Die amerikanische Wirtschaft sieht sich mit einem unerwarteten Anstieg der Großhandelsinflation konfrontiert, die im Januar um 0,5% stieg und damit die Prognosen der Analysten übertraf. Haupttreiber der Preiserhöhungen waren Dienstleistungen. In Europa hingegen erreichen die Aktienmärkte historische Höchststände, gestützt durch solide Unternehmensergebnisse, trotz der Probleme von Giganten wie BASF. Der deutsche Chemiekonzern kündigte massive Kostensenkungen und die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Asien als Reaktion auf die Krise in der Branche an.
Sprung der US-PPI-Inflation
Der Erzeugerpreisindex stieg im Januar um 0,5%, was deutlich über den Marktprognosen liegt.
Rekorde an europäischen Börsen
Die Indizes in Europa verzeichnen die längste Serie monatlicher Gewinne seit dreizehn Jahren.
Krise bei BASF
Der deutsche Chemiegigant verlagert Arbeitsplätze nach Asien und senkt Kosten aufgrund schwacher Ergebnisse.
Kapital fließt aus Korea ab
Ausländische Fonds zogen 5 Milliarden Dollar aus dem koreanischen Chipsektor nach einer Welle von Gewinnen zurück.
Die Lage an den globalen Märkten Ende Februar 2026 zeigt ein deutliches Dualismus zwischen dem Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten und dem Investitionsoptimismus in Europa. Die Daten zum PPI-Index in den USA für Januar erwiesen sich als Überraschung für die Märkte und zeigten einen Anstieg von 0,5%. Dies ist ein deutlich höheres Ergebnis als erwartet, was sich direkt in Sorgen über den weiteren Zinspfad der Federal Reserve niederschlug. Hauptfaktor für die Teuerung im Großhandelssektor waren Dienstleistungen, die die Stabilisierung der Warenpreise ausglichen. Gleichzeitig setzen die europäischen Aktienindizes ihre Rekordserie fort, und Aktien steuern auf den achten Monat in Folge mit Gewinnen zu – dies ist die längste solche Serie seit 2013. Investoren nahmen die Finanzberichte wichtiger Akteure wie IAG (Eigentümer von British Airways), der die Gewinnschätzungen übertraf, oder Netflix, der nach dem Rückzug aus dem kostspieligen Kampf um Übertragungsrechte zulegte, begeistert auf. Positive Stimmung herrscht auch in der Schweiz, wo die Wirtschaft im letzten Quartal 2025 eine leichte Erholung verzeichnete, die die früheren pessimistischen Prognosen übertraf. Historisch wurden Perioden stabiler Hausse an europäischen Börsen oft durch plötzliche Inflationssprünge in den USA unterbrochen, die die Zentralbanken zu aggressiver Straffung der Geldpolitik zwangen. Ein Schatten auf die europäische Industrie wirft jedoch die Lage im Chemiesektor. Der Gigant BASF kündigte Pläne für drastische Einsparungen und Stellenabbau in Deutschland an, wobei ein erheblicher Teil der Operationen nach Asien verlagert werden soll. Diese Entscheidung resultiert aus der anhaltenden Flaute und den hohen Energiekosten, die das Unternehmen zu einer radikalen Umstrukturierung seines Geschäftsmodells zwingen. Auf den asiatischen Märkten wurden hingegen große Umwälzungen im Halbleitersektor verzeichnet – globale Fonds zogen fast 5 Milliarden Dollar aus koreanischen Aktien nach einer Phase intensiver Gewinne zurück, was zu Schwankungen bei ETF-Fonds führte. „BASF seeks more cost cuts as 2026 profit could slip” (BASF strebt weitere Kostensenkungen an, da der Gewinn 2026 sinken könnte) — Vertreter von BASF In Großbritannien geriet das britische Pfund unter Druck nach einer lokalen Niederlage der Labour Party, die Investoren als Signal politischer Unsicherheit vor den bevorstehenden Parlamentswahlen deuteten. Gleichzeitig entschied sich JPMorgan, Gewinne aus dem Rally des chinesischen Yuan zu realisieren, was auf einen vorsichtigeren Ansatz bei Vermögenswerten der Schwellenmärkte hindeutet. Globale Akteure bereiten sich nun auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten vor, die ein Schlüsselindikator für den Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt angesichts der wiederkehrenden Inflation sein werden.
Perspektywy mediów: Medien mit liberalem Profil betonen die Widerstandsfähigkeit der europäischen Märkte und die hervorragenden Ergebnisse von Luftfahrt- oder Technologieunternehmen trotz der Inflation in den USA. Konservative und Wirtschaftsmedien konzentrieren sich auf die negativen Auswirkungen der Klimapolitik in Europa, wofür die Abwanderung der BASF-Industrie nach Asien ein Beispiel ist.