Papst Leo XIV. warnte bei einem Treffen mit dem Klerus der Diözese Rom davor, persönliche Glaubenszeugnisse in der Seelsorge durch Werkzeuge der künstlichen Intelligenz zu ersetzen. Die Veranstaltung in der Paul-VI.-Halle versammelte fast tausend Priester. Der Heilige Vater betonte, dass eine wirksame Verkündigung des Evangeliums ein authentisches geistliches Leben und Nähe zur Gemeinschaft der Gläubigen erfordert.

Warnung vor künstlicher Intelligenz

Papst Leo XIV. sprach sich deutlich gegen die Nutzung von künstlicher Intelligenz zum Verfassen von Predigten aus und behauptete, dass sie unfähig sei, den Glauben zu vermitteln. Er betonte, dass ein lebendiger Mensch für die Evangelisierung unerlässlich ist.

Herausforderungen der zeitgenössischen Seelsorge

Während des Treffens wurden die Themen des Verschwindens der Glaubensweitergabe in Familien und der illusorischen Wirksamkeit eines auf Internetpopularität basierenden Dienstes angesprochen. Der Papst wies auf die Notwendigkeit einer tiefen Kenntnis der Gemeinschaft hin.

Treffen mit dem Klerus von Rom

Die Veranstaltung fand in der Paul-VI.-Halle im Vatikan statt und versammelte fast tausend römische Pfarrer und Priester. Das Treffen fiel mit der Fastenzeit zusammen, was der Papst scherzhaft kommentierte.

Papst Leo XIV. gab bei einem Treffen mit dem Klerus der Diözese Rom im Vatikan eine klare Warnung vor der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) in der Seelsorge, insbesondere bei der Erstellung von Predigten, aus. In seiner Ansprache in der Paul-VI.-Halle, die fast tausend Priester versammelte, erklärte der Heilige Vater: „„Künstliche Intelligenz wird den Glauben nicht vermitteln”” — Leo XIV. Seiner Ansicht nach besteht die Aufgabe einer Predigt genau darin, den Glauben zu vermitteln, und technologische Werkzeuge können dies nicht ersetzen. Der Papst bezog sich auch auf die umfassenderen pastoralen Herausforderungen in einer postmodernen Welt, wies auf das Verschwinden der familiären Glaubensweitergabe hin und auf die Illusion der Wirksamkeit, die auf Popularität in sozialen Medien basiert. Die Frage der Haltung der katholischen Kirche zu neuen Technologien hat eine lange Geschichte. Seit der Erfindung des Buchdrucks, über Radio und Fernsehen bis zum Internet hat das kirchliche Lehramt stets zu einem umsichtigen Einsatz von Kommunikationsmitteln für die Evangelisierung ermutigt, gleichzeitig aber die Unersetzlichkeit persönlicher Begegnung und Zeugenschaft betont. Der Papst kommentierte auch das Paradoxon der Gegenwart: Obwohl Priester viele Follower und Likes im Netz haben können, übersetzt sich Popularität nicht automatisch in die Wirksamkeit der Evangeliumsverkündigung. „„Es geht nicht um dich: Wenn wir nicht die Botschaft Jesu Christi vermitteln, irren wir uns vielleicht”” — Leo XIV – bemerkte er. Er betonte, dass für den Seelsorger authentische Nähe zur Gemeinschaft und ein tiefes Verständnis ihres Lebens und ihrer Bedürfnisse entscheidend sind. Das Treffen, das in die Zeit der Fastenzeit fiel, begann der Papst mit dem Scherz, dass es nicht als Buße behandelt werden sollte. Seine Botschaft weist jedoch auf die Notwendigkeit einer tiefen Reflexion über die Richtung der zeitgenössischen Evangelisierung angesichts technologischer und kultureller Veränderungen hin.

Mentioned People

  • Leon XIV — Papst der katholischen Kirche, sprach zu den Priestern der Diözese Rom
  • Amata J. Nowaszewska — Autorin des Berichts für Vatican News (CSFN - Kongregation der Schwestern der Heiligen Familie von Nazareth)