Der deutsche Aktienindex DAX beendete die jüngsten Notierungen mit einem Rückgang von 0,9 % und erreichte einen Stand von 25.044 Punkten. Obwohl es der Börse gelang, das wichtige Unterstützungsniveau zu halten, verschlechterten schwache Quartalsberichte von Airbus und Renault zusammen mit Sorgen über eine Eskalation der Spannungen im Nahen Osten die Anlegerstimmung erheblich. Der Anstieg der Erdgas- und Ölpreise belastete die europäischen Parkette zusätzlich und beendete die zweitägige Gewinnserie aus der Wochenmitte.

Rückgang des DAX-Index

Der deutsche Börsenbarometer verlor 0,9 % und schloss bei 25.044 Punkten nach enttäuschenden Unternehmensberichten.

Krise im Luftfahrtsektor

Die Aktien von Airbus und MTU Aero Engines verzeichneten starke Rückgänge aufgrund von Problemen in der Lieferkette und Gewinnprognosen.

Anstieg der Rohstoffpreise

Die Preise für Erdgas stiegen um 8 % aufgrund von Spannungen in der Region der Straße von Hormus, was Energieunternehmen belastete.

Nach zwei Tagen dynamischer Gewinne, in denen der DAX die psychologische Barriere von 25.000 Punkten zurückeroberte, kehrte auf dem Parkett in Frankfurt eine Korrektur ein. Der Leitindex fiel um 0,9 % auf 25.044 Punkte und bewegte sich während der Sitzung zeitweise sogar unter diese Grenze. Als entscheidender Faktor, der den Aufschwung bremste, erwies sich die Ergebnissaison. Das Unternehmen Airbus enttäuschte Anleger mit Lieferprognosen, was zu einem fast zweiprozentigen Rückgang seiner Wertpapiere führte. Ähnlich litten die Aktien von Renault nach Berichten über Verluste in Milliardenhöhe, was sich auf den gesamten Automobilsektor auswirkte. Die Lage an den Märkten wird durch die sich dynamisch verändernde geopolitische Situation kompliziert. Anleger beobachten besorgt die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sowie mögliche Störungen im Transport von LNG durch die Straße von Hormus. Infolgedessen stiegen die Erdgaspreise in Europa um etwa 8 % und erreichten Niveaus, die seit dem Sommer 2025 nicht mehr gesehen wurden. Höhere Energiekosten sind eine direkte Bedrohung für die Rentabilität der deutschen Industrie, was sich sofort in den Kursen von Unternehmen wie RWE oder Siemens Energy widerspiegelte, die deutliche Rückgänge verzeichneten. Der DAX-Index, der 1988 mit einem Basiswert von 1000 Punkten gegründet wurde, gilt als Barometer der deutschen Wirtschaft und ist einer der wichtigsten Börsenindizes in Europa, der die 40 größten Aktiengesellschaften nach Marktkapitalisierung zusammenfasst.Auf dem MDax erregte der Broker FlatexDegiro große Aufmerksamkeit, dessen Aktien nach der Veröffentlichung einer neuen Dividendenpolitik, die die überhöhten Markterwartungen nicht erfüllte, über 7 % verloren. Trotz der allgemeinen Pessimismus stachen die Aktien von Vonovia und Münchner Rück positiv hervor. Experten weisen darauf hin, dass sich der Markt derzeit in einer Phase des Abwartens auf weitere makroökonomische Daten der Bundesbank sowie die Protokolle der Sitzung der Fed befindet, die den weiteren Kurs der Geldpolitik weltweit aufzeigen könnten. „Jetzt wird sich zeigen, ob sich oberhalb von 25.000 Punkten ausreichend viele Käufer finden, die bereit sind, den Index auf neue historische Höhen zu führen.” — Thomas Altmann (Analyst QC Partners)25 044 — Schlussstand des DAX-IndexDAX-Notierungen im Februar 2026: 2026-02-18: 25278, 2026-02-19: 25191, 2026-02-20: 25044

Mentioned People

  • Thomas Altmann — Analyst des Unternehmens QC Partners, der die technische Situation am DAX-Index kommentiert.
  • Frank Meyer — Börsenkorrespondent von n-tv, der über die Ursachen der schlechteren Stimmung an der Börse berichtet.