Das Gericht in Asti in Italien hat eine junge Mutter zu zwei Jahren Freiheitsentzug verurteilt, weil sie bei ihrem neugeborenen Sohn eine schwere Hirnverletzung verursacht hat. Die Frau, die aus Ungarn stammt, schüttelte das Kind, um es zu beruhigen, was zur Diagnose Schütteltrauma führte. Das Urteil wurde im beschleunigten Verfahren von Richterin Silvia Dunn gefällt. Der Fall betrifft einen Vorfall aus dem Dezember 2023.

Urteil wegen Schütteltrauma

Das Gericht in Asti verurteilte eine junge Mutter zu zwei Jahren Freiheitsentzug für die Verursachung schwerer Verletzungen bei ihrem zehn Tage alten Sohn. Bei dem Kind wurde ein Schütteltrauma diagnostiziert.

Ablauf des Vorfalls aus Dezember 2023

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 6. Dezember 2023 in Castello D'Annone. Die Mutter, die versuchte, das weinende Kind nach dem Stillen zu beruhigen, schüttelte es, was zu schweren Verletzungen führte.

Diagnose und Reaktion der Behörden

Das Kind wurde in einem lethargischen Zustand von Mitarbeitern der Gemeinschaft „Il Mughetto” gefunden. Nach dem Transport ins Krankenhaus diagnostizierten Ärzte eine Hirnverletzung, die charakteristisch für ein Schütteltrauma ist.

Gerichtsverfahren und Verteidigung

Der Fall wurde im beschleunigten Verfahren von Richterin Silvia Dunn verhandelt. Die Mutter behauptete in ihrer Verteidigung, sie sei sich der Folgen ihrer Handlungen nicht bewusst gewesen und habe nach dem Stillen nichts Beunruhigendes bemerkt.

Das Gericht in Asti in Italien hat ein Urteil gefällt, das eine junge Mutter zu zwei Jahren Freiheitsentzug verurteilt, weil sie bei ihrem zehn Tage alten Sohn eine schwere Hirnverletzung verursacht hat. Der Fall, der die lokale Gemeinschaft erschütterte, geht auf Dezember 2023 zurück. In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember stillte die aus Ungarn stammende Frau das Kind und schüttelte es anschließend, um es zu beruhigen. Am nächsten Morgen fanden Mitarbeiter der Gemeinschaft „Il Mughetto” in Castello D'Annone den Säugling in einem lethargischen Zustand und riefen Hilfe. Das Schütteltrauma (engl. Shaken Baby Syndrome, SBS) ist eine schwere Form von Kindesmisshandlung, die in der Medizin seit den 1970er Jahren bekannt ist. Der Verletzungsmechanismus besteht aus einer plötzlichen Beschleunigung und Verzögerung des Kopfes, die zu Hirnschäden führt, die dauerhafte Behinderung, Blindheit oder Tod zur Folge haben können. Das gesellschaftliche Bewusstsein für die Gefahr des Schüttelns von Säuglingen ist Gegenstand von Aufklärungskampagnen in vielen Ländern. Das Kind wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo neurochirurgische und ophthalmologische Untersuchungen eindeutig Verletzungen zeigten, die typisch für ein Schütteltrauma sind. Diese Diagnose, die von Sachverständigen bestätigt wurde, wurde zum Schlüsselbeweis im Prozess. Das Verfahren fand vor dem Gericht in Asti im beschleunigten Verfahren statt und wurde von Richterin Silvia Dunn verhandelt. In ihrer Verteidigung, die von den Medien wiedergegeben wurde, sagte die Mutter: „"Questa notte intorno alle 4 gli ho dato da mangiare. Si è fatto allattare senza problemi. Sembrava tutto a posto. Non mi sono accorta di nulla. Non capisco che cosa abbia".” — H.M. Trotz ihrer Aussage, sich der Folgen nicht bewusst gewesen zu sein, bewertete das Gericht ihre Handlung als vorsätzlich und gefährlich, die zu einer schweren Gesundheitsbeeinträchtigung des Kindes führte. Das gefällte Urteil beendet den tragischen Fall, der die katastrophalen Folgen verzweifelter, wenn auch wahrscheinlich nicht böswilliger Handlungen von Betreuern unterstreicht, die durch das Weinen des Kindes erschöpft sind. Der Fall fand breites Echo in den italienischen Medien und löste eine Debatte über den Druck der Elternschaft, die Isolation junger Mütter sowie die Notwendigkeit von Unterstützung und Aufklärung in der Neugeborenenpflege aus. Staatsanwaltschaft und Verteidigung einigten sich auf eine Entscheidung im beschleunigten Verfahren, was den Abschluss des Prozesses beschleunigte. Die verurteilte Mutter, deren Identität teilweise durch die Initialen H.M. geschützt bleibt, wird die festgesetzte Freiheitsstrafe verbüßen.

Mentioned People

  • Silvia Dunn — Richterin am Gericht in Asti, die das Urteil in dem Fall fällte.
  • H.M. — Die verurteilte Mutter, die aus Ungarn stammt und deren Identität durch Initialen geschützt ist.