Eine ehemalige Stadträtin der spanischen Stadt Móstoles hat beim Gericht offiziell Beschwerde gegen Bürgermeister Manuel Bautista von der Volkspartei eingereicht. Die Anklage umfasst sexuelle Belästigung, Mobbing sowie vier weitere strafrechtliche und persönliche Vergehen. Der Fall gewann an Fahrt, nachdem die Frau monatelang vergeblich die Parteiführung um eine interne Untersuchung gebeten hatte, was sie zwang, den rechtlichen Weg gegen den Stadtchef und die Parteistrukturen einzuschlagen.

Sechs strafrechtliche Vorwürfe

Bürgermeister Manuel Bautista sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, darunter sexuelle Belästigung, Mobbing und Geheimnisverrat staatlicher oder dienstlicher Informationen.

Vergeblicher parteiinterner Weg

Das Opfer bat über mehrere Monate hinweg die Volkspartei um Intervention, was vor der Einreichung der Angelegenheit beim Strafgericht keine Wirkung zeigte.

Politische Druck für Rücktritt

Linke Parteien sowie der koalierende Vox fordern den Rücktritt des Bürgermeisters angesichts ernsthafter strafrechtlicher Vorwürfe.

Eine ehemalige Stadträtin von Móstoles, einer südlich von Madrid gelegenen Stadt mit über 200.000 Einwohnern, reichte am Montag, 16. Februar 2026, eine umfangreiche Querella gegen den amtierenden Bürgermeister Manuel Bautista ein. Die Dokumentation ging an die Strafabteilung des Instanzgerichts und enthält Vorwürfe zu sexueller Belästigung, Belästigung am Arbeitsplatz (Mobbing), Verletzung der moralischen Integrität, Erpressung sowie Geheimnisverrat. Der Anwalt der Frau, Antonio Suárez-Valdés, betont, dass die Anklage auf umfangreichem Beweismaterial basiert, das monatelange Missbräuche belegen soll, die bereits im 2023 begonnen haben sollen. Die politische Lage um den Bürgermeister wird zunehmend schwieriger, da die linke Opposition sofortige Rücktritte fordert und die Koalitionspartner von Vox Bautista auffordern, „einen Schritt zurückzutreten”. Über viele Monate hinweg versuchte das Opfer, die Angelegenheit innerhalb der Strukturen der Volkspartei (PP) zu lösen, doch das Fehlen einer Reaktion seitens der regionalen Parteiführung führte zur Eskalation des Konflikts. Als Reaktion auf die Vorwürfe startete Manuel Bautista einen medialen Gegenangriff, indem er die sozialistische Opposition angriff und frühere Verwaltungsskandale aufgriff, was Beobachter als Ablenkungsstrategie von den gegen ihn erhobenen moralischen Vorwürfen werten. Die Volkspartei (PP) ist die wichtigste Mitte-rechts-Partei in Spanien, die wiederholt mit Imagekrisen im Zusammenhang mit ethischen Standards ihrer lokalen Führungskräfte in der Region Madrid konfrontiert war.Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Beschwerde zur weiteren Bearbeitung zugelassen wird und ob der Bürgermeister möglicherweise als Verdächtiger zur Stellungnahme aufgefordert wird. Der Anwalt der Klägerin weist darauf hin, dass die Anklage auch die Volkspartei selbst als Institution umfasst, die von den Vorfällen gewusst, aber keine angemessenen Schutzmaßnahmen für ihre Vertreterin ergriffen haben soll. Dieser Fall wird zu einem der schwerwiegendsten Tests für die neuen Standards im Kampf gegen Belästigung in der spanischen öffentlichen Verwaltung. „Die Querella basiert auf soliden Beweisen, die die Existenz sexueller Forderungen des Bürgermeisters gegenüber meiner Mandantin belegen werden.” — Antonio Suárez-ValdésLiberale Medien betonen die Trägheit der Volkspartei bei der Reaktion auf Hinweise zu Belästigung und fordern strenge personelle Konsequenzen. | Konservative Redaktionen weisen auf den politischen Kontext des Angriffs auf den Bürgermeister hin und erinnern an Korruptionsskandale seiner Vorgänger von der PSOE.

Mentioned People

  • Manuel Bautista — Bürgermeister von Móstoles für die Volkspartei, Hauptbeschuldigter in einem Fall von sexueller Belästigung und Mobbing.
  • Antonio Suárez-Valdés — Anwalt, der die ehemalige Stadträtin vertritt und auf Fälle von Belästigung und sexueller Belästigung spezialisiert ist.