Die polnische Polizei und das Zentrale Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität haben einen internationalen kriminellen Ring zerschlagen, der fast 20 Millionen Złoty erbeutet und gewaschen hat. Die Täter nutzten gefälschte Callcenter und Kryptowährungsbörsen, um ihre Gewinne zu legalisieren. Gleichzeitig haben die Banken PKO BP und Pekao S.A. dringende Warnungen vor neuen Phishing-Angriffswellen herausgegeben, die sich gegen Privatkunden und Unternehmen richten.
Zerschlagung einer internationalen Bande
Das CBZC hat in Breslau 13 Personen wegen der Erbeutung und Geldwäsche von 20 Mio. Złoty über Kryptowährungsbörsen festgenommen.
Warnungen führender Banken
PKO BP und Pekao S.A. warnen vor Phishing-Kampagnen, die sich gegen Kunden richten.
Plage von Investmentbetrug
Die Polizei hat Anklageschriften in Fällen bezüglich gefälschter Aktien von Treibstoffunternehmen eingereicht.
Die polnische Polizei hat in Zusammenarbeit mit internationalen Strafverfolgungsbehörden eine Reihe spektakulärer Schläge gegen Cyberkriminalitätsstrukturen durchgeführt. Der bedeutendste Erfolg wurde in Breslau erzielt, wo Beamte des Zentralen Büros zur Bekämpfung der Cyberkriminalität (CBZC) eine Gruppe zerschlugen, die gefälschte Callcenter betrieb. Die Täter gaben sich als Finanzberater aus und überredeten ihre Opfer, Geld auf Kryptowährungsbörsen zu überweisen, um die Gewinne anschließend über ein Netzwerk verbundener Wechselstuben zu „waschen“. Schätzungen zufolge hat diese spezielle Bande fast 20 Millionen Złoty erbeutet; im Zuge der Operation wurden 13 Personen verschiedener Nationalitäten festgenommen. Die Ermittler sicherten Computerausrüstung und Bargeld, was eine weitere Kartierung der finanziellen Verbindungen der Gruppe ermöglicht. Der Mechanismus der Geldwäsche über Kryptowährungen ist in den letzten zehn Jahren zu einer zentralen Herausforderung für die Strafverfolgungsbehörden geworden und hat traditionelle Methoden der Überweisungen über Länder mit geringer Bankenaufsicht abgelöst.Gleichzeitig warnt der Bankensektor vor einer massiven Phishing-Kampagne. Die Bank Pekao S.A. warnt vor bösartigen E-Mail-Anhängen, während PKO BP über gefälschte Nachrichten bezüglich BLIK informiert. Die Täter setzen zunehmend ausgefeilte Social-Engineering-Techniken ein, indem sie sich als Bankmitarbeiter oder Streaming-Plattformen wie Netflix ausgeben. In Garwolin haben Polizisten eine Anklageschrift gegen Betrüger eingereicht, die fiktive Aktien von Treibstoffunternehmen anboten – ein Zeichen dafür, dass das Motiv der „sicheren Investition“ weiterhin erfolgreich Opfer anlockt. Lokale Polizeieinheiten verzeichnen auch ein Comeback traditioneller Betrugsmethoden. In Bielsko-Biała und Łódź wurden Personen festgenommen, die nach der „Enkeltrick“-Methode handelten und dabei Senioren um ihre Lebensersparnisse brachten. Die Behörden warnen zudem vor Betrug beim Kauf von Heizmaterial, bei dem Angebote für Ekogroszek zu Niedrigpreisen als Falle entpuppen, sowie vor falschen Feuerwehrleuten in Niederschlesien, die unter dem Vorwand der Verteilung von Kohlenmonoxidmeldern versuchen, in Häuser einzudringen. Das Ausmaß des Phänomens zwingt Finanzinstitute und Polizei nicht nur zu operativen Maßnahmen, sondern auch zu einer breit angelegten gesellschaftlichen Aufklärung. „Działalność grupy polegała na praniu brudnych pieniędzy pochodzących z oszustw internetowych, w tym oszustw typu inwestycyjnego, przy wykorzystaniu infrastruktury płatniczej kantoru kryptowalut.” (Die Tätigkeit der Gruppe bestand in der Geldwäsche schmutziger Gelder aus Internetbetrug, einschließlich Investmentbetrug, unter Nutzung der Zahlungsinfrastruktur einer Kryptowährungsbörse.) — Zentrales Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität
Perspektywy mediów: Liberale Medien legen den Fokus auf systemische Lücken in der Aufsicht über Kryptowährungen und fordern eine schnellere Umsetzung der EU-Sicherheitsrichtlinien. Konservative Medien konzentrieren sich auf die Rolle der uniformierten Dienste und die Notwendigkeit einer härteren Bestrafung von Betrügern, die Senioren ausnutzen.