Der FIFA-Präsident Gianni Infantino hat eine radikale Änderung der Fußballregeln vorgeschlagen, die den Platzverweis eines Spielers für das Verdecken des Mundes während einer Auseinandersetzung mit einem Gegner vorsieht. Diese Initiative ist eine direkte Reaktion auf den mutmaßlichen rassistischen Vorfall mit Gianluca Prestianni und Vinícius Júnior. Gleichzeitig hat der IFAB die Ausweitung der Tests des FVS-Systems sowie neue Vorschriften zur Eindämmung von Zeitverschwendung genehmigt.
Schluss mit Mundverdeckung
Gianni Infantino schlägt eine Spielsperre für das Verbergen von Äußerungen während kontroverser Situationen auf dem Platz vor.
Mourinho zu Prestianni
Der Portugiese kündigte das Karriereende des Spielers bei Benfica an, sollten sich die Vorwürfe des Rassismus durch die Untersuchung bestätigen.
Ausweitung der FVS-Tests
Trainer erhalten erweiterte Befugnisse, um Schiedsrichterentscheidungen durch Video-Challenges anzufechten.
Kampf gegen Zeitverschwendung
Neue IFAB-Richtlinien sehen Eckstöße für Gegner bei zu langem Ballhalten durch den Torwart vor.
Der Weltfußballverband steht vor einer der umstrittensten Regeländerungen. Gianni Infantino, der Vorsitzende der FIFA, hat die Forderung nach Einführung einer roten Karte für Spieler angekündigt, die während Gesprächen mit Schiedsrichtern oder Gegnern den Mund verdecken. Diese Initiative entstand im Schatten eines Skandals in der Champions League, bei dem Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon angeblich rassistische Beschimpfungen gegenüber Vinícius Júnior von Real Madrid geäußert haben soll. Da die Kameras die Lippenbewegungen des Spielers nicht erfassen konnten, wurde ein Schuldnachweis unmöglich. José Mourinho, Trainer von Benfica, bezog in dieser Sache eine kompromisslose Position. Seit 1886 ist der IFAB für Änderungen der Fußballregeln zuständig, der traditionell Änderungen an den grundlegenden Prinzipien des Fußballs mit großer Vorsicht behandelt. „When we see players covering their mouths when they say something to an opponent, to the referee or to anyone else because they don't want it to be seen: then it has to be a red card.” (Wenn wir Spieler sehen, die den Mund verdecken, wenn sie etwas zu einem Gegner, zum Schiedsrichter oder zu jemand anderem sagen, weil sie nicht wollen, dass es gesehen wird: Dann muss es eine rote Karte geben.) — FIFA-Präsident Gianni Infantino Zudem hat der IFAB andere wesentliche Änderungen genehmigt, die in den kommenden Spielzeiten in Kraft treten werden. Das FVS-System, eine vereinfachte Version des VAR-Systems, wird ausgeweitet. Es erlaubt Trainern, begrenzt Anfragen zur Überprüfung von Schiedsrichterentscheidungen zu stellen. Darüber hinaus sehen neue Vorschriften strengere Strafen für Torhüter vor, die den Ball länger als die erlaubte Zeit halten, um das Spieltempo tatsächlich zu beschleunigen. Experten weisen darauf hin, dass das sogenannte „Vinícius-Gesetz“ in der Praxis schwer durchzusetzen sein könnte, da Spieler seit Jahren den Mund verdecken, um ihre Strategien vor Lippenlesen zu schützen. Dennoch scheint der Wille der FIFA, gegen versteckte Hassrede vorzugehen, derzeit eine Priorität im Image der Organisation zu sein.
Mentioned People
- Gianni Infantino — FIFA-Präsident, der neue disziplinarische Regeln vorantreibt.
- Jose Mourinho — Trainer von SL Benfica, bekannt für kompromisslose Äußerungen zu ethischen Themen.
- Vinícius Júnior — Stürmer von Real Madrid, mutmaßliches Opfer rassistischer Beschimpfungen.
- Gianluca Prestianni — Junger Spieler von Benfica, beschuldigt, sich unsportlich gegenüber einem Gegner verhalten zu haben.