Am vierten Jahrestag des Einmarsches in die Ukraine kündigte London die Verhängung von fast 300 neuen Sanktionen an, die vor allem auf den Pipelinebetreiber Transneft und Transportnetzwerke abzielen. Gleichzeitig bricht ein neuer diplomatischer Konflikt aus: Russland beschuldigt die Ukraine, mit westlicher Unterstützung versucht zu haben, Atomwaffen zu erlangen. Kiew und London weisen diese Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnen sie als absurde Desinformation, die von der Umgehung des Ölembargos ablenken soll.

Sanktionen gegen Giganten Transneft

Großbritannien hat Restriktionen gegen den Betreiber russischer Ölpipelines sowie fast 300 andere kriegsunterstützende Einheiten verhängt.

Streit um Atomwaffen

Russland beschuldigt die Ukraine und den Westen der Zusammenarbeit beim Bau einer Atombombe, was Kiew als absurde Lüge bezeichnet.

Ölexport über dem Normalwert

Trotz Sanktionen exportiert Russland 6% mehr Öl als vor dem Krieg, obwohl seine finanziellen Einnahmen real gesunken sind.

Eine Analyse von Handelsdaten zeigt, dass der russische Ölsektor trotz des vierten Kriegsjahres eine überraschende Widerstandsfähigkeit aufweist. Das Exportvolumen von Öl aus Russland liegt 6% höher als im Jahr 2021, was auf den Aufbau einer mächtigen Schattenflotte sowie die Nutzung britischer Überseegebiete für Geldtransfers im Wert von 8 Milliarden Dollar zurückzuführen ist. Großbritannien reagierte auf diese Berichte mit einem massiven Schlag gegen die Logistikinfrastruktur. Das neue Paket von Restriktionen umfasst den staatlichen Giganten Transneft sowie das Handelsnetzwerk „2Rivers“, das für die Umgehung von Preisobergrenzen von entscheidender Bedeutung war. Die finanzielle Lage des Kremls bleibt jedoch uneindeutig. Obwohl Russland mehr Rohstoffe verkauft, sind seine realen Einnahmen aus dem Energiesektor im Jahresvergleich um 18% gesunken. Dies ist eine Folge erzwungener Preisnachlässe für Abnehmer in Asien und steigender Kosten für die verdeckte Logistik. Gleichzeitig unternahm Moskau den Versuch einer narrativen Eskalation auf der internationalen Bühne. Das russische Außenministerium beschuldigte die Ukraine, nach Atomwaffen zu streben, wobei Paris und London angeblich helfen sollen. Diese Vorwürfe wurden von der ukrainischen Seite sofort als völlig unbegründet und ausschließlich zur Manipulation der öffentlichen Meinung zurückgewiesen. Die Nukleardoktrin der Russischen Föderation sieht den Einsatz von Massenvernichtungswaffen im Falle einer existenziellen Bedrohung des Staates vor. Dies wird seit Beginn des Konflikts in der Ukraine regelmäßig vom Kreml als Element der Informationskriegsführung und des Drucks auf die Staaten des Nordatlantikpakts genutzt. Der britische Geheimdienst weist darauf hin, dass Putins gefährlichste Wirtschaftswaffe im Ärmelkanal versteckt ist, wo Hunderte von Tankern mit unklarem Rechtsstatus täglich Rohstoffe transportieren, die die russische Kriegsmaschinerie antreiben. Die Abdichtung dieses Systems erfordert eine enge Zusammenarbeit mit britischen Überseegebieten wie den Kaimaninseln oder Gibraltar, durch die Milliarden von Dollar aus dem Energiehandel fließen. London kündigt nun strenge Finanzkontrollen in diesen Jurisdiktionen an, um eine weitere Verschleierung von Transaktionen unter dem Deckmantel legaler Wirtschaftstätigkeit zu verhindern.

Mentioned People

  • Władimir Putin — Präsident Russlands, der den Energiesektor des Landes kontrolliert.