In Frankreich wurden am vergangenen Wochenende zwei weitere Morde an Frauen registriert, bei denen es sich wahrscheinlich um Femizide handelt. In Les Lilas bei Paris wurde am 23. Februar die Leiche einer Frau mit Messer- und Hammerverletzungen gefunden, ihr Partner wurde festgenommen. Einen Tag zuvor ordnete ein Gericht im Département Seine-et-Marne die Untersuchungshaft für einen Mann an, der gestanden hatte, seine Ex-Partnerin auf besonders brutale Weise getötet zu haben.
Makabrer Fund in Les Lilas
Am 23. Februar wurde in einer Wohnung der Eltern des Verdächtigen in Les Lilas die Leiche einer Frau gefunden. Das Opfer wies zahlreiche Stichverletzungen und Spuren von Schlägen mit einem stumpfen Gegenstand, wahrscheinlich einem Hammer, auf.
Partner des Opfers in Polizeigewahrsam
Der Mann, der Partner der ermordeten Frau war, wurde festgenommen und befindet sich in garde à vue. Die Ermittler haben bisher weder seine Personalien noch die Motive bekannt gegeben.
Untersuchungshaft im Fall Seine-et-Marne
Bereits am 21. Februar ordnete ein Gericht die Untersuchungshaft für einen Mann an, der gestanden hatte, seine Ex-Partnerin im Département Seine-et-Marne getötet zu haben. Die Leiche des Opfers war verstümmelt.
Anklage wegen Mordes durch Partner
Der Verdächtige aus Seine-et-Marne wurde formell des 'meurtre par conjoint' (Mord durch Ehegatten/Partner) angeklagt. Ihm droht lebenslange Haft.
Fortsetzung einer traurigen Statistik
Diese Vorfälle reihen sich in die düstere Statistik der Femizide in Frankreich ein, wo alle drei Tage eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners stirbt.
Innerhalb eines Wochenendes kam es in Frankreich zu zwei Morden an Frauen, die nach ersten Ermittlungen von ihren Partnern begangen wurden. Am Samstag, dem 23. Februar, wurde in Les Lilas, einem Vorort von Paris, in einer Wohnung, die den Eltern des Verdächtigen gehört, die Leiche einer Frau gefunden. Medienberichten zufolge erlitt das Opfer, dessen Alter und Identität noch nicht offiziell bestätigt wurden, den Tod durch zahlreiche Stichverletzungen und Verletzungen durch Hammerschläge. Ihr Partner, der sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, wurde von der Polizei festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam (garde à vue). Die Staatsanwaltschaft in Bobigny ermittelt in dieser Sache. Die Ermittler haben die Tatort gesichert und vernehmen Zeugen. Etwas früher, bereits am Freitag, dem 21. Februar, befasste sich die Justiz mit einem anderen, besonders brutalen Mord. Im Département Seine-et-Marne ordnete ein Gericht die Untersuchungshaft für einen Mann an, der gestanden hatte, seine Ex-Partnerin ermordet zu haben. Aus Angaben der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass die Leiche der Frau in einem Zustand gefunden wurde, der auf besondere Grausamkeit des Täters hindeutet. Medien, die sich auf Ermittlungskreise berufen, berichten, dass das Opfer „ausgeweidet und erwürgt” wurde. Der Verdächtige wurde des „meurtre par conjoint” angeklagt, was im französischen Strafgesetzbuch Mord durch Ehegatten, Lebensgefährten oder Ex-Partner bedeutet. Für diese Tat droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. In Frankreich ist der Kampf gegen häusliche Gewalt und Femizide nach einer Reihe von spektakulären Fällen Ende der 2010er Jahre zu einer Priorität der Innenpolitik geworden. 2019 initiierte die Regierung die sogenannte „Grenelle contre les violences conjugales”, eine Konsultationsreihe, die ein Paket von 46 Maßnahmen hervorbrachte, darunter die Erhöhung der Mittel für Frauenhäuser, die Einführung elektronischer Fußfesseln für Täter mit Annäherungsverbot und die Vereinfachung des Beschwerdeverfahrens. Diese beiden Vorfälle haben die Öffentlichkeit erschüttert und an das anhaltende, systemische Problem der Gewalt gegen Frauen erinnert. Feministische Organisationen warnen seit Jahren, dass in Frankreich alle drei Tage eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners stirbt. Offiziellen Daten des Innenministeriums zufolge wurden 2023 94 solcher Tötungen registriert, eine Zahl, die seit Jahren trotz Regierungsankündigungen eines „großen nationalen Kampfes” auf ähnlichem Niveau bleibt.
Perspektywy mediów: Linke Medien und Frauenorganisationen betonen den systemischen Charakter des Problems und fordern dringende Justizreformen und höhere Ausgaben für Prävention. Sie weisen auf die Unzulänglichkeit des Opferschutzsystems hin. Konservative und rechte Medien konzentrieren sich oft auf die Details der Verbrechen und stellen sie als isolierte Tragödien dar. Sie thematisieren auch die individuelle Verantwortung der Täter und vermeiden eine breitere Erzählung über strukturelle Gewalt.