Das Nordatlantische Bündnis hat die umfangreichen Übungen Steadfast Dart 26 begonnen, die sich auf die Verteidigung der Ostflanke konzentrieren. Die Aktivitäten umfassen eine amphibische Landung in Schleswig-Holstein, Spezialoperationen in Niedersachsen sowie Luft- und Seemissionen in der Ostsee. An den Manövern nimmt der französische Atomflugzeugträger Charles de Gaulle teil, der erstmals in der Geschichte den schwedischen Hafen Malmö anlaufen wird, um die Einheit der Bündnispartner und die neue Sicherheitsarchitektur in der Region zu demonstrieren.
Aktivierung der NATO-Speerspitze
Das Bündnis testet Einheiten der Allied Reaction Force (ARF) und übt die blitzschnelle Verlegung von Tausenden Soldaten aus Südeuropa an die Ostseeküste im Rahmen einer Verteidigungsoperation.
Französischer Flugzeugträger in Schweden
Die atomare Einheit Charles de Gaulle wird am 25. Februar Malmö anlaufen, was eine historische Geste der Unterstützung für das neu gebildete Bündnis mit Schweden darstellt.
Beeinträchtigungen in Hannover
Bodenmanöver in Niedersachsen haben die Sperrung des Zentrums von Hannover erzwungen und Parkverbotszonen in der Nähe des Alten Rathauses eingeführt.
Amphibische Landung in Putlos
Am Mittwoch führten 15 Schiffe amphibische Operationen in Schleswig-Holstein durch und perfektionierten die Zusammenarbeit von Spezialkräften und NATO-Seestreitkräften.
An der Nordküste Deutschlands und in den Gewässern der Ostsee hat die aktive Phase der Übung Steadfast Dart 26 begonnen. Es handelt sich um die größten Manöver des NATO im laufenden Jahr, an denen Tausende Soldaten und fortschrittliche Militärausrüstung beteiligt sind. Hauptziel der Operation ist es, die Fähigkeit zur schnellen Verlegung der Allied Reaction Force (ARF), der neuen multinationalen "Speerspitze" des Bündnisses, von Südeuropa in direkt bedrohte Gebiete an der Ostflanke zu testen. Im Bereich des Truppenübungsplatzes Putlos und der Insel Fehmarn wurden komplexe amphibische Operationen mit 15 Schiffen und 2600 Soldaten durchgeführt, was ein klares Signal der Verteidigungsbereitschaft angesichts der instabilen geopolitischen Lage ist. Seit 2014, nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch die Russische Föderation, haben die NATO-Staaten systematisch den Umfang der Militärübungen in Mittel- und Osteuropa erhöht, um potenzielle Aggressionen abzuschrecken.Ein Schlüsselelement der Manöver ist der Einsatz der französischen Trägerkampfgruppe mit dem Flugzeugträger Charles de Gaulle an der Spitze. Diese Einheit hat sich nach Abschluss der nationalen Übungen Orion 26 in Richtung Nordatlantik und Ostsee bewegt. Ein historischer Moment wird der für den 25. Februar geplante Hafenbesuch des Schiffes in Malmö sein. Die Präsenz des atomaren Kolosses in Schweden, das kürzlich dem Bündnis beigetreten ist, unterstreicht die Integration der nordischen Streitkräfte mit dem Rest der Organisation. Die Manöver gehen über Seegebiete hinaus; in Hannover und im Gebiet der Lüneburger Heide üben Bodentruppen Operationen in urbanem und bewaldetem Gelände, was zu vorübergehenden Beeinträchtigungen für die Anwohner führt, einschließlich Straßensperrungen im Zentrum der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Der Besuch der französischen Trägerkampfgruppe in Malmö ist Ausdruck einer gut funktionierenden Zusammenarbeit und stärkt die operativen Fähigkeiten in unserer Region erheblich.” — Vertreter der Schwedischen Streitkräfte2600 — Soldaten nehmen an der amphibischen Landung bei Fehmarn teilParallel zu den See- und Landoperationen führen NATO-Truppen die Mission Baltic Sentry durch und bereiten sich auf weitere Phasen der Operationen mit den Codenamen Neptune Strike und Cold Response vor. Die Übungsszenarien sehen die vollständige Integration von Artillerie, Luftwaffe und mechanisierten Einheiten unter schwierigen winterlichen Wetterbedingungen Nordeuropas vor. Die Intensivierung der militärischen Aktivitäten in dieser Region ist eine direkte Antwort auf die aggressive Politik Russlands und die politischen Erklärungen aus den USA bezüglich der Zukunft der europäischen Sicherheit. Experten weisen darauf hin, dass eine so breite Präsenz von Seestreitkräften in der Ostsee potenzielle Bedrohungen durch die in Königsberg stationierte Baltische Flotte effektiv neutralisiert. Liberale Medien betonen die Bedeutung der europäischen Verteidigungssolidarität und die historische Dimension der Zusammenarbeit mit neuen NATO-Mitgliedern wie Schweden. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Notwendigkeit weiterer Erhöhungen der Verteidigungsausgaben und die realistische Erprobung der Kampffähigkeiten gegenüber Russland.
Mentioned People
- Donald Trump — Erwähnt im Zusammenhang mit Unsicherheiten über die künftigen Beziehungen der USA zur NATO und dem Interesse an arktischen Territorien.