäftigt. In der Ortschaft Heinsberg wurde ein Mann festgenommen, der verdächtigt wird, den brutalen Mord an Andrij Portnow, einem ehemaligen hochrangigen Beamten der Verwaltung von Präsident Wiktor Janukowytsch, begangen zu haben. Die Aktion war der Höhepunkt einer intensiven grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die von der spanischen Polizei aus Madrid initiiert wurde, die in Zusammenarbeit mit Interpol die Bewegungen des Täters im Gebiet der Europäischen Union verfolgte. Derzeit überwacht die Staatsanwaltschaft Köln das Verfahren, dessen Ziel die Auslieferung des Festgenommenen nach Spanien ist, wo das Hauptverfahren läuft. Die Ermittler sind überzeugt, dass der festgenommene Mann der unmittelbare Vollstrecker des Auftrags ist, der sich fast ein Jahr lang erfolgreich vor den Strafverfolgungsbehörden versteckt hat. Das tragische Ereignis ereignete sich am 21. Mai 2025 in Pozuelo de Alarcón bei Madrid, als der Angreifer eine Serie präziser Schüsse auf Portnow vor dem Schulgebäude seiner Kinder abgab. Das Ereignis löste in Spanien einen Schock aus, aufgrund der Rücksichtslosigkeit des Täters und der Tatsache, dass der Angriff am helllichten Tag in einem sicheren Wohnviertel stattfand. Portnow, ein herausragender Jurist, war eine tief kontroverse Figur in der ukrainischen Politik, die mit dem prorussischen Kurs des Staates vor der Revolution der Würde in Verbindung gebracht wurde. Nach der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 hielt sich der Politiker im Exil auf, und spanische Behörden untersuchen derzeit, ob hinter seinem Tod politische Motive oder korruptionsbedingte Abrechnungen standen. Ein wichtiges Beweismittel in dem Fall wurden Aufnahmen aus städtischen Überwachungssystemen sowie Mobilfunk-Standortdaten, die es ermöglichten, das Profil des Verdächtigen mit dem Tatort in Verbindung zu bringen. Andrij Portnow war der Architekt von Änderungen im ukrainischen Strafprozessgesetzbuch von 2012, und seine Karriere brach nach der Flucht von Präsident Janukowytsch nach Russland im Jahr 2014 abrupt zusammen, was ihn zu einem jahrelangen Leben im Exil zwang. Die Festnahme in Deutschland schließt eine wichtige Phase der Ermittlungen ab, doch Fragen nach den Auftraggebern bleiben unbeantwortet. Der Mechanismus des Verbrechens deutet auf die Beteiligung eines professionellen Netzwerks hin, was im Kontext der geopolitischen Spannungen in Osteuropa den Verdacht auf die Beteiligung ausländischer Geheimdienste weckt. Portnow besaß Wissen über finanzielle Operationen ukrainischer Eliten, was ihn für viele Seiten alter politischer Streitigkeiten in Kiew zu einer unbequemen Person machte. Die deutsche Justiz prüft derzeit die Gültigkeit des europäischen Haftbefehls, der von einem Gericht in Madrid ausgestellt wurde. Wenn das Verfahren reibungslos verläuft, wird der Verdächtige innerhalb weniger Tage in spanische Haft überstellt. Ein Polizeisprecher in Heinsberg betonte, dass die Aktion ohne Waffengewalt verlief und das Ergebnis der Sorgfalt um die operative Präzision der Behörden beider Länder war. „Я вірю в справедливість і в те, що правові механізми врешті-решт очистять моє ім'я від політичних звинувачень.” (Ich glaube an Gerechtigkeit und daran, dass die Rechtsmechanismen meinen Namen letztendlich von politischen Anschuldigungen reinigen werden.) — Andrij Portnow (2021) Der Mord reiht sich in eine Serie bisher ungeklärter Angriffe auf ukrainische politische Emigranten in Westeuropa ein. Spanische Medien wie „El País“ deuten an, dass der festgenommene Mann möglicherweise die Staatsbürgerschaft eines Balkanlandes besitzt, was ein häufiges Muster bei Auftragsmördern ist, die im Auftrag innerhalb des Schengen-Raums operieren. Die Ermittler hoffen, dass die Aussagen des Verdächtigen neues Licht auf die Hintergründe des Wirkens von Verbrechersyndikaten werfen, die europäische Sicherheitsstrukturen infiltrieren. Der Fall Portnow wird derzeit von Diplomaten aufmerksam verfolgt, da er eine Person betrifft, die in der Vergangenheit von amerikanischen Finanzsanktionen betroffen war, was der Untersuchung die Dimension eines internationalen Skandals verleiht.
Mentioned People
- Andrij Portnow — Ehemaliger Berater von Präsident Wiktor Janukowytsch, stellvertretender Leiter seiner Verwaltung, in Spanien ermordeter Jurist.
- Wiktor Janukowytsch — Ehemaliger Präsident der Ukraine, mit dem der ermordete Politiker zusammenarbeitete.