Der Sportrichter der Serie A hat strenge Sanktionen gegen die Juventus-Direktoren Damien Comolli und Giorgio Chiellini nach Vorfällen im Tunnel des San Siro-Stadions verhängt. Der Streit brach in der Halbzeitpause des Samstagsspiels gegen Inter Mailand aus, und der Auslöser des Konflikts war eine umstrittene rote Karte für Pierre Kalulu. Der Schiedsrichter des Spiels, Federico La Penna, wurde ebenfalls mit strafbaren Drohungen bedroht, was Gegenstand einer staatsanwaltschaftlichen Untersuchung in Mailand ist.
Die Entscheidungen des Sportrichters Gerardo Mastrandrea nach dem Derby d’Italia am Samstag haben große Emotionen in der Fußballwelt ausgelöst. Damien Comolli, der Generaldirektor von Juventus, wurde bis zum 31. März 2026 gesperrt und mit einer Geldstrafe von 15.000 Euro belegt. Laut Schiedsrichterbericht verhielt sich Comolli gegenüber Schiedsrichter Federico La Penna im Tunnel zu den Umkleidekabinen aggressiv und versuchte, physischen Kontakt herzustellen. Giorgio Chiellini, der als Direktor für Fußballstrategie fungiert, erhielt ein Funktionsverbot bis zum 27. Februar 2026 für beleidigende Äußerungen gegenüber den Schiedsrichtern. Die Rivalität zwischen Inter Mailand und Juventus, bekannt als Derby d’Italia, löst seit Jahrzehnten die größten schiedsrichterlichen Kontroversen in Italien aus, deren Höhepunkt der Calciopoli-Skandal von 2006 war. Der Auslöser des Konflikts war eine Situation gegen Ende der ersten Halbzeit, als Pierre Kalulu eine zweite gelbe Karte für angebliches Foul an Alessandro Bastoni erhielt. Fernsehaufnahmen zeigten jedoch, dass der Inter-Verteidiger den Kontakt eindeutig initiierte und den Sturz übertrieb. Bastoni gestand seinen Fehler am Dienstag öffentlich ein und entschuldigte sich für sein Verhalten. Dennoch wurde Kalulu mit einer Sperre für ein Ligaspiel bestraft. Die Situation um Schiedsrichter La Penna wurde so ernst, dass die Mailänder Staatsanwaltschaft nach Todesdrohungen gegen ihn und seine Familie eine offizielle Untersuchung eingeleitet hat. <wykres-wyniki tytuł=