Präsident Donald Trump hat eine Verordnung unterzeichnet, die Glyphosat und Phosphorite als Rohstoffe von strategischer Bedeutung für die nationale und Ernährungssicherheit der USA anerkennt. Diese Entscheidung, die Herstellern wie Bayer rechtlichen Schutz gewährt, hat heftigen Widerstand innerhalb der Koalition Make America Healthy Again (MAHA) ausgelöst. Robert F. Kennedy Jr., Gesundheitsminister und Anführer der Bewegung, geriet unter heftige Kritik, nachdem er unerwartet die Maßnahmen des Weißen Hauses unterstützte, was viele seiner Anhänger als Verrat an den ideellen Forderungen im Kampf gegen Giftstoffe betrachten.

Glyphosat als strategische Ressource

Präsident Donald Trump hat eine Verordnung (Executive Order) unterzeichnet, die die Produktion von Herbiziden auf Glyphosat-Basis als für die nationale Sicherheit unerlässlich anerkennt.

Aufstand innerhalb der MAHA-Bewegung

Anhänger von Kennedy Jr. beschuldigen die Verwaltung des Verrats. Gesundheitsinfluencer warnen vor dem Verlust der Unterstützung bei den Zwischenwahlen.

Unterstützung für den Konzern Bayer

Der deutsche Chemieriese, Eigentümer von Monsanto, erhält rechtlichen Schutz und Unterstützung für die Produktion in den USA, was sich in einem Anstieg des Aktienwerts niederschlägt.

Die Entscheidung Donald Trumps, Glyphosat den Status eines für die Landesverteidigung entscheidenden Rohstoffs zu verleihen, bedeutet eine radikale Wende in der US-amerikanischen Agrar- und Umweltpolitik. Glyphosat wird derzeit in den USA nur in industriellem Maßstab von Anlagen des Konzerns Bayer produziert, was das Unternehmen zum Hauptnutznießer der neuen Regelungen macht. Die Verordnung zielt darauf ab, nationale Lieferketten zu sichern und die USA vom Import landwirtschaftlicher Chemikalien unabhängig zu machen, was das Weiße Haus mit der Notwendigkeit des Schutzes der Ernährungssicherheit begründet. Dieser Schritt trifft direkt die ideellen Grundlagen der Bewegung MAHA. US-amerikanische Führungspersonen wie Vani Hari oder Kelly Ryerson äußern öffentlich Empörung und weisen darauf hin, dass der Kampf gegen Pestizide der Hauptgrund war, warum ihre Anhänger Trump bei den letzten Wahlen unterstützten. Besonders kontrovers ist die Haltung von Robert F. Kennedy Jr., der bisher seine Glaubwürdigkeit auf dem Widerstand gegen Chemiekonzerne aufbaute und nun die präsidiale Verordnung unterstützt. Im Jahr 2015 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), die bei der WHO angesiedelt ist, Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für Menschen ein, was eine Welle von Tausenden Klagen gegen die Firma Monsanto (später von Bayer übernommen) auslöste.Für den Konzern Bayer ist die Entscheidung Washingtons ein Moment der Erleichterung nach einer Reihe kostspieliger Gerichtsprozesse. Die neuen Vorschriften sollen Herstellern eine Form rechtlicher Immunität gewähren, was den Ausgang laufender Zivilverfahren erheblich beeinflussen könnte. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die politischen Kosten dieser Entscheidung hoch sein könnten – die Enttäuschung der sogenannten „MAHA Moms” und anderer gesundheitsfördernder Gruppen birgt das Risiko, vor den anstehenden Kongresswahlen Stimmen eines Schlüsselelektorats zu verlieren.

Mentioned People

  • Robert F. Kennedy Jr. — US-Gesundheitsminister und Anführer der MAHA-Bewegung, der Trumps Verordnung zu Glyphosat unterstützte.
  • Donald Trump — US-Präsident, der die kontroverse Entscheidung zum Schutz von Glyphosat unterzeichnete.
  • Vani Hari — Aktivistin bekannt als „Food Babe”, die die Kehrtwende der Verwaltung in Bezug auf Pestizide scharf kritisiert.