Das Europäische Parlament hat ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt, das darauf abzielt, die zunehmende Wohnungskrise in der Europäischen Union einzudämmen. Die Europaabgeordneten fordern die Einführung eines stark ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Baumaterialien und die Verkürzung der behördlichen Formalitäten auf maximal 60 Tage. Laut dem neuesten Bericht müssen die Mitgliedstaaten dringend mindestens 10 Millionen neue Wohneinheiten bauen, um den aktuellen Bedarf der Bürger zu decken und den Mietmarkt zu stabilisieren.
Bau von 10 Millionen Wohnungen
Das Europäische Parlament warnt vor der dringenden Notwendigkeit, den Wohnungsbestand in der gesamten Europäischen Union sofort zu erhöhen.
Senkung der Mehrwertsteuer
Der Vorschlag sieht eine Senkung der Mehrwertsteuersätze für Baumaterialien und Baudienstleistungen vor, um die Investitionskosten zu senken.
Kampf gegen Bürokratie
Die maximale Dauer der Verwaltungsverfahren für die Erteilung von Baugenehmigungen soll auf 60 Tage verkürzt werden.
Schluss mit der Besetzung von Wohnungen
Die neuen EU-Leitlinien sollen die Mitgliedstaaten zu einem strengeren Vorgehen gegen Personen zwingen, die Immobilien rechtswidrig besetzen.
Das Europäische Parlament hat eine Entschließung angenommen, die zur Grundlage einer neuen Wohnungspolitik der Gemeinschaft werden soll. Die Hauptzielsetzung ist eine radikale Beschleunigung von Investitionsprozessen durch Bürokratieabbau und die Einführung steuerlicher Anreize. Die Europaabgeordneten weisen darauf hin, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in vielen europäischen Metropolen zu einer Entwicklungsbremse und einem Nährboden für soziale Probleme geworden ist. Zu den wichtigsten Forderungen gehört die Einführung eines stark ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für den Bau und die Renovierung von Wohnungen, was direkt die Kosten für neue Bauvorhaben senken soll. Das vom EP erstellte Dokument betont die Notwendigkeit, Missbräuche auf dem Mietmarkt und das Problem der illegalen Besetzung von Wohnungen zu bekämpfen. Die Europäische Union will die Mitgliedstaaten dazu verpflichten, die Vorschriften für Räumungen bei rechtswidriger Inbesitznahme von Immobilien, sogenannter Okupación, zu verschärfen. Gleichzeitig fordern Experten eine verstärkte Überwachung spekulativer Praktiken, die Mieten in Innenstädten künstlich in die Höhe treiben. Schätzungen zufolge beträgt die Wohnungslücke in der gesamten Union derzeit 10 Millionen Wohneinheiten. Um sie zu schließen, sind nicht nur finanzielle Unterstützung aus EU-Fonds erforderlich, sondern auch eine Vereinfachung der Verwaltungsverfahren, die eine Baugenehmigung in nicht mehr als zwei Monaten garantiert. Der europäische Immobilienmarkt kämpft seit der Finanzkrise 2008 mit Rekordpreissteigerungen, was dazu geführt hat, dass in vielen EU-Hauptstädten die Mietkosten mehr als 50 % des Haushaltseinkommens übersteigen.Zur gleichen Zeit kamen aus Spanien weitere wichtige wirtschaftliche und soziale Nachrichten. Barcelona hat die Verdoppelung der Touristenabgabe angekündigt und ist damit eine der teuersten Städte Europas in dieser Hinsicht. Im Finanzsektor wurde eine Stabilisierung des Euribor-Index verzeichnet, der sich im Februar bei etwa 2,2 % stabilisierte, was Hoffnung auf ein Ende des Aufwärtstrends bei Hypothekenraten gibt. „La moda es el grito de libertad que la música nunca calla” — Europäisches Parlament Ebenso zu erwähnen sind Änderungen im argentinischen Strafrecht sowie wichtige Berichte aus Indien, wo ein Abkommen über den Status der Meistbegünstigung im Handel mit der Europäischen Union für einen Zeitraum von fünf Jahren vorbereitet wird. Auf dem spanischen Automobilmarkt haben neue chinesische Marken debütiert, was auf einen zunehmenden Wettbewerb im Segment der Elektro- und Hybridfahrzeuge hindeutet.