Das Ende des Februars bringt polnischen Verbrauchern gemischte Wirtschaftsnachrichten. Das Hauptthema bleibt die dynamische Situation auf dem Kraftstoffmarkt, wo ab dem 2. März weitere Preiserhöhungen erwartet werden und Diesel psychologische Preisbarrieren durchbricht. Gleichzeitig zeigen neue Daten von Eurostat eine relativ niedrige Lohnlücke in Polen im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union, obwohl das Problem der Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern weiterhin Gegenstand öffentlicher Debatten und Expertenanalysen ist.

Preiserhöhungen an Tankstellen

Ab dem 2. März werden Preiserhöhungen für Benzin und Diesel prognostiziert, was auf Spannungen im Nahen Osten und den Zustand des Złoty zurückzuführen ist.

Polen an der Spitze der Lohnlücke

Laut Eurostat belegt Polen den 3. Platz in der EU in Bezug auf die niedrigste Lohnlücke zwischen Frauen und Männern.

Unsicherheit an der WSE und am Schuldenmarkt

Die Märkte warten auf die Entscheidung der Ratingagentur Fitch bezüglich des Ratings Polens bei vorherrschender Risikoaversion (Risk-off).

Der Übergang vom Februar zum März 2026 wird zu einer Zeit erheblicher Herausforderungen für die Haushaltsbudgets der Polen, was sich in zahlreichen Marktanalysen widerspiegelt. Die Situation an den Tankstellen entwickelt sich dynamisch in Richtung weiterer Preisanstiege. Marktanalysten, einschließlich Experten der Büros Reflex und e-petrol.pl, prognostizieren einhellig, dass sich Autofahrer ab dem 2. März auf höhere Beträge an den Zapfsäulen einstellen müssen. Hauptgrund für diese Veränderungen ist die unruhige geopolitische Lage im Nahen Osten, die die Ölpreise auf den Weltmärkten in die Höhe treibt. Diesel hat bereits die psychologische Barriere durchbrochen, und Prognosen deuten auf einen Anstieg des Benzinpreises um etwa 4 Groschen pro Liter und des Dieselpreises um 3 Groschen hin. Dies wirkt sich direkt auf die Transportkosten und folglich auf die Preise für Lebensmittel aus, was Fachmedien bemerken, die die Kaufgewohnheiten der Polen im Jahr 2025 analysieren. Seit der durch den Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 ausgelösten Energiekrise zeigen die europäischen Kraftstoffmärkte eine erhöhte Sensibilität gegenüber geopolitischen Impulsen, was zu häufigen Schwankungen der Endverbraucherpreise führt.Parallel zu den Transportproblemen wurden die neuesten Daten zur Lohnlücke in der Europäischen Union veröffentlicht. Polen belegt in diesem Ranking den dritten Platz, was für viele überraschend sein mag. Die Eurostat-Statistiken zeigen, dass der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in unserem Land einer der niedrigsten in der Gemeinschaft ist, obwohl Experten vor übermäßigem Optimismus warnen. Trotz guter statistischer Ergebnisse sind die Unterschiede in bestimmten Wirtschaftssektoren nach wie vor deutlich. Nur in einem EU-Land ist die Situation der Frauen in dieser Hinsicht formal besser, was Polen zum regionalen Vorreiter in Sachen Lohngleichstellung macht, zumindest aus makroökonomischer Sicht. Das Thema ist jedoch umstritten, wenn man es mit den realen Lebenshaltungskosten und der Kaufkraft kleinerer Haushalte vergleicht. Die ersten Regelungen zur gleichen Bezahlung für gleiche Arbeit wurden in Europa mit den Römischen Verträgen von 1957 eingeführt, doch die vollständige Umsetzung dieser Grundsätze dauerte Jahrzehnte und wird weiterhin von EU-Organen überwacht.Auf den Finanzmärkten herrscht eine abwartende Stimmung, verbunden mit der sogenannten Risk-off-Stimmung. Investoren verfolgen aufmerksam die Entscheidungen der Ratingagentur Fitch bezüglich des Ratings Polens. Die Risikoaversion schwächt den Złoty gegenüber den Hauptwährungen, was die Situation der Energieimporteure zusätzlich erschwert. Die Freitagssitzung an der Warschauer Wertpapierbörse endete mit Verlusten im Hauptindex WIG20, was auf die Schwäche des Bankensektors zurückzuführen war. Obwohl der Februar an der WSE allgemein Rekorde brachte, deutet das Monatsende auf eine Korrektur und Unsicherheit über die Richtung hin, die der Warschauer Parkett im März einschlagen wird. „W przyszłym tygodniu benzyna może zdrożeć o 4 gr, a diesel o 3 gr na litrze” (In der kommenden Woche könnte Benzin um 4 Gr und Diesel um 3 Gr pro Liter teurer werden) — Analyse von Reflex

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Fortschritte bei der Verringerung der Lohnlücke in Polen und sehen darin einen Modernisierungserfolg, der sich aus EU-Standards ergibt. Konservative Medien konzentrieren sich auf die Energie- und Kraftstoffkosten und machen die EU-Klimapolitik sowie externe Faktoren für die Preiserhöhungen verantwortlich.