Der zu David Ellison gehörende Konzern Paramount Skydance hat sich als Sieger im Rennen um die Übernahme von Warner Bros. Discovery durchgesetzt. Der entscheidende Moment war der Rückzug von Netflix aus der weiteren Auktion, trotz einer früheren Vereinbarung aus dem Dezember 2024. Der Vorstand von Warner Bros. erkannte das Angebot von Paramount in Höhe von 31 Dollar pro Aktie als „überlegenes Angebot“ an. Die Transaktion mit einem Gesamtwert von 111 Milliarden Dollar steht nun vor einer strengen Prüfung durch Kartellbehörden in Kalifornien und auf Bundesebene.
Sieg für Paramount Skydance
David Ellison besiegte Netflix mit einem Angebot von 111 Milliarden Dollar für die gesamten Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery.
Netflix zieht sich aus dem Wettbewerb zurück
Der Streaming-Gigant zog sich aus der Auktion zurück, was Investoren beruhigte und den Aktienkurs des Unternehmens um 10% steigen ließ.
Regulatorische Hürden
Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien sowie US-Senatoren kündigen eine strenge kartellrechtliche Überprüfung der Fusion an.
Die Medienlandschaft in Hollywood erfährt eine grundlegende Transformation nach der Ankündigung, dass Paramount Skydance Warner Bros. Discovery (WBD) übernehmen wird. Der Prozess beschleunigte sich am Donnerstag, als der WBD-Vorstand das Angebot von Paramount offiziell als vorteilhafter gegenüber der bisherigen Vereinbarung mit Netflix einstufte. Der Streaming-Gigant, der über ein viertägiges Zeitfenster zur Anpassung seines Angebots verfügte, zog sich überraschend aus dem weiteren Wettbewerb zurück, was eine enthusiastische Reaktion an der Börse und einen Anstieg der Netflix-Aktie um fast 10 Prozent auslöste. Investoren atmeten erleichtert auf, da sie zuvor eine finanzielle Überlastung des Unternehmens durch den Kauf traditioneller TV-Vermögenswerte befürchtet hatten. Im Rahmen einer Einigung wird Paramount Netflix 2,8 Milliarden Dollar Vertragsbuße zahlen. Hollywoods Geschichte kennt bereits große Konsolidierungen, wie die Übernahme von 21st Century Fox durch Disney im Jahr 2019 für 71 Milliarden Dollar, die den digitalen Unterhaltungsmarkt für Jahre prägte. Das siegreiche Angebot von Paramount beläuft sich auf 111 Milliarden Dollar, was 31 Dollar für jede WBD-Aktie entspricht. Im Gegensatz zum selektiven Angebot von Netflix umfasst der Vorschlag von David Ellison die „gesamte Kuppel“ der Vermögenswerte, darunter das prestigeträchtige Filmstudio, die Marke HBO und mit Werbeproblemen kämpfende Kabelkanäle wie CNN und Discovery Channel. David Zaslav, derzeitiger CEO von WBD, äußerte Begeisterung über das Potenzial der vereinten Kräfte von Paramount und Warner Bros. Diese Begeisterung wird jedoch von den Regulierungsbehörden gedämpft. Der kalifornische Generalstaatsanwalt, Rob Bonta, kündigte eine strenge Untersuchung an und betonte, dass die Fusion zweier Titanen der Filmindustrie noch nicht besiegelt sei und ein vollständiges kartellrechtliches Prüfverfahren durchlaufen müsse. „Paramount/Warner Bros is not a done deal. These two Hollywood titans have not cleared regulatory scrutiny.” (Paramount/Warner Bros ist noch kein abgeschlossenes Geschäft. Diese beiden Hollywood-Titanen haben die regulatorische Prüfung noch nicht bestanden.) — Rob Bonta Das politische Echo der Transaktion erreichte Washington, wo Senatorin Elizabeth Warren die Fusion als „kartellrechtliche Katastrophe“ bezeichnete und den Einfluss der Administration von Donald Trump auf das Verhandlungsergebnis in Frage stellte. Senator Cory Booker forderte David Ellison auf, vor dem Justizausschuss des Senats auszusagen. Innerhalb der Strukturen von Warner Bros. sind die Stimmungen gemischt; Mitarbeiter des Senders CNN fürchten Restrukturierungen und Doppelungen von Rollen nach der Fusion mit der Nachrichtenabteilung von CBS. Trotz dieser Befürchtungen rief CNN-Chef Mark Thompson das Personal dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich angesichts des bevorstehenden Wahljahres auf die journalistische Arbeit zu konzentrieren.
Perspektywy mediów: Hebt die Gefahren für Arbeitsplätze, die Meinungsfreiheit und den politischen Einfluss von mit Donald Trump verbündeten Milliardären auf den Medienmarkt hervor. Betonte die Vorteile für Aktionäre, die Verbesserung der Finanzergebnisse und die Notwendigkeit der Konsolidierung für das Überleben traditioneller Filmstudios.
Mentioned People
- David Ellison — CEO von Paramount Skydance und Hauptarchitekt der Übernahme von Warner Bros.
- Ted Sarandos — Mitgeschäftsführer von Netflix, der die Bedingungen im Weißen Haus verhandelte.
- Rob Bonta — Generalstaatsanwalt von Kalifornien, der die Untersuchung zur Fusion leitet.
- David Zaslav — Geschäftsführer von Warner Bros. Discovery.
- Elizabeth Warren — US-Senatorin, die die Fusion als Gefahr für den Wettbewerb kritisiert.