Deutschland beendet den meteorologischen Winter in einer Atmosphäre extremer Wetterkontraste. Während im Südwesten des Landes Temperaturen von seit Jahren nicht gemessenen 23 Grad Celsius erreicht wurden, verzeichneten nördliche Regionen wie Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern den schneereichsten Winter seit 2012. Die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes weist auf eine ungewöhnlich milde, in vielen Bundesländern auch besonders trockene und sonnige Jahreszeit hin, was das Eintreffen des Frühlingswetters drastisch beschleunigte.
Wärmerekorde im Süden
Im Südwesten Deutschlands stieg die Temperatur auf 23 Grad Celsius, was einen wahrscheinlichen Rekord für den Februar darstellt.
Schneeanomalien im Norden
Berlin und nördliche Bundesländer verzeichneten die größten Schneefälle seit 2012 bzw. 2010, was einen Kontrast zum warmen Süden bildet.
Trockene und sonnige Bilanz
Trotz lokaler Niederschläge war der Winter im Landesdurchschnitt trockener und sonniger als die klimatischen Normen vorsehen.
Ende der Skisaison
Hohe Temperaturen erzwangen die Schließung der letzten Skigebiete in Hessen und anderen Mittelgebirgsregionen.
Dieser Februar wird sich in den meteorologischen Chroniken Deutschlands als ein Monat der Extreme eintragen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist in seinem neuesten Bericht darauf hin, dass der Winter 2025/2026 deutlich milder, trockener und sonniger war als das langjährige Mittel. Das auffälligste Phänomen ist der rasante Temperaturanstieg in den letzten Februartagen. Im Südwesten Deutschlands zeigten die Thermometer 23 Grad Celsius an, was mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Rekord für diesen Zeitraum darstellt. Ähnliche Frühlingsphänomene wurden in Thüringen registriert, wo die Temperaturen 20 Grad überschritten. Solch hohe Werte zwangen die Betreiber von Skigebieten, unter anderem in Hessen, die Saison zu beenden und die Pisten für Sommeraktivitäten vorzubereiten. Trotz des allgemeinen Erwärmungstrends erlebten die nördlichen und östlichen Regionen des Landes in den vergangenen Monaten seit über einem Jahrzehnt nicht gekannte Schneefälle. Berlin verzeichnete den schneereichsten Winter seit 14 Jahren, und in Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg war es der weißeste Winter seit 2012. Diese Korrelation von ergiebigen Schneefällen mit späteren, plötzlichen Temperatursprüngen wird von Meteorologen als Februar der Extreme bezeichnet. In Niedersachsen und Bremen erfolgte der Übergang von frostigen Nächten zu frühlingshaften Nachmittagen innerhalb weniger Tage, was Herausforderungen für die Pflanzenvegetation schafft. Meteorologische Messungen in Deutschland werden seit 1881 systematisch durchgeführt, was eine präzise Verfolgung von Klimaveränderungen ermöglicht. Daten der letzten drei Jahrzehnte zeigen einen deutlichen Anstiegstrend der durchschnittlichen Wintertemperaturen, was zu häufigerem Auftreten sogenannter Winter ohne Winter in Mitteleuropa führt.Interessante Diskrepanzen zeigen sich auch in den Daten zur Luftfeuchtigkeit. Während im Saarland Rekordniederschläge bei gleichzeitigem Sonnenmangel verzeichnet wurden, kämpfen Thüringen und Sachsen mit Niederschlagsdefiziten. Experten betonen, dass trotz lokaler Schneefälle die allgemeine Wasserbilanz in vielen Bundesländern zu niedrig ist, was eine frühe Bodentrockenheit ankündigen könnte. Diese Variabilität ist sogar innerhalb eines Bundeslandes sichtbar, wie im Fall Bayerns, wo ein regenreicher Februar mit einem außergewöhnlich sonnigen Finale endete. Diese Situation fügt sich in den seit Jahren beobachteten Mechanismus der Destabilisierung der Jahreszeiten ein, bei dem die Grenzen zwischen Winter und Frühling zunehmend verschwimmen. „Der Winter war milder, trockener und sonniger als im Mittel.” — Deutscher Wetterdienst