Ein 26-jähriger Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft im Berliner Bezirk Pankow hat einen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes angegriffen und mit einem Messer verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend in der Nähe eines Gebäudes an der Lindenberger Weg. Der verletzte Wachmann wurde ins Krankenhaus gebracht, der Täter flüchtete in Richtung des Bahnhofs Berlin-Buch. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Messerangriff in Unterkunft

Ein 26-jähriger Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Pankow stach einen Sicherheitsmitarbeiter auf dem Gelände der Einrichtung mit einem Messer.

Motiv war Bitte um Zigarette

Nach Polizeierkenntnissen erfolgte der Angriff, nachdem der Mitarbeiter dem Mann eine Zigarette verweigert hatte.

Flucht Richtung Bahnhof

Der Täter flüchtete nach dem Angriff in Richtung des S-Bahnhofs Buch. Die Polizei führt Fahndungen durch.

Schwere Verletzungen des Wachmanns

Der verletzte Mitarbeiter der Sicherheitsfirma wurde in schwerem Zustand ins Krankenhaus gebracht.

Am Montagabend kam es in einer Flüchtlingsunterkunft im Berliner Bezirk Pankow zu einem schwerwerten Messerangriff. Ein 26-jähriger Bewohner der Einrichtung griff einen dort Dienst leistenden Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes an. Nach Polizeiangaben ereignete sich der Angriff gegen 21:00 Uhr auf dem Hof eines Gebäudes an der Lindenberger Weg. Unmittelbarer Anlass soll eine Bitte des Angreifers um eine Zigarette gewesen sein, die der Wachmann ablehnte. Berlin kämpft seit Jahren mit den Herausforderungen der Unterbringung einer großen Zahl von Asylsuchenden. Nach der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 entstanden in der deutschen Hauptstadt viele temporäre und dauerhafte Unterkünfte, oft in umgenutzten öffentlichen Gebäuden. Ihr Betrieb, einschließlich Sicherheitsfragen, ist regelmäßig Gegenstand öffentlicher Debatten. Nach dem Angriff flüchtete der Täter in Richtung des nahegelegenen S-Bahnhofs Buch. Der verletzte Sicherheitsmitarbeiter, der eine Stichverletzung erlitt, wurde sofort mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand wurde zunächst als schwer und hospitalisierungspflichtig eingestuft. Die Behörden gaben keine Informationen über seinen aktuellen Gesundheitszustand bekannt. Die Polizei führt intensive Fahndungen nach dem Angreifer durch, sichert die Örtlichkeit und sammelt Beweise. Die Nationalität oder der rechtliche Status des 26-Jährigen wurde bisher nicht bekanntgegeben. Der Vorfall fügt sich in den weiteren Kontext der Herausforderungen beim Management großer Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland ein, wo es sporadisch zu Gewalttaten kommt. Sicherheitsfirmen werden häufig für die Aufrechterhaltung der Ordnung in solchen Einrichtungen eingesetzt. Der Fall könnte eine weitere Diskussion über die Lebensbedingungen und die Sicherheit in derartigen Einrichtungen auslösen, insbesondere im Kontext sozialer Spannungen. Die Staatsanwaltschaft wird dem Angreifer voraussichtlich Anklage wegen versuchten Mordes oder gefährlicher Körperverletzung erheben.Chronologie der Ereignisse: 23. Februar, 21:00 — Angriff auf dem Hof; 23. Februar, 21:05 — Flucht des Täters; 23. Februar, 21:15 — Einsatz der Einsatzkräfte; 24. Februar, vormittags — Polizeimitteilung