Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo kam es zu einem historischen Ereignis im Rennrodeln. Die deutsche Mixed-Staffel gewann die Goldmedaille, was es dem Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt ermöglichte, Natalie Geisenberger in der Rangliste der erfolgreichsten deutschen Wintersportler zu überholen. Das polnische Team belegte trotz eines guten Starts nach einem kostspieligen Fehler von Mateusz Sochowicz den achten Platz. Im Biathlon und Curling verzeichneten die deutschen Vertreter wechselhaftes Glück.

Historischer Rekord der Deutschen

Tobias Wendl und Tobias Arlt gewannen das siebte Gold und wurden damit zu den erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken der Geschichte.

Polnischer Fehler in der Staffel

Die polnische Mannschaft belegte im Rennrodeln den 8. Platz nach einem Fehler von Mateusz Sochowicz, trotz eines großartigen Starts von Klaudia Domaradzka.

Debüt von Julia Tannheimer

Die junge Biathletin ersetzt Selina Grotian im Samstagssprint in Anterselva nach schwachen Ergebnissen der älteren Kollegin.

Die deutsche Dominanz in der Eisrinne des Cortina Sliding Centre hält ununterbrochen seit dem Debüt des Staffelwettbewerbs im Jahr 2014 an. Das Team in der Besetzung: Julia Taubitz, Max Langenhan sowie die Duos Tobias Wendl und Tobias Arlt sowie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina, gewann Gold mit einem Vorsprung von 0,542 Sekunden vor Österreich. Für Wendl und Arlt, bekannt als „Bayern-Express”, war es das siebte olympische Gold ihrer Karriere, was sie zu neuen deutschen Rekordhaltern in Bezug auf die Anzahl der wertvollsten Medaillen bei Winterspielen macht. Die Gastgeber, die Italiener, mussten sich mit der Bronzemedaille begnügen. Die polnischen Rennrodler beendeten den Wettkampf auf dem vorletzten, achten Platz. Obwohl nach den Läufen von Klaudia Domaradzka sowie des Duos Wojciech Chmielewski und Michał Gancarczyk das polnische Team zeitweise führte, zerstörte der Fehler von Mateusz Sochowicz die Chancen auf eine hohe Platzierung. Sochowicz stieß zu Beginn seines Laufs gegen die Bande und verlor wertvolle Sekundenbruchteile. Die Polen konnten nur das geschwächte Team aus Rumänien überholen. In anderen Disziplinen mischten sich deutsche Erfolge mit Enttäuschungen – während die männliche Curling-Mannschaft unter Skip Marc Muskatewitz Italien und Norwegen besiegte, belegten die Biathleten, darunter Philipp Horn, nur entfernte Plätze im von Quentin Fillon Maillet dominierten Sprint. Die Mixed-Staffel im Rennrodeln wurde 2014 bei den Spielen in Sotschi ins olympische Programm aufgenommen. Seitdem hat die deutsche Mannschaft alle vier Austragungen dieses Wettbewerbs gewonnen und ihre absolute Hegemonie in dieser Disziplin bestätigt.7 — Goldmedaillen haben Tobias Wendl und Tobias Arlt insgesamt gewonnen Im Biathlon sind die Augen der Fans nun auf Julia Tannheimer gerichtet, die im Alter von 20 Jahren im Sprint debütieren und Selina Grotian ersetzen wird. In der Medaillenwertung nach 44 von 116 Entscheidungen führt Norwegen vor Italien und den USA. Deutschland belegt dank der Erfolge im Rennrodeln den vierten Platz. Polen wartet weiterhin auf durchschlagende Ergebnisse seiner Vertreter in technischen und Ausdauerdisziplinen. „„Wir machen das nicht für Rekorde, aber das Bewusstsein, an der Spitze der ewigen Bestenliste zu stehen, ist eine unglaubliche Belohnung für Jahre harter Arbeit.”” — Tobias WendlMedaillenspiegel nach 44 Entscheidungen: Norwegen: 7, Italien: 6, USA: 4, Deutschland: 4, Schweden: 4, Schweiz: 4

Mentioned People

  • Tobias Wendl — Deutscher Rennrodler, siebenfacher Olympiasieger.
  • Tobias Arlt — Deutscher Rennrodler, startet im Doppel mit Wendl, deutscher Rekordhalter.
  • Mateusz Sochowicz — Polnischer Rennrodler, dessen Fehler das Staffelergebnis beeinflusste.
  • Philipp Horn — Deutscher Biathlet, der im Sprint den 10. Platz belegte.
  • Marc Muskatewitz — Skip der deutschen Curling-Mannschaft.