In den nordöstlichen Bundesländern Deutschlands warnen Behörden Autofahrer vor Gefahren auf den Straßen. Einerseits gibt es lokale Überflutungen durch schmelzenden Schnee, die zu Verkehrseinschränkungen und Aquaplaning-Risiko führen. Andererseits hat die Frühlingswanderung der Amphibien begonnen, was ebenfalls besondere Vorsicht von Autofahrern erfordert, insbesondere auf speziell gekennzeichneten Strecken.

Überflutungen im Nordosten

Die Polizei in Neubrandenburg informiert über zahlreiche Behinderungen auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, die durch Schmelzwasser verursacht werden. Es wird empfohlen, die Geschwindigkeit anzupassen und aufgrund lokaler Wasseransammlungen und Aquaplaning-Risikos erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen.

Amphibienwanderung auf Straßen

Die Paarungszeit von Fröschen und Kröten hat begonnen, die massenhaft zu Gewässern wandern und dabei oft Fahrbahnen überqueren. NABU schätzt, dass auf diese Weise jedes Jahr Tausende Tiere sterben.

Geschwindigkeitsempfehlungen

Auf gekennzeichneten Abschnitten der Amphibienwanderung empfehlen Naturschutzorganisationen eine Geschwindigkeit von höchstens 30 km/h, um die Überlebenschancen der Tiere zu erhöhen.

In Nordostdeutschland, insbesondere im Raum Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern, hat die Polizei Warnungen für Autofahrer wegen Behinderungen auf den Straßen herausgegeben. Verursacht werden diese durch lokale Überflutungen, die Folge intensiver Schneeschmelze in den letzten Tagen sind. Wasser sammelt sich an unvorhersehbaren Stellen, bildet gefährliche Pfützen und erhöht die Gefahr von Aquaplaning. Parallel zu diesem meteorologischen Problem hat die jährliche Frühlingswanderung der Amphibien, hauptsächlich Frösche und Kröten, zu ihren Laichplätzen begonnen. Diese Tiere überqueren, instinktgesteuert, massenhaft Straßen, was jedes Jahr zum Tod Tausender Individuen führt. Die Naturschutzorganisation NABU appelliert an Autofahrer zu besonderer Vorsicht. Auf gekennzeichneten Abschnitten der Wanderrouten, genannt Amphibienwanderstrecken, wird empfohlen, die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu begrenzen. Dies ermöglicht dem Fahrer eine rechtzeitige Reaktion und gibt den Amphibien eine Chance auf sichere Überquerung.Der Schutz wandernder Amphibien auf Straßen ist ein langjähriges Problem in vielen Regionen Europas, auch in Deutschland. Seit den 1970er und 1980er Jahren, mit dem Ausbau der Straßeninfrastruktur und der Fragmentierung natürlicher Lebensräume, starben Millionen dieser Tiere. Als Reaktion entstanden erste Programme zu ihrem aktiven Schutz, die auf das Aufstellen temporärer Zäune und die Organisation von Umsetzaktionen abzielen. Sowohl die Gefahr durch Wasser als auch die Anwesenheit von Tieren auf der Fahrbahn erfordern von Autofahrern eine angepasste Geschwindigkeit, erhöhte Aufmerksamkeit und Bereitschaft zu plötzlichem Bremsen. „"Das Tauwasser sammelt sich mitunter an unübersichtlichen Stellen und kann eine Gefahr durch Aquaplaning darstellen."” — Polizei in Neubrandenburg Die Behörden erinnern daran, dass überhöhte Geschwindigkeit unter solchen Bedingungen nicht nur für den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer gefährlich ist, sondern auch für geschützte Tierarten, deren Massenwanderung wir zu dieser Jahreszeit beobachten.

Mentioned People

  • Sascha Schleich — Vertreter der Naturschutzorganisation NABU, der sich zur Wanderung und zum Schutz von Amphibien äußert.