Mindestens 30 Menschen kamen bei den heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen im Südosten Brasiliens ums Leben, und diese Bilanz könnte noch steigen. Die schwierigste Situation herrscht im Bundesstaat Minas Gerais, wo in den Städten Juiz de Fora und Ubá die Naturgewalten Dutzende Häuser zerstört haben. Rettungskräfte suchen nach 27 Vermissten, doch die Hoffnung, Überlebende unter den Schlammlawinen zu finden, schwindet drastisch. Die lokalen Behörden haben den Katastrophenfall ausgerufen, und Präsident Lula da Silva hat sofortige Bundeshilfe angekündigt.
Rekordzahl an Todesopfern
Die Zahl der bestätigten Todesopfer ist auf 40 gestiegen, wobei die meisten Todesfälle in der von Schlammlawinen heimgesuchten Stadt Juiz de Fora verzeichnet wurden.
Extreme Regenfälle
In der Region fielen über 580 mm Regen, was dem Doppelten der monatlichen Norm entspricht und dazu führte, dass der Fluss Paraibuna über die Ufer trat.
Schwindende Hoffnung auf Rettung
Die Rettungskräfte räumen ein, dass die Chancen, nach 48 Stunden noch lebende Personen unter dicken Schichten aus Schlamm und Schutt zu finden, minimal sind.
Katastrophale Regenfälle, die den Südosten Brasiliens heimgesucht haben, haben zu einer der größten Naturkatastrophen der Region in den letzten Jahren geführt. Die neuesten, vom Zivilschutz bestätigten Daten weisen auf 40 Todesopfer hin, wobei diese Bilanz sich noch ändern kann, da 27 Personen als vermisst gelten. Am stärksten betroffen war die halbe Million Einwohner zählende Stadt Juiz de Fora, wo Rekordniederschläge von 584 Litern pro Quadratmeter verzeichnet wurden. Dies ist eine Menge, die das Doppelte des Februardurchschnitts übersteigt. Bürgermeisterin Margarida Salomão hat den Katastrophenfall ausgerufen, und Schulen wurden in Notunterkünfte für Tausende Obdachlose umgewandelt. Die Hauptursache für die hohe Opferzahl waren heftige Schlammlawinen, die auf dicht besiedelte Stadtviertel an Hängen niedergingen. Im Stadtviertel Parque Burnier verschwanden mindestens 12 Wohngebäude unter Erdmassen. Der Fluss Paraibuna trat über die Ufer und verwandelte Straßen in reißende Ströme, wodurch einige Stadtteile von der Außenwelt abgeschnitten wurden. Feuerwehrleute, unterstützt vom Militär und Suchhunden, arbeiten unter extrem schwierigen Bedingungen und durchsuchen die Trümmer. Die Situation wird dadurch verschärft, dass der Boden völlig wassergesättigt ist, was das Risiko weiterer Erdrutsche birgt, selbst bei schwächeren Niederschlägen, die bis zum Wochenende prognostiziert werden. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva versicherte die volle Mobilisierung der Bundesregierung zur Bereitstellung humanitärer Hilfe und zum Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur. Die Wetterdienste betonen, dass der Februar 2026 als der regenreichste Monat in der Messgeschichte dieser Region verzeichnet wurde. Experten weisen darauf hin, dass die Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse in Brasilien durch den fortschreitenden Klimawandel verstärkt wird, der die Wetterzyklen in Südamerika destabilisiert. Der Südosten Brasiliens kämpft aufgrund seiner bergigen Topografie und der dichten Bebauung von Favelas an Hängen regelmäßig mit den tragischen Folgen der Regenzeit. Die verheerendste Flutkatastrophe in der Geschichte der Region im Jahr 2011 im Bundesstaat Rio de Janeiro forderte über 900 Todesopfer.
Mentioned People
- Luiz Inácio Lula da Silva — Der brasilianische Präsident, der die Bereitschaft der Regierung zur Unterstützung der betroffenen Regionen ankündigte.
- Margarida Salomão — Die Bürgermeisterin von Juiz de Fora, die den Katastrophenfall in der Stadt ausrief.