Schwere Überschwemmungen haben Regionen in Frankreich und Spanien heimgesucht und die Regierungen beider Länder zu außerordentlichen finanziellen Maßnahmen gezwungen. In Frankreich sind 270 neue Anträge auf Anerkennung des Katastrophenfalls eingegangen, was Auszahlungen von Entschädigungen beschleunigen soll. In Spanien mobilisieren die Ministerien für Landwirtschaft und Finanzen Mittel für die Wiederherstellung zerstörter Anbauflächen in Kastilien-La Mancha und unterstützen den Generationenwechsel unter Landwirten mit Millionenbeträgen.
Französischer Katastrophenfall
In Frankreich wurden 270 neue Anträge auf Anerkennung des Katastrophenfalls gestellt, um Entschädigungen zu beschleunigen.
Millionen für die Jugend
Kastilien-La Mancha zahlt 8 Millionen Euro an 286 junge Landwirte für den Start und die Wiederaufnahme der Produktion aus.
EU-Unterstützung für Schäden
Das spanische Landwirtschaftsministerium prüft die Möglichkeit, Wetter- und Klimaschäden aus EU-Mitteln zu decken.
Reform der GAP-Direktzahlungen
Geplant ist eine Erhöhung des Anteils der Hilfe für den Generationenwechsel im Agrarsektor auf 10%.
Die hydrologische Situation in Westeuropa hat zu erheblichen materiellen Schäden geführt, die besonders für den Agrarsektor schmerzhaft sind. In Frankreich informierte Laurent Nuñez über den Eingang von 270 neuen Anträgen auf Ausrufung des Katastrophenfalls. Diese Entscheidung ist für die Bewohner der betroffenen Gebiete entscheidend, da sie den Weg für Versicherungsansprüche öffnet, die im regulären Verfahren nicht durchsetzbar wären. Die staatlichen Dienste überwachen den Wasserstand und fürchten weitere Hochwasser. In Spanien konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Region Kastilien-La Mancha, die unter heftigen Wetterphänomenen gelitten hat. Landwirtschaftsminister Luis Planas kündigte eine Prüfung der Möglichkeiten an, EU-Mittel zur Deckung der Schäden einzusetzen. Das Finanzministerium unter María Jesús Montero arbeitet mit landwirtschaftlichen Organisationen zusammen, um den Fluss der Soforthilfe zu optimieren. Gleichzeitig haben die Regionalbehörden mit der Auszahlung von 8 Millionen Euro an 286 junge Landwirte begonnen. Dies zielt nicht nur auf die Schadensbehebung ab, sondern auch auf strukturelle Unterstützung des Sektors durch die Förderung der Hofübernahme durch junge Menschen. Die Agrarpolitik der Europäischen Union legt seit Jahren Wert auf das Management von Klimarisiken, doch das Ausmaß extremer Wetterereignisse in den letzten Jahrzehnten zwingt zu häufigerer Inanspruchnahme außerordentlicher Mittel aus den nationalen Haushalten.Die spanische Regierung plant zudem Änderungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Der Vorschlag sieht vor, den Anteil der Mittel, die direkt für die Generationenwechsel bestimmt sind, auf 10% zu erhöhen. Emiliano García-Page, der Präsident von Kastilien-La Mancha, betonte bei einem Treffen mit jungen Landwirten, dass die Priorität darin liege, dringende Angelegenheiten zu lösen und gleichzeitig eine stabile Zukunft für den Sektor aufzubauen, der das wirtschaftliche Fundament der Region bilde. „Debemos resolver lo que urge para ocuparnos de lo que importa para el futuro de nuestros jóvenes agricultores.” (Wir müssen das Dringende lösen, um uns um das zu kümmern, was für die Zukunft unserer jungen Landwirte wichtig ist.) — Präsident der Region Kastilien-La ManchaUnterstützung für junge Landwirte in Spanien: Anzahl der Begünstigten: Keine Daten → 286 Personen; Summe der Unterstützung: 0 Mio. EUR → 8 Mio. EUR; Anteil an GAP-Mitteln: Standard → Geplant 10%
Mentioned People
- Laurent Nuñez — Präfekt der Polizei in Paris, der über die Folgen der Naturkatastrophe informiert.
- María Jesús Montero — Finanzministerin Spaniens, die in die Hilfe für den Agrarsektor involviert ist.
- Luis Planas — Spanischer Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung.
- Emiliano García-Page — Präsident der Region Kastilien-La Mancha.