Drei Damhirsche aus dem Hirschpark in Hamburg wurden in das Reservat Klövensteen umgesiedelt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem es im alten Park zu tödlichen Kämpfen zwischen Männchen gekommen war und eines von ihnen eingeschläfert werden musste. Die Tiere kamen in ein sechs Hektar großes Gebiet, wo sie in einem kleineren Gehege überwacht werden, bevor sie auf das gesamte Gelände entlassen werden. Grund für den Umzug war die Unmöglichkeit, das Wohlergehen der Tiere am bisherigen Standort zu gewährleisten, wo es an Weibchen mangelte und Touristen sowie Hunde die Hirsche beunruhigten.
Umzug in neues Reservat
Drei Damhirsche aus dem Hirschpark im Hamburger Stadtteil Nienstedten wurden in das Reservat Klövensteen umgesiedelt. Die Tiere haben den Transport gut überstanden und befinden sich derzeit in einem kleineren, abgetrennten Gehege, bevor sie auf die sechs Hektar große Fläche gelangen.
Gründe für die Entscheidung
Der Umzug war notwendig, da im alten Park das Tierwohl nicht mehr gewährleistet werden konnte. Das Fehlen von Weibchen führte während der Brunftzeit zu brutalen Kämpfen zwischen Männchen, bei denen ein Hirsch starb und ein anderer nach Verletzungen eingeschläfert werden musste.
Probleme im alten Park
Neben den Kämpfen zwischen Männchen waren die Hirsche Stress durch die große Besucherzahl bis spätabends, die Anwesenheit von Hunden sowie das Fehlen von Rückzugsorten ausgesetzt. Die in den Jahren 2023 und 2024 durchgeführten Bauarbeiten verbesserten die Situation nicht.
Die Behörden des Bezirks Altona in Hamburg haben drei Damhirsche aus dem Hirschpark in Nienstedten in das größere und besser geeignete Reservat Klövensteen umgesiedelt. Die Entscheidung fiel nach einer Reihe von Vorfällen, die eine weitere Gewährleistung des Tierwohls am bisherigen Standort unmöglich machten. Die Tiere haben den Transport gut überstanden und befinden sich derzeit in einem kleineren, abgetrennten Gehege auf dem Gelände des Damhirsch-Reservats. Nach einer Anpassungs- und Beobachtungsphase können sie die gesamte, sechs Hektar große Fläche nutzen. Die unmittelbare Ursache für den Umzug waren tödliche Kämpfe zwischen Männchen, die während der Brunftzeit auftraten. Im alten Park gab es keine Weibchen, was zu aggressivem Verhalten und Konflikten führte. Infolgedessen starb einer der Hirsche, und ein zweiter, schwer verletzter, musste eingeschläfert werden. Der Damhirsch, eine in vielen Regionen Europas eingeführte Art, ist ein Herdentier mit ausgeprägtem Geschlechtsdimorphismus. Männchen, sogenannte Hirsche, führen während der Brunft (von September bis Oktober) erbitterte Kämpfe um den Zugang zu Weibchen, was unter Gefangenschaftsbedingungen, bei fehlenden Weibchen und begrenztem Raum, zu schweren Verletzungen und Tod führen kann. Die Probleme im Hirschpark beschränkten sich jedoch nicht nur auf innerartliches Verhalten. Wie das Bezirksamt mitteilte, waren die Hirsche aufgrund der großen Besucherzahl, die bis in die späten Abend- und Nachtstunden in den Park kam, ständigem Stress ausgesetzt. Die Anwesenheit von Hunden sowie das Fehlen geeigneter, ruhiger Rückzugsorte verschlechterten die Situation der Tiere zusätzlich. Die in den Jahren 2023 und 2024 durchgeführten Bauarbeiten zur Verbesserung der Bedingungen erwiesen sich als unzureichend, um den Hirschen Ruhe und Sicherheit zu garantieren. Die neue Heimat im Reservat Klövensteen soll den Tieren naturnähere Bedingungen bieten. Sechs Hektar Fläche bieten deutlich mehr Möglichkeiten zur Erkundung und zur Vermeidung potenzieller Stressquellen. Der Umzug ist ein Beispiel für Maßnahmen der lokalen Verwaltung als Reaktion auf Tierwohlprobleme in städtischen Parks und Zoos, wo mangelnder Raum und eine unausgewogene Herdenstruktur zu schwerwiegenden Folgen führen können.