In Paris findet die 33. Ausgabe des Wettbewerbs Grand Prix de la Baguette statt, an dem über 200 Brote teilnehmen. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro sowie einen prestigeträchtigen Vertrag für die jährliche Lieferung von Baguettes an den Élysée-Palast. Die Jury bewertet das lange Brot nach strengen Kriterien. Der Wettbewerb unterstreicht die Bedeutung des traditionellen Bäckerhandwerks in Frankreich, obwohl einige Teilnehmer auf die wachsenden Kundenerwartungen und Probleme mit der Rentabilität der Produktion von Brot in besserer Qualität hinweisen.
Hauptpreis: Lieferungen an den Élysée-Palast
Der Gewinner des Wettbewerbs erhält 4.000 Euro, einen Reputationszuwachs, neue Kunden sowie das einjährige Recht, Baguettes an die Residenz des französischen Präsidenten zu liefern.
Strenge Auswahl und Bewertung
Über 200 Baguettes gelangen auf lange Tische im Sitz der Pariser Bäckerinnung. Jedes wird vor der Bewertung durch die Jury nummeriert, gemessen und gewogen.
Herausforderungen für Handwerker
Die Teilnehmer weisen auf steigende Qualität und Kundenerwartungen hin. Sie legen Wert auf Fermentationszeit, Sauerteig und Mehl. Das beliebte „Baguette Tradition” hat jedoch eine psychologische Preisbarriere.
Paris ist Gastgeber des 33. Grand Prix de la Baguette, der im historischen Sitz der örtlichen Bäckerinnung stattfindet. Auf zwei langen Tischen werden über zweihundert Baguettes präsentiert, von denen jedes vor der Bewertung nummeriert, gemessen und gewogen wird. Der Hauptpreis ist nicht nur ein Scheck über 4.000 Euro und Prestige, sondern vor allem ein Jahresvertrag für die Belieferung des Élysée-Palastes mit Baguettes. Dieser Aspekt des Wettbewerbs unterstreicht seinen prestigeträchtigen Charakter und die enge Verbindung zur französischen Staatstradition. Organisatoren und Teilnehmer legen großen Wert auf handwerkliche Brotqualität. Wie die am Wettbewerb teilnehmenden Bäcker betonen, sind die Fermentationszeit, die Qualität des verwendeten Sauerteigs und die Art des Mehls entscheidend für den endgültigen Geschmack und die Struktur des Brotes. Einer der Veteranen des Wettbewerbs, Vincent Joly von der Kette „Grenier à Pain”, stellt fest, dass die Qualität der Baguettes in Paris steigt und die Kunden anspruchsvoller werden. Dabei ist es bereits Standard geworden, das teurere und traditionellere „Baguette Tradition” anstelle einfacherer Versionen zu backen. Gleichzeitig gibt es eine wertvolle Grenze, die schwer zu überschreiten ist – laut Joly sollte der optimale Preis für dieses bessere Brot 2 Euro betragen, doch die psychologische Barriere für die Pariser liegt zwischen 1,30 und 1,50 Euro pro Stück. Dies weist auf die wirtschaftlichen Herausforderungen hin, mit denen selbst anerkannte Handwerker konfrontiert sind. 33 — Ausgabe des Grand Prix de la Baguette in Paris Das Baguette, als kulturelles Symbol Frankreichs, wurde 2022 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Das traditionelle Backen dieses Brotes nach streng festgelegten Regeln soll die französische Bäckerkunst vor der Industrialisierung schützen.Bewertet werden nicht nur Geschmack und Knusprigkeit der Kruste, sondern auch die richtige Porosität der Krume sowie die Länge des Brotes. Auf dem Markt herrscht ein starker Wettbewerb zwischen französischen Mühlen wie Foricher, die hochwertiges Mehl liefern. Der Prozess der Teigzubereitung kann bis zu 24 Stunden dauern, was zeigt, wie arbeitsintensiv und anspruchsvoll die Herstellung des perfekten Baguettes ist. Der Wettbewerb erfüllt somit eine doppelte Rolle: Er fördert das lokale Handwerk auf höchstem Niveau und ist gleichzeitig ein Barometer für den Zustand dieser traditionellen Branche in Zeiten steigender Kosten und Verbraucheranforderungen.
Mentioned People
- Saloua Ylian — Bäckerin aus der Pariser Bäckerei „Bonjour Paris”, backt täglich etwa 300 Baguettes.
- Vincent Joly — Inhaber der Bäckereikette „Grenier à Pain” mit 25 Filialen, seit 20 Jahren Teilnehmer am Wettbewerb.
- Jordan Lardeux — Bäcker, der die Mühle Foricher im Baguette-Wettbewerb vertritt.