Das Bezirksgericht Warschau Praga-Północ hat das Urteil im Fall des tragischen Unfalls vom August 2022 verkündet. Der Straßenbahnfahrer Robert S. wurde zu einer Strafe von eineinhalb Jahren unbedingter Freiheitsentziehung verurteilt. Das Gericht sah ihn der fahrlässigen Verursachung eines Unfalls für schuldig, bei dem ein 4-jähriger Junge, der von den Türen einer alten Straßenbahn eingeklemmt wurde, ums Leben kam. Zusätzlich zur Haftstrafe erhielt der Mann ein vierjähriges Fahrverbot für Kraftfahrzeuge sowie die Auflage, den Eltern des Opfers Schmerzensgeld zu zahlen.

Strafe unbedingter Haft

Der Straßenbahnfahrer Robert S. wurde zu 1,5 Jahren Haft verurteilt, weil er im August 2022 fahrlässig den Tod eines 4-Jährigen verursacht hatte.

Hohe finanzielle Entschädigung

Das Gericht ordnete an, dass der Verurteilte jeweils 100.000 Złoty an jeden Elternteil des Opfers als Ausgleich für das erlittene Leid zahlen muss.

Fahrverbot

Für die nächsten 4 Jahre darf der Mann keine Kraftfahrzeuge führen, was ihn von der Arbeit im öffentlichen Nahverkehr ausschließt.

Das Bezirksgericht Warschau Praga-Północ hat den Prozess um den erschütternden Unfall abgeschlossen, der sich am 12. August 2022 in der Jagiellońska-Straße in Warschau ereignete. Der angeklagte Straßenbahnfahrer, Robert S., wurde für schuldig befunden, fahrlässig einen Unfall mit Todesfolge verursacht zu haben. Der Vorfall geschah an der Haltestelle „Batalionu Platerówek”, als die Türen eines Wagens vom Typ Konstal 105 das Bein eines aussteigenden 4-jährigen Jungen einklemmten. Der Junge reiste in Begleitung seiner Großmutter. Das Fahrzeug setzte sich in Bewegung, und das Kind wurde eine beträchtliche Strecke entlang des Gleiskörpers geschleift, was zu seinem Tod führte. Die Sicherheit der Fahrgäste im polnischen Schienenverkehr wird durch strenge Vorschriften geregelt, doch historisches Rollmaterial aus der Zeit der Volksrepublik Polen entspricht oft nicht den heutigen Standards der automatischen Hinderniserkennung in Türen.Richterin Katarzyna Wanat verhängte bei der Verkündung des Urteils gegen den Angeklagten eine Strafe von 1,5 Jahren Freiheitsentzug. Der Verurteilte muss außerdem jeweils 100.000 Złoty Schmerzensgeld an beide Eltern des tragisch verstorbenen Kindes zahlen. Darüber hinaus wurde ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge für einen Zeitraum von 4 Jahren verhängt. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger wiesen während des Prozesses darauf hin, dass der Straßenbahnfahrer Zeit und technische Möglichkeiten gehabt hätte, die Gefahr in den Spiegeln zu erkennen, jedoch vor der Abfahrt von der Haltestelle nicht die erforderliche Sorgfalt walten ließ. „Der Angeklagte hat fahrlässig die Sicherheitsregeln im Landverkehr verletzt, was zum Tod eines Menschen führte.” — Katarzyna WanatDie Verteidigung argumentierte im Laufe der Gerichtsverhandlung, dass die Konstruktion der alten Wagen eine vollständige Kontrolle über den Türschließmechanismus unter allen Bedingungen unmöglich mache, doch diese Argumente konnten die Gutachten der Sachverständigen nicht überwiegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, was bedeutet, dass die Parteien das Recht haben, Berufung bei einem Gericht höherer Instanz einzulegen. Der Fall hat eine breite öffentliche Debatte über das Tempo der Modernisierung des Fuhrparks der Warschauer Straßenbahnen sowie über die Sicherheitsverfahren für Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs ausgelöst. Auswirkungen des Urteils für Robert S.: Haftstrafe: keine (Anklage) → 1,5 Jahre Freiheitsentzug; Fahrverbot: aktiver Straßenbahnfahrer → 4 Jahre Verbot; Schmerzensgeld: 0 Złoty → 200.000 Złoty (insgesamt für die Eltern)Die Medien konzentrieren sich auf die Tragödie der Familie und die Notwendigkeit der Modernisierung des alten Fuhrparks, der eine Gefahr für die Fahrgäste darstellt. | Betont wird die Härte der Strafe und die individuelle Verantwortung des Straßenbahnfahrers für Verfahrensfehler und mangelnde Aufmerksamkeit.

Mentioned People

  • Robert S. — Straßenbahnfahrer, der für die Verursachung eines tragischen Straßenbahnunfalls in Warschau verurteilt wurde.
  • Katarzyna Wanat — Richterin am Bezirksgericht Warschau Praga-Północ, die im Fall des Unfalls urteilte.