Die Lage an den Finanzmärkten bleibt angespannt angesichts des eskalierenden Konflikts zwischen der Regierung von Donald Trump und der Federal Reserve. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, kritisierte scharf einen Bericht der New Yorker Fed-Filiale über die Kosten von Zöllen und schlug vor, dessen Autoren zu bestrafen. Gleichzeitig trieben die zunehmenden Spannungen zwischen Washington und Teheran die Ölpreise über 70 Dollar pro Barrel, was Bedenken über die Nachhaltigkeit der globalen Konjunkturerholung weckt.

Angriff auf die Marktunabhängigkeit

Das Weiße Haus fordert die Bestrafung von Ökonomen der Fed für einen Bericht, der zeigt, dass amerikanische Verbraucher die Zölle zahlen, anstatt ausländische Exporteure.

Öl über psychologischer Barriere

Die Preise für Brent-Rohöl stiegen über 70 USD aufgrund des Risikos eines direkten militärischen Zusammenstoßes der USA mit dem Iran.

Fed bremst Senkungen

Das Protokoll der Sitzung der Zentralbank deutet auf eine hawkische Haltung und keine Zustimmung zu einer schnellen Lockerung der Geldpolitik hin.

Die Beziehungen zwischen dem Weißen Haus und der Federal Reserve (Fed) haben einen kritischen Punkt erreicht, nachdem ein Bericht veröffentlicht wurde, der zeigt, dass amerikanische Unternehmen und Verbraucher 94% der Kosten der eingeführten Zölle tragen. Die Federal Reserve geriet unter Beschuss von Kevin Hassett, dem Direktor des National Economic Council, der die Studie als "Kompromittierung" bezeichnete und dienstliche Konsequenzen für die Ökonomen forderte. Der Präsident der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, wertete diese Worte als direkten Angriff auf die Unabhängigkeit der Institution. Die Unabhängigkeit der Zentralbanken von politischem Druck ist ein Grundpfeiler der modernen Marktwirtschaft, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Bekämpfung der Hyperinflation entwickelt wurde. Auf den Rohstoffmärkten sind starke Schwankungen zu beobachten. Die Preise für Brent-Rohöl überschritten 70 Dollar, als Reaktion auf Berichte über einen möglichen US-Militäreinsatz im Iran. Kupfer verzeichnete hingegen einen Rückgang um 0,3% in London, was mit dem Protokoll der Fed-Sitzung im Januar zusammenhängt. Das Dokument zeigte, dass die Zentralbanker sich nicht mit Senkungen der Zinssätze beeilen wollen, bis sich die Inflation dem Ziel nähert. Brent-Rohölnotierungen: 2026-02-18T10:00: 67.50, 2026-02-18T22:00: 70.35, 2026-02-19T01:00: 70.23, 2026-02-19T10:00: 70.05 „Die mit diesem Artikel verbundenen Personen sollten wahrscheinlich disziplinarisch bestraft werden.” — Kevin Hassett Im Agrarsektor sagt das US-Landwirtschaftsministerium eine Veränderung der Anbaustruktur voraus. Amerikanische Landwirte planen, 85 Millionen Acres mit Sojabohnen zu bepflanzen, was eine Reaktion auf den wiederauflebenden Export nach China ist, auf Kosten von Maisanbau. Die Situation wird durch rechtliche Unsicherheit erschwert – der Oberste Gerichtshof der USA wird in Kürze ein wegweisendes Urteil zur Rechtmäßigkeit der von Präsident Trump verhängten Zolltarife fällen, was die Spielregeln im internationalen Handel völlig verändern könnte. 94% — der Zollkosten werden von amerikanischen Importeuren getragen US-Anbauprognosen 2026: Sojabohnenanbau: 81,2 Mio. Acres → 85,0 Mio. Acres; Hauptabnehmer: Inlandsmarkt → China (Export) Liberale Medien betonen die Gefahr für die Unabhängigkeit der Fed und die negativen Auswirkungen der Zölle auf die Geldbeutel der Amerikaner. | Konservative Redaktionen konzentrieren sich auf methodische Fehler der Fed und die Erfolge bei der Erzwingung von Handelszugeständnissen von China.

Mentioned People

  • Kevin Hassett — Direktor des National Economic Council, der die Glaubwürdigkeit der New Yorker Fed angriff.
  • Neel Kashkari — Präsident der Federal Reserve Bank of Minneapolis, der die Unabhängigkeit der Zentralbank verteidigt.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Zollpolitik zum Auslöser des Streits mit Ökonomen wurde.