Polen und die Ukraine haben beschlossen, die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 zu boykottieren. Diese Geste ist ein Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Athleten zum Wettkampf, selbst unter neutraler Flagge. Weitere Länder schließen sich dem Boykott an, obwohl europäische Großmächte wie Frankreich trotz der Kontroversen um die Anwesenheit der Aggressoren ihre Teilnahme an den Feierlichkeiten angekündigt haben.
Polnisch-ukrainischer Boykott
Beide Länder haben offiziell die Teilnahme an der Eröffnungsfeier der Spiele aus Protest gegen die Zulassung von Russen abgelehnt.
Frankreich entscheidet sich für Teilnahme
Trotz der Anwesenheit von Russen wird die französische Delegation bei der Eröffnung erscheinen und den Fokus auf die Einheit des Sports legen.
Investitionen in Warschau
Die Regierung hat den Bau einer modernen Eislaufbahn angekündigt, was die Chancen Polens auf die Ausrichtung von Spielen stärken soll.
Die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, Russen und Belarussen wieder zu Starts zuzulassen, hat eine tiefe Spaltung im Weltsport verursacht. Polen, einer der lautesten Kritiker dieser Politik, hat offiziell bestätigt, dass seine Delegation nicht an der Eröffnungsfeier der Spiele in Mailand teilnehmen wird. Ministerium für Sport und Tourismus betonte, dass dies ein Ausdruck der Solidarität mit der Ukraine sei, die das Ereignis ebenfalls boykottieren wird. Weitere Länder, darunter baltische und skandinavische Staaten, erwägen ähnliche Schritte, was die Organisatoren in eine schwierige Imageposition bringt. Seit der Invasion Russlands in die Ukraine im Februar 2022 verfolgen die Welt-Sportverbände einen differenzierten Ansatz bei Sanktionen und balancieren zwischen dem Ausschluss der Aggressoren und der vom IOC geförderten Idee der sportlichen Neutralität.Die Reaktion Russlands auf den polnischen Boykott war unmittelbar und voller aggressiver Rhetorik. Maria Zacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, kommentierte die Entscheidung Warschaus spöttisch und deutete an, dass ohne Polen „die Luft sauberer sein wird”. Gleichzeitig griffen russische Medien und Politiker den polnischen Eisschnellläufer Władimir Semirunnij an, der seinen Wunsch geäußert hatte, seinen Namen zu ändern und sich von seinen russischen Wurzeln zu distanzieren. Diese Situation verschärft die ohnehin angespannten Beziehungen auf der Linie Warschau-Moskau und verlagert den diplomatischen Konflikt direkt auf olympischen Boden. 2026 — Jahr der Paralympischen Winterspiele in ItalienWährend der Ostblock und die nordischen Länder Muskeln spielen lassen, hat Frankreich angekündigt, die Zeremonie nicht boykottieren zu wollen. Paris argumentiert, dass die Spiele ein Raum der Einheit bleiben sollten und Boykotte vor allem die Athleten selbst träfen. Diese Haltung ist kontrovers, insbesondere im Kontext der bevorstehenden Ausrichtung der Winterspiele in den Alpen durch Frankreich im Jahr 2030. In Polen hingegen laufen trotz der angespannten internationalen Lage intensive Infrastrukturinvestitionen. In Warschau wurde der Bau einer modernen, ganzjährigen Eislaufbahn angekündigt, die ein Schlüsselelement der Vorbereitungen auf künftige Meisterschaftsveranstaltungen sein soll. Das Ministerium förderte das Projekt mit einem Betrag von mehreren zehn Millionen Złoty, was Experten als Teil einer langfristigen Strategie zur Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele in Polen werten. „Это отличная новость. Воздух на церемонии открытия будет немного чище без вас.” (Das ist eine ausgezeichnete Nachricht. Die Luft bei der Eröffnungsfeier wird ohne Sie ein wenig sauberer sein.) — Sprecherin des russischen Außenministeriums
Perspektywy mediów: Betonen die Solidarität mit der Ukraine und die moralische Verpflichtung zum Boykott angesichts der russischen Aggression und kritisieren die Untätigkeit westlicher Großmächte. Konzentrieren sich auf die aggressiven Reaktionen Russlands und die potenziellen politischen Kosten des Boykotts für die polnischen Sportstrukturen.
Mentioned People
- Maria Zacharowa — Sprecherin des russischen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten, bekannt für kontroverse Äußerungen gegenüber Polen.
- Władimir Semirunnij — Eisschnellläufer, der in Russland zum Ziel von Angriffen wurde, nachdem Pläne für einen Namenswechsel bekannt wurden.
- Radosław Piesiewicz — Präsident des Polnischen Olympischen Komitees, eine zentrale Figur in Debatten über die Finanzierung des polnischen Sports.