Die ersten Märztage brachten einen dramatischen Anstieg der Verkehrsunfälle in ganz Polen. Die Behörden melden eine Serie von tödlichen Vorfällen, unter anderem auf den Landesstraßen Nr. 22 und 454. Besonders tragisch ist die Bilanz bei Motorradfahrern – allein am vergangenen Wochenende kamen vier Zweirad-Enthusiasten ums Leben. Die Polizei verweist auf tückische Wetterbedingungen, darunter tiefstehende Sonne und immer noch glatte Fahrbahnoberflächen.

Tod von vier Motorradfahrern

Der Saisonauftakt erwies sich als tragisch für Zweiradnutzer, die in verschiedenen Landesteilen ums Leben kamen.

Lähmung der Schnellstraßen

Kollisionen auf der A1, A4 sowie den Straßen S3 und S12 verursachten stundenlange Behinderungen für die Fahrer.

Opfer an Bäumen

Weitere tödliche Unfälle nach dem Aufprall auf Straßenbäume auf der DK22 und auf Strecken in Pommern.

Der Märzauftakt auf den polnischen Straßen war von einer Serie tragischer Ereignisse geprägt, die die Gefahren des beginnenden Motorradsaisons und des wechselhaften Wetters offenlegten. Die dramatischsten Meldungen kamen aus Masowien und der Woiwodschaft Lebus. Auf der Landesstraße 22, auf dem Abschnitt Kostrzyn nad Odrą – Słońsk, starb eine Frau, als ihr Auto gegen einen Baum prallte. Ein weiterer Unfall mit fast identischem Ablauf ereignete sich in Pommern, was erneut die Debatte über die Sicherheit auf baumbestandenen Strecken entfachte. In Rogoźno hat der Fahrer, der einen Fußgänger tödlich erfasste, Anklagepunkte erhalten und sich im Ermittlungsverfahren schuldig bekannt. Die Situation auf Schnellstraßen und Autobahnen war in den letzten Stunden kritisch. Die Autobahn A4 in Richtung Korczowa und die Schnellstraße S3 in Lebus wurden zeitweise durch Kollisionen und umgekippte Lkw blockiert. Besonders gravierend für Reisende waren zwei Verkehrsunfälle auf der Autobahn A1 in der Nähe von Pyrzowice. Sie ereigneten sich in nur 500 Metern Entfernung voneinander und lähmten den Verkehr in Richtung des Flughafens. Probleme gab es auch bei der Bahninfrastruktur; in Großpolen führte eine Störung der Schranken zu einer vollständigen Sperrung des örtlichen Bahnübergangs. Laut Daten des Hauptkommandos der Polizei ist der Übergang von Winter zu Frühling eine der gefährlichsten Zeiten auf den Straßen. Die scheinbar bessere Witterung verleitet zu höheren Geschwindigkeiten, obwohl die Asphalttemperatur nahe null Grad liegt, was die Griffigkeit der Reifen drastisch verringert. Verkehrssicherheitsexperten weisen besonders auf den Start der Motorradsaison hin, der in diesem Jahr besonders blutig verläuft. Meldungen über den Tod von vier Motorradfahrern am vergangenen Wochenende bestätigen die schlimmsten Befürchtungen der Rettungsdienste. Auch mit Beteiligung von Tieren kam es zu gefährlichen Vorfällen; in Podlachien prallten Fahrer auf Elche und Rehe, da sie auf glatter Fahrbahn nicht mehr bremsen konnten. Materialermüdung und menschliches Versagen komplettierten das Bild der Zerstörung – in einem Fall schlief der Fahrer eines Geflügeltransporters am Steuer ein, was zum Umkippen des Gespanns in einen Graben führte. Ein Misstrauensvotum gegenüber den eigenen Fähigkeiten sollten jene abgeben, die sich entschieden, unter Alkoholeinfluss zu fahren, was Ursache für Vorfälle in der Region Olsztyn war. „To był tragiczny weekend na drogach garnizonu mazowieckiego. Trzy osoby nie żyją, a 20 zostało rannych.” (Das war ein tragisches Wochenende auf den Straßen des Masowischen Garnisonsbereichs. Drei Menschen sind tot und 20 wurden verletzt.) — Polizei Masowien