In Genf ist die zweite Runde hochrangiger Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zu Ende gegangen. Die als Vermittler fungierenden Diplomaten aus Oman verweisen auf eine konstruktive Atmosphäre, und der iranische Außenminister Abbas Araghchi kündigte die Erzielung einer Einigung über einen Satz von Leitprinzipien für ein künftiges Abkommen an. Trotz der militärischen Rhetorik von Präsident Donald Trump bekunden beide Seiten den Willen, einen neuen bewaffneten Konflikt im Nahen Osten zu vermeiden.
Einigung über Prinzipien
Die Parteien haben sogenannte Leitprinzipien vereinbart, die die technische Grundlage für den künftigen Text eines Atomabkommens zwischen den USA und dem Iran bilden.
Schlüsselverhandler Trumps
In Genf wurden die Interessen des Weißen Hauses durch Steve Witkoff und Jared Kushner vertreten, was das persönliche Engagement Donald Trumps in dem Prozess unterstreicht.
Rolle der Vermittler
Die Gespräche wurden indirekt unter Aufsicht von Diplomaten aus Oman geführt, was einen Meinungsaustausch ohne direkten Kontakt der Delegationen ermöglichte.
Zusammenarbeit mit der IAEO
Vor der Sitzung mit den Amerikanern führte Abbas Araghchi Gespräche mit Rafael Grossi, dem Leiter der IAEO, über die Überwachung von Atomanlagen.
Mitte Februar wurde Genf zum Zentrum der Weltdiplomatie, als es Delegationen der Vereinigten Staaten und des Iran zur zweiten Runde von Gesprächen über das Atomprogramm beherbergte. Die amerikanische Seite wurde durch den Gesandten des Präsidenten, Steve Witkoff, und Jared Kushner vertreten, während die iranische Delegation vom Außenminister Abbas Araghchi geleitet wurde. Die Verhandlungen fanden in indirekter Form unter aktiver Vermittlung von Diplomaten aus Oman statt. Hauptziel des Treffens war es, die Blockade nach den bewaffneten Vorfällen des Vorjahres zu überwinden und die Frage der Urananreicherung durch Teheran zu regeln. Obwohl technische Details vertraulich bleiben, bestätigte Araghchi, dass es gelungen sei, einen „Satz von Leitprinzipien“ zu erarbeiten, der die weitere Arbeit an den Texten des künftigen Abkommens lenken soll. Die Atmosphäre der Gespräche wurde als konstruktiv bezeichnet, was eine wesentliche Veränderung nach der Phase der Eskalation der Spannungen zwischen Washington und Teheran darstellt. Der Iran fordert die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, die er als „illegal“ bezeichnet, und lehnt gleichzeitig die amerikanischen Forderungen nach einer vollständigen Einstellung der Urananreicherung und einer Einschränkung des Raketenprogramms ab. Die amerikanisch-iranischen Beziehungen sind seit der Islamischen Revolution 1979 und dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen nach der Besetzung der US-Botschaft in Teheran angespannt. Das vorherige multilaterale Atomabkommen von 2015 wurde von der Regierung Donald Trumps 2018 einseitig gekündigt. Dieses Ereignis wird als diplomatische Rückkehr der Schweiz in die Rolle eines globalen Vermittlers interpretiert. Vor den Gesprächen mit den Amerikanern traf sich Minister Araghchi mit dem Leiter der IAEO, Rafael Grossi, um Inspektionen in iranischen Atomanlagen zu besprechen. Es ist erwähnenswert, dass die iranische Seite entschieden ein Ende der Drohungen mit Gewalt durch die US-Regierung forderte, was in den offiziellen Kommuniqués nach Abschluss der Sitzung deutlich wurde. Die nächste, dritte Verhandlungsrunde soll nach Abschluss der Arbeiten der Experten an den Dokumentenentwürfen festgelegt werden, was den Übergang von allgemeinen Erklärungen zu konkreten rechtlichen Bestimmungen nahelegt. „Es ist uns gelungen, eine breite Einigung über einen Satz von Leitprinzipien zu erzielen, was den Weg für eine mögliche künftige Vereinbarung ebnen könnte.” — Abbas Araghchi 11 Tage — vergingen zwischen der ersten Runde in Oman und dem Gipfel in Genf Ablauf der Atomverhandlungen 2026: 6. Februar 2026 — Erste Runde in Oman; 16. Februar 2026 — Treffen mit der IAEO; 17. Februar, vormittags — Beginn der Verhandlungen; 17. Februar, nachmittags — Bekanntgabe des Fortschritts Liberale Medien legen den Schwerpunkt auf den Erfolg der Diplomatie und die Rolle von Jared Kushner als pragmatischem Verhandler, der auf die Stabilisierung des Ölmarkts abzielt. | Konservative Medien betonen die harte Haltung Trumps und weisen darauf hin, dass der Iran nur unter militärischem und wirtschaftlichem Druck nachgibt.
Mentioned People
- Abbas Araghchi — Außenminister des Iran, Hauptverhandler des Abkommens in Genf.
- Steve Witkoff — Sondergesandter des US-Präsidenten für den Nahen Osten und Teilnehmer der Genfer Gespräche.
- Jared Kushner — Schwiegersohn Donald Trumps und Schlüsselberater, der in die Diplomatie im Nahen Osten involviert ist.
- Rafael Grossi — Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation.