Die deutsche Polizei hat am Donnerstag eine groß angelegte Aktion gegen ein internationales Netzwerk des Menschenhandels und der Zwangsprostitution durchgeführt. In fünf Bundesländern wurden 31 Objekte durchsucht und drei Hauptverdächtige festgenommen – zwei Personen aus Vietnam und einen Deutschen. Etwa 19 vietnamesische Frauen, die mit Arbeitsversprechen gelockt worden waren, wurden aus verdächtigen Lokalitäten befreit. Die Zentrale des Netzwerks soll sich in Halle befunden haben. Bei der Aktion wurden auch 214.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Drei Festnahmen der Netzwerkführer
Drei Hauptverdächtige wurden festgenommen: eine 47-jährige Vietnamesin, ihr 47-jähriger Partner und der 42-jährige Bruder der Frau. Alle werden verdächtigt, eine internationale kriminelle Gruppe zu leiten, die sich mit Menschenhandel und Zwangsprostitution befasst. Gegen sie wurden Haftbefehle erlassen.
Durchsuchungen in fünf Bundesländern
Die Aktion umfasste 31 Objekte in fünf deutschen Bundesländern: Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Berlin. Private Wohnungen, Dienstleistungsräume, Büros und Wohnungen, die als Bordelle dienten, wurden durchsucht. Die Aktion wurde von der Staatsanwaltschaft in Chemnitz koordiniert.
19 Frauen aus der Prostitution befreit
Während der Maßnahmen fand und sicherte die Polizei 19 vietnamesische Frauen, die zur Ausübung illegaler Prostitution gezwungen worden waren. Nach Angaben der Ermittler wurden die Frauen unter falschen Versprechungen gut bezahlter legaler Arbeit nach Deutschland gebracht. Eine von ihnen wurde aufgrund einer ausstehenden Geldstrafe inhaftiert.
Sichergestellte Beweise und Geldmittel
Bei den Durchsuchungen wurden erhebliche Geldmittel und Gegenstände, die als Beweismittel dienen könnten, sichergestellt: etwa 214.000 Euro Bargeld, 33.000 Euro in gefälschten Banknoten, Dutzende Mobiltelefone, Medikamente unbekannter Herkunft und eine Gaspistole. Alle Gegenstände werden analysiert.
Deutsche Polizeikräfte führten am 26. Februar eine weitreichende Aktion gegen eine organisierte Kriminalgruppe durch, die sich auf Menschenhandel und Zwangsprostitution spezialisiert hatte. Die von der Staatsanwaltschaft Chemnitz koordinierten Maßnahmen umfassten gleichzeitige Durchsuchungen in fünf Bundesländern: Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Berlin. Insgesamt wurden 31 Objekte überprüft, darunter Wohnungen, Geschäftsräume und Wohnungen, die als Bordelle dienten. Hauptziel der Aktion war die Zerschlagung eines Netzwerks, das seit mindestens Frühjahr 2024 junge Frauen aus Vietnam nach Deutschland gebracht hatte. Die Vorgehensweise der Gruppe basierte auf dem klassischen Schema des Menschenhandels. Den Frauen wurde legale, gut bezahlte Arbeit angeboten, und nach ihrer Ankunft im Land wurden sie zur Prostitution gezwungen, indem ihnen Dokumente abgenommen und ihre Freiheit eingeschränkt wurden. Das Hauptquartier der gesamten Operation soll sich in der Stadt Halle in Sachsen-Anhalt befunden haben, von wo aus sich das Netzwerk auf andere Regionen erstreckte. Während der Aktion stießen die Beamten auf 19 vietnamesische Staatsbürgerinnen, die Opfer dieser Praktiken waren. Eine von ihnen, gegen die ein Haftbefehl wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe vorlag, wurde inhaftiert. Die Problematik des Menschenhandels und der Zwangsprostitution hat in Deutschland eine lange Geschichte, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Erweiterung der Europäischen Union verstärkt wurde. Seit der Liberalisierung des Prostitutionsgesetzes im Jahr 2002 (sog. ProstG), das die Arbeitsbedingungen von Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, verbessern sollte, ist das Land auch ein Ziel für internationale kriminelle Gruppen geworden, die rechtliche Lücken ausnutzen. Die polizeiliche Zusammenarbeit im Rahmen von Europol und Eurojust spielt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung dieser Straftaten. Drei Verdächtige, die für die Leitung der gesamten Operation verantwortlich sein sollen, wurden festgenommen. Es handelt sich um eine 47-jährige Vietnamesin, ihren 47-jährigen Partner und den 42-jährigen Bruder der Frau. Alle besitzen die vietnamesische oder deutsche Staatsbürgerschaft, und gegen sie hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen. Neben ihnen umfasst die Untersuchung „zahlreiche andere Personen”, die verdächtigt werden, das Netzwerk unterstützt zu haben, beispielsweise durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten. Die Aktion brachte auch umfangreiches Beweismaterial hervor. Etwa 214.000 Euro Bargeld wurden sichergestellt, was auf den finanziellen Umfang der Tätigkeit hindeutet, sowie 33.000 Euro in gefälschten Banknoten. Darüber hinaus wurden Dutzende Mobiltelefone, Medikamente unbekannter Herkunft und eine Gaspistole vom Typ Luftgewehr beschlagnahmt. Alle diese Gegenstände werden einer detaillierten forensischen Analyse unterzogen, die Aufschluss über den Umfang des Netzwerks und internationale Verbindungen geben könnte. „Kriminelle sollen zahlreiche Frauen aus Vietnam nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen haben.” — Polizei und Staatsanwaltschaft Chemnitz Die Ermittlungen in diesem Fall laufen seit dem Frühjahr 2024, was auf langfristige, koordinierte nachrichtendienstliche Maßnahmen hindeutet. Die Aktion vom 26. Februar war der Höhepunkt dieser Arbeit. Das Ausmaß der Operation – fünf Bundesländer und Dutzende Adressen – zeigt, dass die deutschen Behörden die Bekämpfung des organisierten Menschenhandels als Priorität betrachten. Die Sicherstellung der Opfer und die Bereitstellung psychologischer und rechtlicher Hilfe werden die nächste Herausforderung sein. Derartige Gruppen agieren oft in einer Grauzone und nutzen die Hilflosigkeit von Migranten und Lücken im Asylsystem aus.