US-Präsident Donald Trump hat eine Verordnung unterzeichnet, die Glyphosat als Substanz von strategischer Bedeutung für die Ernährungssicherheit und Verteidigung des Landes anerkennt. Diese Entscheidung, die auf Vorschriften aus der Zeit des Koreakrieges basiert, soll die kontinuierliche Produktion dieses umstrittenen Herbizids in den Vereinigten Staaten gewährleisten. Hauptnutznießer der neuen Regelungen ist der Konzern Bayer, der über seine Tochtergesellschaft Monsanto der einzige Hersteller dieser Substanz auf dem US-Markt ist.
Glyphosat als Verteidigungsprodukt
Präsident Donald Trump hat die Produktion von Glyphosat unter den Defense Production Act gestellt und es als für die Sicherheit unerlässlich anerkannt.
Unterstützung für den Konzern Bayer
Die Entscheidung unterstützt Bayer und seine Tochtergesellschaft Monsanto, den einzigen inländischen Hersteller des Herbizids in den USA.
Konflikt um Zollkosten
Der Berater des Weißen Hauses Kevin Hassett fordert Sanktionen gegen Analysten der Fed für einen Bericht über die Schädlichkeit von Zöllen.
Veränderungen in der amerikanischen Landwirtschaft
Landwirte erhöhen den Anbau von Sojabohnen auf 85 Mio. Acres dank der wiederbelebten Exportnachfrage aus China.
Präsident Donald Trump hat eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die Glyphosat und Phosphaten den Status von Gütern mit Verteidigungsbedeutung verleiht. Die Entscheidung wurde auf Grundlage des Defense Production Act (DPA) getroffen. Das Weiße Haus argumentiert, dass die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten von Pflanzenschutzmitteln die amerikanische Landwirtschaft dem Handeln „feindlicher externer Akteure” aussetzt. Derzeit ist Monsanto, eine Tochter des deutschen Giganten Bayer, der einzige Hersteller von Glyphosat auf dem Gebiet der USA. Das Defense Production Act von 1950 wurde in der Geschichte der USA mehrfach genutzt, nicht nur während militärischer Konflikte, sondern auch in Krisensituationen wie der COVID-19-Pandemie, um den Privatsektor zu mobilisieren.Dieser Schritt fällt zeitlich mit den rechtlichen Problemen des Unternehmens Bayer zusammen, das einen Vergleich in Höhe von 7 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit Klagen wegen der angeblichen Krebserregendheit des Präparats Roundup vorgeschlagen hat. Der neue Rechtsstatus soll Hersteller vor möglichen Produktionsausfällen aufgrund von Rohstoffknappheit oder Sanktionen schützen. Vertreter des Konzerns beruhigen, dass die neuen Regelungen in den Vereinigten Staaten die Verfügbarkeit des Mittels auf ausländischen Märkten nicht beeinflussen werden. Gleichzeitig hat die Trump-Administration den Streit mit der Federal Reserve verschärft. Der Wirtschaftsberater Kevin Hassett kritisierte scharf den Bericht der New Yorker Filiale der Fed, der darauf hinweist, dass die Kosten der Zölle hauptsächlich von amerikanischen Verbrauchern und Unternehmen getragen werden. Vor dem Hintergrund des Glyphosat-Streits bereiten sich amerikanische Landwirte auf eine Veränderung der Anbaustruktur vor. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) prognostiziert, dass in diesem Jahr der Anbau von Sojabohnen auf 85 Millionen Acres steigen wird, während die Anbaufläche für Mais zurückgehen wird. Dies ist eine direkte Folge der Wiederaufnahme des Exports nach China. Unterdessen erwarten Experten und Finanzmärkte mit Besorgnis die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über die Rechtmäßigkeit der vom Präsidenten eingeführten Zolltarife, die bereits in den nächsten Tagen erfolgen könnte. 7 mld USD — beträgt der Vergleichsvorschlag in den Glyphosat-ProzessenPrognostizierte Anbaufläche in den USA (in Mio. Acres): Soja (aktuell): 81.2, Soja (Prognose): 85.0Änderung des Rechtsstatus von Glyphosat in den USA: Marktstatus: Standard-Pflanzenschutzmittel → Produkt von strategischer Bedeutung (DPA); Position des Herstellers: Risiko von Produktionsausfällen und Klagen → Staatlicher Produktionsschutz
Mentioned People
- Donald Trump — US-Präsident, der die Verordnung über Glyphosat unterzeichnet hat und die Zollpolitik betreibt.
- Kevin Hassett — Chefökonom des Weißen Hauses, der Berichte der Federal Reserve kritisiert.