Der letzte Tag im Februar 2026 bringt Europa rekordmildes Wetter, das den Beginn des meteorologischen Frühlings ankündigt. Während in Deutschland und Italien die Thermometer sogar 23 Grad Celsius anzeigen, kämpfen Gebirgsregionen mit starkem Tauwetter. Gleichzeitig bleiben in Frankreich ernsthafte Hochwasserwarnungen bestehen, und alpine Skigebiete beenden die Skisaison aufgrund fehlender Schneedecke.
Tauwetter im Harzgebirge
Ein plötzlicher Temperaturanstieg führte zum vollständigen Abschmelzen des Schnees und zur Schließung der Skitourismus-Infrastruktur.
Hochwasserwarnungen in Frankreich
Die orangefarbene Alarmstufe wurde in drei Départements aufgrund gefährlicher Flusshochwasser aufrechterhalten.
Rekordwärme in Italien
Ein mächtiges Hochdruckgebiet brachte frühlingshafte Temperaturen und beendete die Wintersaison in der Region endgültig.
Anomal trockener Winter in Österreich
Die Saisonbilanz zeigt extrem niedrige Niederschläge und einen Mangel an für diese Zeit typischen Frösten.
Der Übergang von Februar zu März 2026 schreibt sich in die meteorologischen Annalen als eine Periode ungewöhnlich hoher Temperaturen im Gürtel von der Apenninhalbinsel bis nach Mitteleuropa ein. In Deutschland, insbesondere in Hessen und Rheinland-Pfalz, wurden Werte bis zu 19 Grad Celsius, lokal sogar 23 Grad, gemessen. Eine so drastische Erwärmung hatte unmittelbare Auswirkungen in den unteren Gebirgslagen. Im Harz führte der plötzliche Temperaturanstieg zum vollständigen Abschmelzen der Schneedecke, was die Betreiber zur Schließung aller Lifte und Skipisten zwang. Diese Situation ist symptomatisch für den zu Ende gehenden Winter, der in Österreich und Süddeutschland als einer der wärmsten und trockensten in der Messgeschichte bewertet wurde. Während sich der Norden des Kontinents an der Sonne erfreut, kämpft Westeuropa mit gefährlichen hydrologischen Phänomenen. In Frankreich haben die meteorologischen Dienste die orangefarbene Alarmstufe in drei Départements aufgrund des Risikos von Hochwasser aufrechterhalten. Angeschwollene Flüsse nach intensiven Regenfällen bedrohen die lokale Infrastruktur. In Italien hingegen dominierte ein mächtiges Hochdruckgebiet die Wetterbedingungen und brachte fast sommerliches Wetter. Meteorologen der Apenninhalbinsel verkündeten das symbolische Ende des Winters und wiesen auf die Beständigkeit der Warmluftmassen hin, die trotz gelegentlicher Regenfälle den Kaltluftmassen aus dem Norden nicht weichen. Die Klimaerwärmung in Europa schreitet schneller voran als der weltweite Durchschnitt, was sich in einer Verkürzung der Schneebedeckungsdauer in mittleren Breitengraden um fast zwei Wochen pro Jahrzehnt seit den 1970er Jahren zeigt.Trotz der Sonnendominanz warnen Meteorologen vor übermäßigem Optimismus und empfehlen das Zwiebelprinzip bei der Kleidung, insbesondere in Deutschland und Österreich, wo abendliche Nebel und morgendlicher Frost noch an den kalendarischen Winter erinnern. In Bayern wurden erhebliche Sichtweitenabnahmen und eine Abkühlung zum Wochenende hin verzeichnet, was einen Kontrast zu den 20-Grad-Hitzewellen in Berlin und Brandenburg bildet. Diese Veränderungen werden aufmerksam von Behörden wie dem deutschen DWD überwacht, die auf zunehmende Instabilität der Frontensysteme in der Alpenregion und ihrem Vorland hinweisen. „L'inverno in Italia è finito, lasciando spazio al dominio del sole e del caldo primaverile.” — Meteo.it