Die deutsche Biathlon-Nationalmannschaft erlebt die schwierigsten Momente in der Geschichte ihrer Olympiateilnahmen. Bei den Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo gewann zum ersten Mal seit der Einführung des Frauenwettbewerbs im Jahr 1992 keine deutsche Staffel eine Medaille. Hauptfigur des Dramas wurde Franziska Preuß, deren Fehler auf der Schießbahn in Antholz die Chancen auf einen Podestplatz zunichtemachten. Gold gewannen souverän die Vertreterinnen Frankreichs.

Historischer Medaillenmangel der Staffeln

Zum ersten Mal seit 1992 gewann keine deutsche Staffel eine Medaille und beendete den Wettkampf auf vierten Plätzen.

Drama um Franziska Preuß

Die Führungsathletin des Kaders musste eine Strafrunde beim Stehendschießen laufen, was den Deutschen die Chancen auf einen Podestplatz in Antholz nahm.

Dominanz der französischen Vertretung

Die Französinnen gewannen die Goldmedaille, bestätigten ihren Status als beste Mannschaft der Welt und verwiesen die Staffeln Norwegens und Schwedens auf die Plätze.

Der deutsche Biathlon befindet sich in einer beispiellosen Krise, wie die Ergebnisse der Staffelwettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2026 bestätigten. Sowohl das Männer- als auch das Frauenteam belegten den für Sportler undankbarsten vierten Platz. Besonders schmerzhaft war die Niederlage der Biathletinnen, die über Jahre hinweg die Stärke der Disziplin ausmachten. Die Staffel in der Besetzung Julia Tannheimer, Franziska Preuß, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt konnte die Medaillenposition nicht verteidigen, was als historische Niederlage gewertet wird. Der Schlüsselmoment des Wettkampfs war das Stehendschießen, bei dem Franziska Preuß einen plötzlichen Formeinbruch erlitt. Die Deutsche musste eine Strafrunde laufen, was angesichts der phänomenalen Verfassung der Konkurrentinnen aus Frankreich und Norwegen einen nicht mehr aufzuholenden Rückstand bedeutete. Preuß beschrieb das Ereignis als „Blackout“ und räumte ein, dass der olympische Druck ihre mentalen Möglichkeiten überstieg. Nationaltrainer Kristian Mehringer und Sportdirektor Felix Bitterling betonen jedoch, dass nicht die Einzelperson, sondern das Ausbildungssystem die Schuld trägt, das in den letzten Jahren nicht genügend Talente hervorgebracht habe, die mit der sich absetzenden Weltspitze konkurrieren könnten. Deutschland dominierte jahrzehntelang im Biathlon, und seine Frauenstaffeln standen seit 1992 immer auf dem olympischen Podest und gewannen in dieser Zeit viele Goldmedaillen. Das diesjährige Fehlen einer Medaille in beiden Staffelwettbewerben wird als Ende einer Ära in den Wintersportarten diesseits der Oder angesehen. „„Es war wie ein Blackout, sobald ich auf der Matte stand. Es tut mir sehr leid für meine Teamkolleginnen, denn sie leiden am meisten unter meinen Fehlern auf der Schießbahn.“” — Franziska Preuß Während Deutschland die verpassten Chancen zählt und eine Rekordzahl vierter Plätze sammelt, bestätigten die Französinnen ihre Dominanz und gewannen die Goldmedaille trotz anfänglicher Probleme von Camille Bened. Experten weisen darauf hin, dass das französische Ausbildungssystem, das auf einem breiten Kader und modernen Trainingsmethoden basiert, ihnen einen enormen Vorsprung gegenüber dem Rest des Feldes verschafft hat. Die Strafrunde der deutschen Führungsathletin wurde zum Symbol der Ohnmacht, und den Vertretern bleibt nur noch eine letzte Chance auf individuellen Erfolg in den Massenstarts. 0 — Medaillen deutscher Staffeln zum ersten Mal in der Geschichte der Spiele Ergebnisse Frauenstaffel - Antholz 2026: 1. Frankreich — Gold; 2. Norwegen — Silber; 3. Schweden — Bronze; 4. Deutschland — +1:12.4

Mentioned People

  • Franziska Preuß — Deutsche Biathletin, Weltmeisterin, tragische Figur der olympischen Staffel im Jahr 2026.
  • Vanessa Voigt — Deutsche Biathletin, Schlussläuferin der Staffel, die trotz eines guten Laufs den Rückstand zum Podest nicht aufholen konnte.