Ab dem 3. März 2026 gelten in Polen umfassende Änderungen in den Verkehrsregeln. Die wichtigsten Änderungen umfassen die Ausweitung der Sanktion des Führerscheinentzugs für drei Monate bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 50 km/h auch außerhalb geschlossener Ortschaften. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit eingeführt, die Berechtigung zum Führen von Fahrzeugen der Klasse B für siebzehnjährige Personen zu erlangen, unter strengen Auflagen bezüglich der Aufsicht durch einen Betreuer und einer Null-Promille-Grenze.

Verlust des Führerscheins außerhalb der Stadt

Die Überschreitung der Geschwindigkeit um mehr als 50 km/h auf beliebigen Straßen führt nun zum Entzug der Berechtigung für drei Monate.

Berechtigungen für 17-Jährige

Jugendliche können das Auto unter Aufsicht eines Betreuers führen, für sie gilt vollständige Abstinenz und niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Schluss mit Driften auf den Straßen

Eingeführt wurden strenge Geldstrafen (bis zu 1500–3000 Złoty) und 12 Punkte für absichtliches Schleudern und Leichtsinn.

Neue Ausrüstungsanforderungen

Fahrzeuge und Zubehör müssen die neuen EU-Normen für intelligente Geschwindigkeitsunterstützung erfüllen.

In Kraft getreten ist ein umfangreiches Paket von Novellierungen der Verkehrsregeln, das die Vorschriften für Fahrer, die sich auf den Straßen leichtsinnig verhalten, erheblich verschärft. Schlüsselelement der Reform ist die Vereinheitlichung der Sanktionen für drastische Geschwindigkeitsüberschreitungen. Bisher drohte der Entzug des Führerscheins für drei Monate ausschließlich bei Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung um mehr als 50 km/h im geschlossenen Ortsgebiet. Ab heute gilt die gleiche Strafe auf einspurigen, zweirichtungsfähigen Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Die Sanktion umfasst jedoch keine zweispurigen Straßen, Schnellstraßen und Autobahnen. Der Gesetzgeber hat diesen Schritt unternommen, um die Zahl der Unfälle auf Strecken zu reduzieren, wo hohe Geschwindigkeit die Hauptursache für tragische Ereignisse ist. Parallel führt die neue Regelung die Institution des Führerscheins für Personen ein, die das 17. Lebensjahr vollendet haben. Junge Fahrer können die Berechtigung mit Zustimmung der Eltern oder gesetzlichen Vertreter beantragen, jedoch müssen sie bis zur Volljährigkeit das Fahrzeug in Begleitung eines erwachsenen, erfahrenen Fahrers führen, der seit mindestens fünf Jahren im Besitz eines Führerscheins ist. Wichtig ist, dass für diese Gruppe ein absolutes Alkoholverbot vor dem Fahren (Grenze von 0,0 Promille) sowie strengere Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen und Schnellstraßen eingeführt wurden. Die Sanktion des administrativen Führerscheinentzugs bei Geschwindigkeitsüberschreitungen um 50 km/h im geschlossenen Ortsgebiet wurde in Polen im Jahr 2015 eingeführt und hat die Sicherheit in den Städten erheblich verbessert.Die Novelle trifft auch Personen, die sogenanntes Driften oder Straßenrennen betreiben. Für das absichtliche Herbeiführen eines Fahrzeugschlupfes (zum Beispiel auf Parkplätzen oder Kreuzungen) sowie für das Fahren eines Motorrads auf einem Rad wurden Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Złoty sowie die Zuweisung von 12 Punkten zum Konto des Fahrers eingeführt. Geändert wurden auch die Zertifizierungsregeln für Satellitennavigationssysteme und Assistenzsysteme, die nun mit den neuesten Sicherheitsrichtlinien der Europäischen Union zur intelligenten Geschwindigkeitsanpassung konform sein müssen. „There will be no leniency. The new regulations give us tools to effectively fight road pirates who until now felt unpunished outside urban areas.” (Es wird keine Nachsicht geben. Die neuen Vorschriften geben uns Werkzeuge, um effektiv gegen Straßenpiraten zu kämpfen, die sich bisher außerhalb von Stadtgebieten ungestraft fühlten.) — Vertreter der PolizeiEs ist darauf hinzuweisen, dass die Fristen für das Inkrafttreten der einzelnen Bestimmungen komplex sind. Obwohl die Hauptwelle der Änderungen ab dem 3. März gilt, sollen die spezifischen Anforderungen für die Probezeit der jüngsten Fahrer erst im September 2026 vollständig umgesetzt werden, was auf die Notwendigkeit der Anpassung der IT-Systeme des Zentralen Fahrerregisters zurückzuführt ist. Experten weisen darauf hin, dass eine so umfassende Reform eine Reaktion auf die Stagnation in den Statistiken zur Sicherheit auf polnischen Straßen in den letzten Jahren ist.