Der Beginn des Jahres 2026 brachte eine deutliche Belebung auf dem polnischen Immobilienmietmarkt. Nach einer Verlangsamung im Dezember stieg die Nachfrage, gemessen an der Anzahl der Anfragen, im Januar um 29 Prozent. Experten verweisen auf eine Stabilisierung der Mietzinsen, insbesondere im Segment der Einzimmerwohnungen und Zweizimmerwohnungen. Gleichzeitig machen Zinssenkungen den Kauf einer Wohnung auf Kredit in den meisten Städten zu einer finanziell vorteilhafteren Alternative zur langfristigen Miete.
Plötzlicher Nachfrageschub
Die Anzahl der Mietanfragen stieg im Januar um 29% gegenüber Dezember und um 40% im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine starke Belebung des Marktes hindeutet.
Kredit günstiger als Miete
In 14 von 17 untersuchten Städten sind Kreditraten dank Zinssenkungen bei 20% Eigenkapital niedriger als die Mietpreise.
Stabilisierung der Mietpreise
Trotz gestiegenen Interesses bleiben die Nettomieten stabil, insbesondere im Segment der Einzimmerwohnungen und 2-Zimmer-Wohnungen.
Der Beginn des Jahres 2026 brachte bedeutende Veränderungen auf dem polnischen Immobilienmarkt mit sich, die sich durch ein dynamisches Wachstum des Mietinteresses bei gleichzeitiger Stabilisierung der Mietzinsen auszeichnen. Daten von der Plattform Otodom und Analysen der Gruppe Morizon-Gratka zeigen, dass die Anzahl der Anfragen nach Mietwohnungen im Januar um 29% im Monatsvergleich und um 40% im Jahresvergleich gestiegen ist. Ein solch großes Ausmaß der Belebung deutet darauf hin, dass nach der saisonalen Flaute die Immobilienbesitzer massenhaft auf den Markt zurückgekehrt sind, was zu einem Anstieg des Angebots um mehrere Prozentpunkte führte. Trotz der größeren Aktivität betonen Experten, dass der Markt keine Überhitzungsmerkmale aufweist und die Nettomieten (ohne Verwaltungs- und Nebenkosten) seit vielen Monaten stabil bleiben. Ein entscheidender Faktor, der die Entscheidungen der Polen beeinflusst, ist die systematische Senkung der Leitzinsen durch die Narodowy Bank Polski. Infolgedessen sind die Kosten für Hypothekendarlehen in 14 von 17 größten Städten niedriger als die monatliche Miete. Unter der Annahme eines Darlehens über 30 Jahre mit einer 20-prozentigen Eigenkapitalquote bleibt das Mieten nur in drei Standorten rentabel. Die Wahl zwischen Kauf und Miete hängt jedoch von der individuellen finanziellen Situation und der beruflichen Flexibilität ab, obwohl die harten Wirtschaftsdaten zunehmend für den Eigentumserwerb sprechen. In Polen dominierte nach dem Zweiten Weltkrieg das Modell der Gemeinschafts- und Genossenschaftswohnungen, und die rasche Privatisierung des Wohnungsbestands in den 1990er Jahren prägte den heutigen Markt, auf dem der Immobilienbesitz als Grundlage der Lebensstabilität angesehen wird. Im Januar war die Anzahl der Mietwohnungsangebote sogar um mehrere Prozentpunkte höher als im Dezember, was zeigt, dass die Eigentümer nach der saisonalen Flaute auf den Markt zurückgekehrt sind. Für Investoren wie Mieter bleibt der Standort entscheidend, der die Mietrendite und die Tilgungsgeschwindigkeit des Kapitals bestimmt. In den stabilsten Segmenten, wie Einzimmerwohnungen, sind die Kostenunterschiede zwischen verschiedenen Städten enorm. Experten prognostizieren, dass das Jahr 2026 eine Zeit weiter zunehmender Mobilität der Mieter sein wird, die immer häufiger durchrechnen, ob die Zahlung einer Kreditrate nicht eine bessere Alternative zur stabilen, aber teuren Miete bei einem privaten Vermieter darstellt.
Mentioned People
- Łukasz Wydrowski — Präsident von Estatic Nieruchomości, Experte, der die Belebung auf dem Mietmarkt und die Rückkehr der Angebote im Januar kommentiert.
- Marcin Drogomirecki — Experte der Gruppe Morizon-Gratka, analysiert die Rentabilität des Immobilienkaufs im Verhältnis zu den Mietkosten.