Die französische Polizei hat insgesamt neun Personen im Zusammenhang mit dem Tod des 23-jährigen Quentin Deranque festgenommen, der in Lyon tödlich verprügelt wurde. Unter den Festgenommenen befindet sich Jacques-Elie Favrot, parlamentarischer Assistent des Abgeordneten Raphaël Arnault von der linksradikalen Partei La France Insoumise. Das Ereignis hat eine tiefe politische Krise ausgelöst, und die Opposition wirft der Partei von Jean-Luc Mélenchon moralische Verantwortung für die Brutalisierung des öffentlichen Lebens vor.

Serie von Festnahmen in Lyon

Die Polizei nahm neun Personen fest, die verdächtigt werden, an dem tödlichen Lynchmord an dem jungen Aktivisten Quentin Deranque vor dem Sciences Po beteiligt gewesen zu sein.

Assistent eines Abgeordneten unter Verdacht

Unter den Festgenommenen befindet sich Jacques-Elie Favrot, ein Mitarbeiter des Abgeordneten Raphaël Arnault, was einen gewaltigen Skandal in der Nationalversammlung auslöste.

Plötzliche Spaltung der Linken

Raphaël Glucksmann schloss die Möglichkeit eines Wahlbündnisses mit LFI aus und beschuldigte die Partei der moralischen Verantwortung für die Eskalation der Gewalt.

Die Ermittlungen zum brutalen Lynchmord am 23-jährigen Quentin Deranque haben an Fahrt aufgenommen und führten am Dienstag, dem 17. Februar 2026, zur Festnahme von neun Personen. Unter den Verdächtigen, deren Alter um die 20 Jahre liegt, befinden sich sieben Männer und zwei Frauen. Eine Schlüsselfigur im Zentrum des Skandals ist Jacques-Elie Favrot, ein enger Mitarbeiter des Abgeordneten Raphaël Arnault. Favrot wurde von Zeugen als Teilnehmer an Auseinandersetzungen identifiziert, die am Donnerstagabend vor dem Gebäude des Sciences Po in Lyon ausbrachen, wo eine Konferenz der Europaabgeordneten Rima Hassan stattfand. Das Opfer des Angriffs, Quentin Deranque, der mit identitären Kreisen verbunden war, starb am Samstag im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Die Ermittlungen, ursprünglich wegen Körperverletzung geführt, wurden auf Totschlag umgestellt. Das Ereignis fand breites Echo in der Nationalversammlung, wo die Präsidentin Yaël Braun-Pivet entschied, Favrots Zugangsrecht zum Parlament sofort zu suspendieren. Obwohl Arnaults Assistent eine Beteiligung an dem Lynchmord bestreitet und sich für die Dauer der Ermittlungen freiwillig von seinen Aufgaben zurückgezogen hat, wächst der politische Druck auf die Partei La France Insoumise (LFI) stetig. Die französische politische Szene kämpft seit Jahren mit der Radikalisierung von Gruppen des linken und rechten Extremismus, was an Spannungen aus den 1930er Jahren erinnert. Die von Arnault gegründete Organisation Junge Garde wird regelmäßig von der Rechten beschuldigt, gegenüber politischen Gegnern Gewalt anzuwenden.Diese Situation hat Risse auf der linken Seite der französischen politischen Bühne verursacht. Raphaël Glucksmann von der Partei Place Publique kritisierte LFI offen und hielt es für unmöglich, die Idee eines Bündnisses vor den Präsidentschaftswahlen 2027 weiter zu pflegen. Raphaël Arnault hingegen verteidigt sich und behauptet, während des Vorfalls versucht zu haben, als "Barriere" zu fungieren, um die verfeindeten Gruppen zu trennen. Kritiker weisen jedoch auf Verbindungen zwischen LFI-Abgeordneten und Schlägertrupps wie Antifa oder der Jungen Garde hin. „Es ist undenkbar, dass die Linke angesichts einer solchen Brutalisierung der öffentlichen Debatte auch nur den geringsten Zweifel an einer möglichen Allianz mit La France Insoumise hegt.” — Raphaël Glucksmann9 Personen — wurden im Laufe der Ermittlungen festgenommen Innenminister Laurent Nuñez wies direkt auf die Verantwortung linksradikaler Kreise hin, was die ohnehin bereits angespannte gesellschaftliche Stimmung verschärfte. In konservativen Medien wird der Tod Deranques mit symbolischen Opfern politischer Auseinandersetzungen der Vergangenheit verglichen, während linke Medien die Notwendigkeit einer genauen Aufklärung der Umstände vor einer Urteilsfällung betonen.Betonte die Notwendigkeit der Unschuldsvermutung für den Assistenten und warnte davor, die Tragödie für einen politischen Angriff auf die gesamte LFI-Formation zu instrumentalisieren. | Hob die Verbindungen von Abgeordneten zu Schlägertrupps hervor und beschuldigte die radikale Linke, Hass zu säen, der zur physischen Eliminierung von Gegnern führe.

Mentioned People

  • Raphaël Arnault — Abgeordneter der Partei La France Insoumise für Vaucluse, Gründer der Gruppe Jeune Garde.
  • Jacques-Elie Favrot — Parlamentarischer Assistent Arnaults, im Zusammenhang mit dem Tod von Quentin Deranque festgenommen.
  • Yaël Braun-Pivet — Präsidentin der Nationalversammlung, die Favrots Zugang zum Parlament suspendierte.
  • Raphaël Glucksmann — Europaabgeordneter, Mitbegründer der Partei Place publique, scharfer Kritiker der LFI.