Trotz allgemeiner Verfügbarkeit und technologischer Vorteile verzichtet jeder fünfte Einwohner Deutschlands auf einen Glasfaser-Internetanschluss in seinem Zuhause. Eine Studie des Portals Verivox zeigt, dass 22 Prozent der Personen, bei denen das Glasfasernetz physisch verlegt ist, diesen Dienst nicht nutzen. Die Hauptgründe sind mangelndes Bewusstsein über die Verfügbarkeit, Zufriedenheit mit der bestehenden Leitung und Bedenken hinsichtlich der Kosten.

Hohe Verzichtsquote

22 Prozent der Menschen in Deutschland, die Zugang zur Glasfaserinfrastruktur haben, schließen keinen Vertrag für den Dienst Glasfaser-Internet ab. Die Studie zeigt eine erhebliche Lücke zwischen Verfügbarkeit und tatsächlicher Nutzung der Technologie.

Mangelndes Bewusstsein als Hauptbarriere

Einer der Schlüsselgründe für den Verzicht ist mangelndes Wissen über die Möglichkeit eines Glasfaseranschlusses am Wohnort. Viele Menschen wissen nicht, dass ihr Gebäude bereits ans Netz angeschlossen ist oder dies in Kürze sein wird.

Zufriedenheit mit bestehenden Lösungen

Einige Nutzer sind der Meinung, dass ihre derzeitigen Anschlüsse wie DSL oder Kabel für ihre Bedürfnisse ausreichen. Sie sehen keine dringende Notwendigkeit, auf die teurere Glasfasertechnologie umzusteigen.

Bedenken wegen der Umstellungskosten

Verbraucher fürchten höhere Gebühren für Glasfaser-Abonnements sowie einmalige Kosten für die Installation und eventuell einen neuen Router, was die Entscheidung für einen Wechsel hemmt.

Eine Studie des deutschen Vergleichsportals Verivox deckt einen besorgniserregenden Trend in der Digitalisierung auf. Trotz intensiver Investitionen in den Infrastrukturausbau entscheidet sich jeder Fünfte (22 %), der die physische Möglichkeit eines Glasfaseranschlusses in seinem Zuhause hat, nicht für diesen Dienst. Dieses Ergebnis deutet auf eine ernsthafte nicht-technische Barriere bei der Verbreitung des modernsten Internets hin. Die Glasfasertechnologie (FTTH/B), die Glasfasern zur Datenübertragung mit Licht nutzt, gilt als zukunftsfähiger Kommunikationsstandard und bietet ein Vielfaches an Geschwindigkeit und Stabilität gegenüber herkömmlichen Kupferleitungen der Telefonie (DSL) oder Kabelnetzen. Massivinvestitionen in ihre Entwicklung in Deutschland und ganz Europa laufen seit über einem Jahrzehnt, oft mit öffentlichen Mitteln kofinanziert. Die Umfrage, veröffentlicht am 21. Februar 2026, zeigt, dass das Problem nicht im Fehlen des Netzes liegt, sondern in der Haltung der Verbraucher. Der Hauptgrund für den Verzicht ist mangelndes Bewusstsein über die Verfügbarkeit von Glasfaser im jeweiligen Gebäude. Viele Menschen wissen einfach nicht, dass der Betreiber die Infrastruktur bereits bis zu ihrem Grundstück verlegt hat oder dies in naher Zukunft plant. Ein weiterer Faktor ist die subjektive Zufriedenheit mit der derzeit genutzten Technologie wie VDSL oder Kabelinternet, die für einige Nutzer ausreichend schnell ist. Die Wirtschaftlichkeit spielt hier ebenfalls eine Schlüsselrolle. Potenzielle Kunden fürchten höhere monatliche Abonnements sowie versteckte Installationskosten. Auch die Notwendigkeit, Geräte wie den Router auszutauschen, oder die Angst vor einem komplizierten Wechselprozess stellen Hindernisse dar. Gründe für den Verzicht auf Glasfaser bei Personen mit Zugang: Mangelnde Kenntnis über Verfügbarkeit: Hoch, Zufriedenheit mit bestehender Leitung: Mittel, Bedenken wegen höherer Kosten: Mittel, Technische Schwierigkeiten/Wechsel: Niedrig Experten weisen darauf hin, dass dieser Trend die Erreichung der Ziele der digitalen Dekade in Deutschland verlangsamen und die Einführung zukünftiger Dienste wie des Internet der Dinge (IoT), der virtuellen Realität (VR) oder von höchstwertiger Telearbeit und -bildung erschweren könnte. Telekommunikationsanbieter stehen vor der Herausforderung, nicht nur das Netz auszubauen, sondern auch eine effektive Kommunikation und Aufklärung der Endnutzer zu betreiben.