Die Regionalstaatsanwaltschaft in Warschau hat eine Anklageschrift gegen den türkischen Staatsbürger Abdulbaki T. beim Gericht eingereicht. Der Angeklagte soll mit einer kriminellen Vereinigung zusammengearbeitet haben, die auf dem Gebiet von Wólka Kosowska tätig war, um Schwarzgeld zu waschen und Steuerverpflichtungen zu umgehen. Die Aktivitäten der Gruppe, die von Zbigniew Adam B. und Viet Ha N. geleitet wurde, brachten millionenschwere Gewinne und verursachten erhebliche Verluste für den Staatshaushalt.
Anklage gegen türkischen Staatsbürger
Abdulbaki T. wird beschuldigt, in den Jahren 2021-2022 mit einer kriminellen Vereinigung aus Wólka Kosowska bei Geldwäsche und Mehrwertsteuerhinterziehung zusammengearbeitet zu haben.
Millionenschwere Gewinne und Verluste
Die Tätigkeit der kriminellen Vereinigung, basierend auf fiktiven Transaktionen und internationalen Überweisungen, brachte ihren Mitgliedern erhebliche finanzielle Vorteile auf Kosten des Staatshaushalts.
Einreichung der Anklage beim Gericht
Der Fall wurde an das Bezirksgericht in Warschau überwiesen, was einen weiteren Schritt in den langjährigen Ermittlungen zur Wirtschaftskriminalität in dieser Region darstellt.
Die Regionalstaatsanwaltschaft in Warschau hat Anklage gegen den türkischen Staatsbürger Abdulbaki T. erhoben, im Zusammenhang mit seiner mutmaßlichen Zusammenarbeit mit einer kriminellen Vereinigung, die auf dem Gebiet von Wólka Kosowska tätig war. Laut Anklageschrift hat die Firma des Angeklagten im Zeitraum von Februar 2021 bis April 2022 dieser kriminellen Gruppe Handlungen in Auftrag gegeben, die darauf abzielten, Schwarzgeld zu waschen, Steuerverpflichtungen zu umgehen und internationale Finanztransfers durchzuführen. Diese Handlungen, so stellten die Ermittler fest, brachten den Mitgliedern der Gruppe millionenschwere Gewinne ein und verursachten gleichzeitig erhebliche Verluste für den Staatshaushalt. Die kriminelle Vereinigung, die Gegenstand der Ermittlungen ist, wurde von Zbigniew Adam B. sowie Viet Ha N., genannt Paweł, geleitet. Der Fall stellt ein weiteres Element der langjährigen Maßnahmen der polnischen Strafverfolgungsbehörden dar, die gegen das kriminelle Netzwerk rund um das Großhandelszentrum in Wólka Kosowska gerichtet sind. Wólka Kosowska, ein Vorort von Warschau, bekannt für das größte Textilhandelszentrum in Mittel- und Osteuropa, wird seit Jahren mit Steuerunregelmäßigkeiten und der Aktivität krimineller Gruppen in Verbindung gebracht. Die ersten aufsehenerregenden Fälle von Geldwäsche und Mehrwertsteuerbetrug in dieser Region wurden bereits Anfang der 2010er Jahre aufgedeckt. Die Anklageschrift wurde an das Bezirksgericht in Warschau überwiesen, das sich mit dem Fall befassen wird. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Staatsanwalt Mateusz Martyniuk, bestätigte die Einreichung der Anklage beim Gericht. „Śledczy prześwietlili działalność oskarżonego” (Die Ermittler haben die Tätigkeit des Angeklagten durchleuchtet) — Staatsanwalt Mateusz Martyniuk. Der Wirkmechanismus der Gruppe bestand darin, ein Netzwerk von Scheinfirmen zu schaffen, die sich gegenseitig Rechnungen für nicht existierende Dienstleistungen oder Waren, hauptsächlich aus der Textilbranche, ausstellten. Dies ermöglichte es, einen fiktiven Umsatz zu generieren, die Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückzuerhalten und diese Mittel dann durch komplexe Finanztransaktionen ins Ausland zu „verschieben“. Eine solche Tätigkeit wird als Steuerkarussell bezeichnet und stellt ein ernsthaftes Problem für das Finanzsystem des Staates dar. Der Fall Abdulbaki T. fügt sich in den breiteren Kampf gegen die organisierte Kriminalität ein, der seit Jahren rund um die Großhandelszentren in Wólka Kosowska geführt wird. Die Strafverfolgungsbehörden, darunter das Zentrale Ermittlungsbüro der Polizei und die Staatsanwaltschaft, führen dort seit vielen Jahren koordinierte Maßnahmen durch. Dieses Mal konzentrierten sich die Ermittlungen auf internationale Verbindungen und Kapitaltransfers außerhalb Polens, was auf eine Professionalisierung der kriminellen Methoden hindeutet.
Perspektywy mediów: Liberale Medien heben systematische Versäumnisse der Steuerbehörden und die langjährige Ohnmacht des Staates angesichts des Ausmaßes der Machenschaften hervor und weisen auf die Notwendigkeit tiefgreifender Reformen hin. Konservative Medien betonen die Entschlossenheit und Erfolge der derzeitigen Behörden im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität und stellen die Erhebung der Anklage als Beweis für die Wirksamkeit neuer Ermittlungsmethoden dar.
Mentioned People
- Abdulbaki T. — Angeklagter türkischer Staatsbürger, dessen Firma angeblich die Geldwäsche an die Gruppe in Auftrag gegeben haben soll.
- Zbigniew Adam B. — Einer der mutmaßlichen Anführer der kriminellen Vereinigung, die in Wólka Kosowska tätig war.
- Viet Ha N. ps. Paweł — Der zweite mutmaßliche Anführer der kriminellen Vereinigung.
- prok. Mateusz Martyniuk — Sprecher der Regionalstaatsanwaltschaft in Warschau, der die Einreichung der Anklageschrift bestätigte.