Daniil Medwedew, ehemaliger Spitzenreiter der ATP-Weltrangliste, hat eine radikale Reform des Tennis-Kalenders vorgeschlagen, die eine breite Diskussion in der Szene ausgelöst hat. Dem russischen Tennisspieler zufolge sollten nur zwei Turniere – Grand Slam und ATP Finals – Weltranglistenpunkte vergeben. Alle anderen Wettbewerbe wären rein finanzieller Natur. Der Vorschlag stieß bei anderen Spielern und Kommentatoren auf unterschiedliche Reaktionen.

Vorschlag zur Punktebeschränkung

Medwedew fordert, dass Punkte für die ATP-Weltrangliste ausschließlich für Ergebnisse bei den vier Grand-Slam-Turnieren sowie bei den ATP Finals vergeben werden. Alle anderen Wettbewerbe, einschließlich der Turniere der ATP Masters 1000 und 500 Serien, sollten nur Preisgelder, aber keine Weltranglistenpunkte bieten.

Ziel: Entlastung der Spieler

Das Hauptziel der Reform ist laut Medwedew der Schutz der physischen und psychischen Gesundheit der Tennisspieler. Die Verringerung des Drucks im Zusammenhang mit Weltranglistenpunkten soll es den Spielern ermöglichen, ihren Kalender besser zu managen und Überlastungsverletzungen zu vermeiden.

Unterschiedliche Reaktionen der Szene

Der Vorschlag hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Einige Spieler, insbesondere solche, die mit Verletzungen zu kämpfen haben, sehen darin eine Chance für eine gesündere und nachhaltigere Sportausübung. Andere befürchten jedoch, dass eine so radikale Veränderung die Bedeutung und das Prestige des gesamten Tenniszyklus außerhalb der Grand Slams untergraben könnte.

Daniil Medwedew, russischer Tennisspieler und ehemaliger Weltranglistenerster der ATP, hat eine weitreichende Reform der Struktur der Tennissaison vorgeschlagen. Sein Konzept sieht vor, dass Weltranglistenpunkte nur für Auftritte bei den vier Grand-Slam-Turnieren sowie beim prestigeträchtigen ATP Finals vergeben würden. Alle anderen Veranstaltungen, einschließlich der für den Kalender zentralen Turniere der Masters-1000- und ATP-500-Serien, würden zu reinen Finanzwettbewerben ohne Einfluss auf die Position eines Spielers in der Weltrangliste. Medwedew argumentiert, dass eine solche Veränderung in erster Linie der Gesundheit und der langfristigen Karriere der Tennisspieler dienen würde. Der derzeit sehr volle Kalender, voller hochrangiger Turniere mit großen Punktemengen, zwinge die Spieler unter dem Druck, ihren Rang zu halten oder zu verbessern, zu ständiger Teilnahme an Wettbewerben. Dies führe wiederum zu physischer und psychischer Überlastung und häufigeren Verletzungen. Seiner Meinung nach würde eine Entlastung des Kalenders von Punkten außerhalb der Grand Slams es den Spielern ermöglichen, ihre Saison selektiver zu planen und sich besser zu erholen. In den letzten Jahren wird die Debatte über die Überlastung des Kalenders im professionellen Tennis immer lauter. Immer mehr Spitzenspieler wie Rafael Nadal, Novak Đoković oder Andy Murray haben wiederholt auf das Problem der zu großen Anzahl verpflichtender Turniere und deren negative Auswirkungen auf Gesundheit und Karrierelanglebigkeit hingewiesen. Als Reaktion hat die ATP bereits gewisse Anpassungen vorgenommen, wie die Verkürzung der Saison oder Änderungen im Ranglistensystem, doch Medwedews Vorschlag ist einer der radikalsten Vorstöße in dieser Angelegenheit. Der Vorschlag stieß auf unterschiedliche Resonanz. Einige Tennisspieler und Kommentatoren sehen darin eine rationale Lösung für das drängende Problem der Kalenderüberlastung. Andere, darunter einige Turnierveranstalter und ehemalige Spieler, äußern Bedenken, dass ein solcher Schritt die Bedeutung der gesamten ATP Tour abwerten, die Motivation der Besten für Auftritte außerhalb der Grand Slams verringern und letztlich den gesamten Sport auf globaler Ebene schwächen würde. Es ist unklar, ob und in welcher Form Medwedews Idee umgesetzt werden könnte, da sie die Zustimmung und eine tiefgreifende Restrukturierung seitens der Tennis-verwaltenden Organisationen – ATP, WTA sowie der für die Grand-Slam-Turniere verantwortlichen Verbände – erfordern würde.

Mentioned People

  • Daniil Medwiediew — Russischer Tennisspieler, ehemaliger Weltranglistenerster der ATP, Autor des kontroversen Vorschlags zur Kalenderreform.