Die französische Landwirtschaftsministerin Annie Genevard hat die Aufhebung fast aller regulierten Zonen angekündigt, die zur Bekämpfung der Epidemie der Lumpy Skin Disease bei Rindern eingeführt worden waren. Die Entscheidung fiel kurz vor der Eröffnung des Internationalen Landwirtschaftssalons in Paris, der morgen beginnt. Trotz der verbesserten sanitären Lage wird die diesjährige Ausgabe der Messe als die erste in die Geschichte eingehen, bei der Besucher kein Rindvieh auf der Ausstellung sehen werden.
Ende der Gesundheitsblockaden
Die Landwirtschaftsministerin kündigte die Aufhebung der regulierten Zonen in ganz Frankreich an, mit Ausnahme eines kleinen Gebiets an der Grenze zu Spanien, was den Weg für normalen Handel ebnet.
Historischer Landwirtschaftssalon
Zum ersten Mal seit 1964 findet die Pariser Messe ohne die Teilnahme von Rindvieh statt. Die Entscheidung wurde aus Sicherheitsgründen getroffen, trotz der abklingenden Epidemie.
Investitionen in Technologien
Angesichts der Gesundheitskrise wird sich die Messe auf Landwirtschaft 2.0, den Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Anpassung an den Klimawandel konzentrieren.
Die französische Regierung hat das offizielle Ende der schärfsten Phase der Gesundheitskrise verkündet, die seit acht Monaten die dortige Rinderhaltung lahmgelegt hatte. Die Landwirtschaftsministerin, Annie Genevard, informierte am Freitagmorgen, dass seit dem 2. Januar 2026 kein neuer Fall von Lumpy Skin Disease (LSD) verzeichnet wurde. Infolgedessen wurde die Entscheidung getroffen, fast alle Beschränkungen für den Tierverkehr aufzuheben. Eine Ausnahme bildet ein kleiner Bereich im Departement Pyrénées-Orientales, was auf die Nähe eines Krankheitsherdes in Spanien zurückzuführen ist. Diese Entscheidung ist von entscheidender Bedeutung für den Agrarsektor, da sie den Landwirten die Rückkehr zum normalen Handel und zur wirtschaftlichen Tätigkeit ermöglicht. Diese Ankündigung fällt zeitlich mit der Eröffnung des Internationalen Landwirtschaftssalons (SIA) in Paris zusammen, der auch als „größter Bauernhof Frankreichs“ bekannt ist. Trotz der optimistischen Nachrichten halten die Veranstalter an der beispiellosen Entscheidung fest: Auf der vom 21. Februar bis 1. März dauernden Messe wird keine einzige Kuh zu sehen sein. Dies ist der erste derartige Fall seit der Gründung der Veranstaltung im Jahr 1964. Die Abwesenheit von lebendem Inventar ist ein enormer Imageschaden, der zu Spannungen zwischen der Regierung und den Landwirten geführt hat, die zuvor die Strategie der vollständigen Keulung von Herden kritisiert hatten. Die französische Landwirtschaft bildet seit Jahrzehnten das Fundament der politischen Identität des Landes, und der jährliche Besuch des Präsidenten auf dem Salon de l'Agriculture gilt als obligatorischer Popularitätstest bei der konservativen ländlichen Wählerschaft. „Die Zeit und das gewählte Protokoll haben uns Recht gegeben, denn seit dem 2. Januar haben wir keinen einzigen Fall von Lumpy Skin Disease mehr.” — Annie Genevard Der diesjährige Landwirtschaftssalon wird einen starken technologischen Akzent setzen. Angesichts des Fehlens von Rindern wird die Aufmerksamkeit der Medien und Besucher auf künstliche Intelligenz und moderne Werkzeuge gerichtet sein, die die Landwirtschaft an den Klimawandel und neue virale Bedrohungen anpassen sollen. Die Behörden haben auch eine spezielle Verhaltensrichtlinie für Politiker eingeführt, um zu vermeiden, dass die Messe zur Arena brutaler vorwahlpolitischer Auseinandersetzungen wird. Der Verteidigungsminister Sébastien Lecornu hat bereits seine Anwesenheit und mehrfache Besuche angekündigt, was als Versuch interpretiert wird, eine stärkere Position der Regierung vor Ort aufzubauen. 600 000 — so viele Besucher erwarten die Veranstalter der Pariser Messe Änderung der Gesundheitsbeschränkungen: Regulierte Zonen: Fast 80% des Staatsgebiets → Nur ein Teil der Pyrénées-Orientales; Rinderhandel: Ausgesetzt oder streng limitiert → Wiederaufnahme des normalen Handels; Anwesenheit von Kühen auf dem SIA: Standardpräsentation (über 1000 Stück) → Völlige Abwesenheit (0 Stück) Liberale Medien betonen den Erfolg der Regierung bei der Eindämmung der Epidemie und legen den Schwerpunkt auf die technologische Transformation der Landwirtschaft als Zukunft des Sektors. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Demütigung der Züchter aufgrund leerer Ställe auf der Messe und kritisieren die frühere Keulungspolitik.
Mentioned People
- Annie Genevard — Landwirtschaftsministerin Frankreichs, die das Ende der Gesundheitskrise und die Aufhebung von Beschränkungen verkündete.
- Sébastien Lecornu — Verteidigungsminister Frankreichs, der eine aktive Präsenz auf dem Salon de l'Agriculture plant, um politisches Kapital zu stärken.
- Emmanuel Macron — Präsident Frankreichs, dessen Beziehungen zu den Landwirten traditionell während der jährlichen Messe getestet werden.