Das Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium führen eine Reihe von Änderungen im Betrieb polnischer Bildungseinrichtungen ein. Ab September 2026 wird in den Kantinen die Planetarische Diät und verpflichtende pflanzliche Mahlzeiten Einzug halten. Gleichzeitig wird eine lebhafte Diskussion über das neue Fach "Gesundheitserziehung" geführt, das bei Teilen der Sozialorganisationen aufgrund von Themen zu geschlechtlicher Vielfalt und Transition Besorgnis auslöst. Die Ministerien kündigen zudem eine Modernisierung der digitalen Infrastruktur der Schulen an.

Ernährungsreform ab 2026

Einführung der Planetaren Diät sowie einer verpflichtenden pflanzlichen Mahlzeit einmal pro Woche in fast 36.000 Bildungseinrichtungen.

Kaffee bleibt in Automaten

Das Gesundheitsministerium hat von einem Verbot des Kaffeeverkaufs in Schulen nach Konsultationen mit der Vending-Branche Abstand genommen.

Streit um Gesundheitserziehung

Kontroversen um Schulungen des Zentrums für Bildungsentwicklung sowie eine niedrige, bei 30% liegende Teilnahmequote am neuen vom Bildungsministerium eingeführten Fach.

Das Gesundheitsministerium hat die Arbeiten an einer bahnbrechenden Verordnung zur Ernährung von Kindern und Jugendlichen im Bildungssystem abgeschlossen. Die neuen Vorschriften, die am 1. September 2026 in Kraft treten, werden über 3 Millionen Schüler in 36.000 Einrichtungen betreffen. Ein Schlüsselelement der Reform ist die Einführung der Prinzipien der Planetaren Diät. Gemäß den Richtlinien sind Schulkantinen verpflichtet, mindestens eine vollständig pflanzliche Mahlzeit pro Woche anzubieten. Wichtig ist, dass das Ministerium nach umfangreichen öffentlichen Konsultationen von dem ursprünglichen Plan eines Verkaufsverbots von Kaffee in Automaten Abstand genommen hat und den Argumenten der Vending-Branche nachgegeben hat. Im Jahr 2015 wurde in Polen das sogenannte Schulkiosk-Gesetz eingeführt, das den Zugang zu ungesunden Lebensmitteln radikal einschränkte und damals eine Welle von Protesten unter Schülern und Kantinenbetreibern auslöste. Parallel dazu sieht sich das Bildungsministerium mit Kritik an der Gesundheitserziehung konfrontiert. Barbara Nowacka räumte ein, dass dieses Fach, das im September 2025 eingeführt wurde, keine hohe Teilnahmequote verzeichnet, da nur 30% der Schüler daran teilnehmen. Kontroversen lösten die vom Zentrum für Bildungsentwicklung durchgeführten Schulungen für Lehrer aus, bei denen Fragen der Geschlechtsangleichung behandelt wurden. Die Koalition zur Rettung der Polnischen Schule warnt, dass das Programm eine Ideologie fördern könnte, die nicht mit den Werten vieler Familien vereinbar ist. Die Ministerin erklärte jedoch, bis Ende März 2026 einen Kompromiss erarbeiten zu wollen. 30% — Schüler nehmen am Unterricht in Gesundheitserziehung teil Im Bereich der Digitalisierung kündigte das Digitalisierungsministerium eine umfassende Modernisierung des Landesweiten Bildungsnetzwerks an. Geplant sind erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, um den Einrichtungen einen sicheren und schnellen Internetzugang zu gewährleisten. Zudem erwägt das Bildungsministerium die Einführung von Regelungen zur Einschränkung des Zugangs von Kindern zu sozialen Medien, was eine Antwort auf die zunehmenden psychischen Gesundheitsprobleme von Jugendlichen sein soll. Die Entwürfe für diese Änderungen sollen in den kommenden Monaten vom Klub der Bürgerkoalition erarbeitet werden. Änderungen in Kantinen und Kiosken: Pflanzliche Gerichte: Keine Vorgaben → Mind. 1 pro Woche; Verkauf von Kaffee: Erlaubt → Beibehalten (Verbot zurückgezogen); Planetare Diät: Keine Standards → Verpflichtende Richtlinien „Das ist eine Reform, die ab September 2026 in die Grundschulen kommt. Sie wird schrittweise und evolutionär eingeführt, denn der polnischen Schule ist Veränderung sehr nötig.” — Barbara Nowacka Betonung der Notwendigkeit moderner Gesundheitserziehung, Bekämpfung von Fettleibigkeit und Notwendigkeit der Digitalisierung von Bildungseinrichtungen. | Warnt vor ideologischer Indoktrination in Schulen und kritisiert das Ministerium für Nachgeben gegenüber Wirtschaftslobbys in der Kaffeefrage.

Mentioned People

  • Barbara Nowacka — Bildungsministerin, die evolutionäre Veränderungen in Grundschulen ankündigt.