Sanae Takaichi, die japanische "Eiserne Lady", wurde am Mittwoch vom Parlament erneut zur Premierministerin gewählt. Nach dem erdrutschartigen Sieg der Liberaldemokratischen Partei bei den vorgezogenen Wahlen am 8. Februar erhält die konservative Politikerin das stärkste Mandat seit Jahrzehnten. Trotz des Bruchs der Koalition durch den bisherigen Partner baute Takaichi geschickt ein neues Bündnis auf, sicherte so die Regierungsstabilität und ebnete den Weg für tiefgreifende Reformen des Staates.
Wiederwahl der Premierministerin
Sanae Takaichi erhielt die Unterstützung von 354 Parlamentariern, was ihre Führungsrolle nach den vorgezogenen Wahlen vom 8. Februar endgültig bestätigte.
Historische Dominanz der LDP
Die Liberaldemokratische Partei gewann 315 von 465 Sitzen im Unterhaus, was der Premierministerin die einzigartige Möglichkeit gibt, das Land eigenständig zu reformieren.
Neues politisches Bündnis
Nach dem Austritt der zentristischen Kōmeitō bildete Takaichi eine Koalition mit der Partei Ishin, was den Schwerpunkt der Regierung in Richtung konservativer Werte verschiebt.
Gesellschaftliche Unterstützung und Reformen
Fast 70 Prozent der Japaner unterstützen die neue Premierministerin, die Änderungen an der Verfassung sowie eine Stärkung der japanischen Wirtschaft und Verteidigung ankündigt.
Am Mittwoch bestätigte das japanische Repräsentantenhaus die Dominanz Sanae Takaichis auf der politischen Bühne, indem es sie mit den Stimmen von 354 Abgeordneten zur Regierungschefin wählte. Diese Wahl ist eine Folge der Februarwahlen, bei denen ihre Partei, die Liberaldemokratische Partei (LDP), satte 315 Mandate im Unterhaus des Parlaments eroberte. Ein solcher Sieg gilt als historisch, da er der Premierministerin eine eigene, absolute Mehrheit verschafft und es ihr erlaubt, die kühnsten Gesetzgebungsvorhaben voranzutreiben, ohne ständig auf kleinere Partner Rücksicht nehmen zu müssen. Das parlamentarische System Japans ist seit Jahrzehnten durch die Dominanz der Liberaldemokratischen Partei geprägt, die mit kurzen Unterbrechungen seit 1955 an der Macht ist und die wirtschaftliche Nachkriegsordnung des Landes gestaltet. Die Kabinettsbildung verlief nicht ohne Komplikationen. Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Ergebnisse kündigte der langjährige Koalitionspartner Kōmeitō – eine Partei mit buddhistischen Wurzeln – seinen Austritt aus der Regierung aufgrund ideologischer Differenzen an. Takaichi reagierte jedoch blitzschnell und nahm die Zusammenarbeit mit der Partei Ishin auf, deren konservative Werte der neuen Premierministerin deutlich näher stehen. Experten weisen darauf hin, dass diese neue Konfiguration kohärenter sein könnte, was die Umsetzung der Regierungsprioritäten erleichtern würde. Takaichi, bekannt für ihre Vorliebe für Heavy Metal und schnelle Motorräder, kündigt eine Phase der Stabilisierung und ehrgeiziger Reformen an, darunter eine mögliche Verfassungsänderung. Ihr Programm genießt derzeit die Unterstützung von fast 70 Prozent der Bevölkerung. 315 — Mandate im Repräsentantenhaus gewann die Partei von Sanae Takaichi Die Premierministerin, die sich offen auf das Erbe Margaret Thatchers bezieht, will das historische Mandat nutzen, um Japans Position auf der internationalen Bühne zu stärken. Dank der Mehrheit im Unterhaus kann die Regierung nun Vetos des Oberhauses (Rätehaus) überstimmen, was den Gesetzgebungsprozess erheblich beschleunigt. Beobachter betonen, dass die neue Führungspersönlichkeit in nur 100 Tagen den Weg von einer parteiinternen Rebellin zur mächtigsten Person des Landes zurückgelegt hat. „Japan ist zurück auf dem Weg zur Größe, und unsere Entschlossenheit, Veränderungen umzusetzen, ist unerschütterlich.” — Sanae Takaichi Der Umbau der Parteienbündnisse und die persönliche Ausstrahlung Takaichis lassen Japan in eine neue Ära seiner Nachkriegsgeschichte eintreten. Sitzverteilung im Repräsentantenhaus (Februar 2026): LDP (Takaichi): 315, Übrige Gruppierungen: 150 Hervorhebung des Bruchs der traditionellen Koalition mit Kōmeitō und einer möglichen Wendung der Regierung hin zu radikalem Konservatismus. | Akzentuierung des starken gesellschaftlichen Mandats, der Geschicklichkeit beim Aufbau einer neuen Koalition und des historischen Erfolgs einer weiblichen Führungspersönlichkeit.
Mentioned People
- Sanae Takaichi — Premierministerin Japans, Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei, bekannt für ihre konservativen Ansichten und ihren charismatischen Führungsstil.