Eduard Sallent, ehemals der höchstrangige Offizier der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra, hat sich entschieden, den Korps zu verlassen. Der Kommissar, der nach dem gescheiterten Versuch, den ehemaligen Präsidenten Kataloniens Carles Puigdemont festzunehmen, von der Führung abgezogen wurde, hat einen Antrag auf unbezahlten Urlaub gestellt, um die Formation zu verlassen. Informationen über seinen Austritt erschienen am Donnerstag, dem 6. März, in mehreren spanischen Tageszeitungen, wobei neuere Quellen präzisieren, dass er einen Antrag auf Beurlaubung (Excedencia) gestellt hat. Sallents Entscheidung stellt ein weiteres Nachspiel in der Angelegenheit der kontroversen Operation vom September des vergangenen Jahres dar, die die katalanischen Dienste und die Politik erschütterte.
Austritt des ehemaligen Mossos-Chefs
Eduard Sallent, ehemaliger Hauptkommissar der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra, verlässt den Polizeikorps. Nach neuesten Informationen vom 6. März hat er einen offiziellen Antrag auf unbezahlten Urlaub gestellt, der ihm den Austritt ermöglicht.
Hintergrund: Gescheiterte Festnahme Puigdemonts
Die direkte Ursache für Sallents Entfernung von der Position des Operationschefs im September 2025 war der gescheiterte Versuch, den sich in Belgien aufhaltenden ehemaligen Präsidenten Kataloniens Carles Puigdemont auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls festzunehmen.
Konsequenzen und Kontroversen
Die Operation löste eine ernste politische und institutionelle Krise in Katalonien aus, die zum Rücktritt des damaligen Mossos-Chefs Josep Lluís Trapero und zu einer umfassenden Reform der Führung der katalanischen Polizei durch die Regionalregierung führte.
Eduard Sallent, ehemaliger Hauptkommissar und Ex-Operationschef der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra, hat sich entschieden, die Formation zu verlassen. Wie spanische Medien am 6. März 2026 berichteten, hat Sallent einen Antrag auf unbezahlten Urlaub (Excedencia) gestellt, was den formalen Weg zum Austritt aus dem Korps darstellt. Diese Entscheidung ist das letzte Kapitel in der Karriere des Offiziers, der im September 2025 nach dem lauten und gescheiterten Versuch, den Führer der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter Carles Puigdemont festzunehmen, von der Führung abgezogen wurde. Die Operation, die zu Sallents Entlassung führte, bestand in der Ausführung eines europäischen Haftbefehls, der von einem spanischen Gericht gegen Puigdemont erlassen wurde. Dieser Haftbefehl stand im Zusammenhang mit der Rolle des ehemaligen Präsidenten Kataloniens bei der Organisation des illegalen Unabhängigkeitsreferendums im Jahr 2017. Die Mossos d'Esquadra, als autonome Polizei Kataloniens, erhielten den Auftrag, die Festnahme durchzuführen, als Puigdemont sich in Belgien aufhielt. Die Aktion endete mit einem Fiasko, was einen politischen Sturm auslöste. Die gescheiterte Mission kompromittierte nicht nur die katalanischen Dienste auf internationaler Bühne, sondern verschärfte auch den Konflikt zwischen der Zentralregierung in Madrid und den Regionalbehörden in Barcelona. Die Konsequenzen waren unmittelbar und betrafen die höchsten Führungsebenen. Die Mossos d'Esquadra, im 18. Jahrhundert gegründet und 1983 nach dem Tod von General Franco wiederhergestellt, sind die autonome Polizei Kataloniens, die der lokalen Regierung der Generalitat untersteht. Ihre Rolle und Loyalität waren oft Gegenstand von Spannungen zwischen Barcelona und Madrid, insbesondere seit dem Anstieg der Unabhängigkeitsstimmung in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts. Nach dem Fiasko der Operation wurde auch der damalige Chef der gesamten Mossos d'Esquadra, Kommissar Josep Lluís Trapero, zum Rücktritt gezwungen. Die katalanische Regierung unter der Leitung von Präsident Pere Aragonès führte anschließend eine tiefgreifende Reorganisation der Führungsstrukturen der Polizei durch und ernannte einen neuen Chef. Eduard Sallent, der die gescheiterte Aktion direkt überwachte, wurde von seiner Position als Operationschef entfernt und zu anderen Aufgaben versetzt. Seine aktuelle Entscheidung, einen Antrag auf Beurlaubung zu stellen, scheint das logische Finale dieses Prozesses zu sein und beendet seinen Dienst in der Formation, deren Image und operative Fähigkeiten unter seiner Leitung schwer beschädigt wurden. In spanischen Medien gab es keine Spekulationen über seine weiteren beruflichen Pläne.
Mentioned People
- Eduard Sallent — Ehemaliger Hauptkommissar und Ex-Operationschef der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra, der die Formation nach der gescheiterten Festnahmeaktion verlässt.
- Carles Puigdemont — Ehemaliger Präsident Kataloniens, Führer der Unabhängigkeitsbefürworter, gegen den ein europäischer Haftbefehl wegen der Organisation des illegalen Referendums im Jahr 2017 erlassen wurde.
- Josep Lluís Trapero — Ehemaliger Chef der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra, der nach der gescheiterten Operation zur Festnahme Puigdemonts von seinem Posten zurücktrat.
- Pere Aragonès — Präsident der Regionalregierung Kataloniens (Generalitat), der die Reorganisation der Mossos d'Esquadra nach der Krise überwachte.