Microsoft hat die Arbeiten am Projekt Silica abgeschlossen, das die Speicherung von Daten auf Glasplättchen mit einer möglichen Haltbarkeit von bis zu 10.000 Jahren ermöglicht. Die Technologie, obwohl vielversprechend, hat schwerwiegende praktische Einschränkungen, da das Beschreiben eines vollen 4,8-TB-Datenträgers über 18 Tage dauert. Die Forschungsergebnisse des Teams unter der Leitung von Antje Weisheit wurden in der Zeitschrift „Nature” veröffentlicht. Eine Unternehmensmitteilung deutet auf den Abschluss der Forschungsphase hin, nicht auf eine schnelle kommerzielle Einführung.

Gläserne Datenträger für 10.000 Jahre

Daten werden in Form von dreidimensionalen Vertiefungen gespeichert, die mit einem Laser in rechteckige Plättchen aus Borokieselsäureglas mit einer Dicke von etwa 2 mm eingebrannt werden.

Gigantische Datenschreibzeit

Der Hauptnachteil der Technologie ist der sehr langsame Schreibprozess. Das Füllen der gesamten Kapazität von 4,8 Terabyte dauert über 18 Tage.

Abschluss der Forschungsphase

Die Microsoft-Mitteilung deutet auf den Abschluss des Projekts in seiner jetzigen Form hin, nicht auf eine Verpflichtung zur Weiterentwicklung zu einem marktreifen Produkt.

Veröffentlichung in renommierter Zeitschrift

Die Details des technologischen Durchbruchs wurden in einem Artikel der renommierten Wissenschaftszeitschrift „Nature” beschrieben.

Microsoft hat den Abschluss der Arbeiten am Projekt Silica bekanntgegeben. Diese Technologie basiert auf der Speicherung von Informationen in rechteckigen Glasplättchen mit einer Dicke von etwa 2 Millimetern. Die Daten werden mittels eines Femtosekundenlasers in ihre Struktur eingebrannt, wodurch ein dreidimensionales Gitter sogenannter Voxel entsteht. Der Datenträger selbst bleibt während des Lesevorgangs bewegungslos, die Daten werden mit polarisiertem Licht und Algorithmen des maschinellen Lernens ausgelesen.

Die Archivierung digitaler Daten über lange Zeiträume ist seit Beginn des Computerzeitalters eine Herausforderung. Magnetbänder, Festplatten oder optische Datenträger degradieren im Laufe von Jahrzehnten. Historische Versuche wie Mikrofilme oder spezielle CDs verfolgten ähnliche Ziele, boten aber nicht eine solche Haltbarkeit und Speicherdichte.

Wie im Artikel der „Nature” hervorgehoben wird, ist der außergewöhnliche Haltbarkeitsvorteil der gläsernen Datenträger entscheidend, die 10.000 Jahre lang intakt bleiben und resistent gegen Wasser, Magnetfelder, hohe Temperaturen und physische Erschütterungen sind. Dies würde die Schaffung einer „digitalen Archäologie” für künftige Generationen ermöglichen. Das Forschungsteam, in dem Antje Weisheit eine Schlüsselrolle spielte, nutzte günstigeres Borokieselsäureglas, was die Materialkosten senkte.

„This is an exciting step towards solving one of the biggest challenges of our time: how to preserve our digital heritage for future generations.” (Dies ist ein aufregender Schritt zur Lösung einer der größten Herausforderungen unserer Zeit: wie wir unser digitales Erbe für künftige Generationen bewahren können.) — Antje Weisheit

Trotz des bahnbrechenden Charakters weist die Technologie erhebliche Einschränkungen auf, die eine kommerzielle Nutzung in naher Zukunft verhindern. Das Hauptproblem ist der extrem langsame Schreibprozess. Wie aus der Veröffentlichung hervorgeht, dauert das Füllen der gesamten Speicherkapazität von 4,8 Terabyte über 18 Tage. Das macht sie für den täglichen Gebrauch oder Backups unpraktisch. Die von Quellen zitierte Microsoft-Mitteilung deutet nicht auf intensive Weiterentwicklung, sondern eher auf den Abschluss der Grundlagenforschungsphase hin.

Technologiemedien betonen den bahnbrechenden Charakter der Entdeckung für die Bewahrung des menschlichen Wissens und sehen darin eine Antwort auf die Kurzlebigkeit moderner Speichermedien. | Kritische Kommentare konzentrieren sich auf die praktische Nutzlosigkeit der Technologie aufgrund der katastrophalen Schreibzeiten und betrachten das Projekt als Forschungskuriosität ohne realen Implementierungspfad.

Mentioned People

  • Antje Weisheit — Wissenschaftlerin, die am Project Silica bei Microsoft Research beteiligt war, in Materialien zitiert.
  • Mustafa Suleyman — Leiter von Microsoft AI, im Kontext der breiteren Unternehmensaktivitäten erwähnt, jedoch nicht direkt im Zusammenhang mit Project Silica.