Die italienische Alpin-Skirennläuferin Sofia Goggia siegte am Sonntag im Super-G des Weltcups im andorranischen Soldeu. Sie setzte sich gegen die überragende Deutsche Emma Aicher und Österreicherinnen durch und rehabilitierte sich für eine schwächere Leistung am Vortag. Dieser Erfolg ermöglichte es ihr, die Führung in der Gesamtwertung dieser Disziplin zu übernehmen. Unterdessen feierte Marco Odermatt in Garmisch-Partenkirchen einen historischen Triumph im Abfahrtsrennen und näherte sich dem Allzeit-Rekord hinsichtlich der Anzahl an Siegen.

Triumph Goggias in Soldeu

Die Italienerin siegte im Super-G, setzte sich gegen Emma Aicher durch und übernahm die Führung in der Disziplinenwertung.

Historischer Erfolg Odermatts

Der Schweizer gewann die Abfahrt in Garmisch, holte seinen 54. Weltcupsieg und rückte in der Allzeit-Rangliste vor.

Karriereende Baummanns

Der deutsche Veteran Romed Baumann beendete offiziell seine Starts im professionellen Alpinen Skisport.

Der Sonntagswettkampf im andorranischen Soldeu bescherte den Fans des Alpinen Skisports große Emotionen. Sofia Goggia, die in vorherigen Starts mit ungleichmäßiger Form zu kämpfen hatte, zeigte eine nahezu perfekte Fahrt im Super-G. Die Italienerin setzte sich gegen die junge Deutsche Emma Aicher durch, die erneut auf dem Podest stand und ihren Status als aufsteigender Stern der Disziplin bestätigte. Der dritte Platz ging an Vertreterinnen Österreichs, während sich Corinne Suter aus der Schweiz mit dem vierten Platz begnügen musste und nur Bruchteile von Sekunden vom Podest entfernt blieb. Für Goggia hat dieser Sieg eine besondere Bedeutung, da er ihr ermöglichte, die Führung in der Saisonwertung des Super-G zu übernehmen. Dieser Erfolg überschattete die schwächere Leistung einer anderen titelreichen Italienerin, Federica Brignone, die nach technischen Fehlern einen abgeschlagenen achten Platz belegte. Brignone betonte in Interviews, dass sie sich vor Jahren mit schweren Verletzungen auseinandersetzen musste, die sie dauerhaft aus dem Sport hätten ausschließen können, was ihre derzeitige Wettkampfteilnahme auf höchstem Niveau zu einer Art medizinischem Wunder macht. Der Weltcup im Alpinen Skisport wird seit 1967 von der Internationalen Ski- und Snowboardverband (FIS) organisiert und stellt die prestigeträchtigste Wettkampfserie in dieser Disziplin dar. Im Männerwettbewerb waren die Augen der ganzen Welt auf Garmisch-Partenkirchen gerichtet. Marco Odermatt feierte dort seinen 54. Karrieresieg, indem er die Abfahrt gewann. Der Schweizer revanchierte sich damit für frühere olympische Misserfolge und rückte auf den dritten Platz in der Allzeit-Weltrangliste vor. Das Wochenende in Deutschland war auch ein Moment des Abschieds; dort beendete Romed Baumann, Vertreter Deutschlands und zuvor Österreichs, seine reiche Karriere, der als einer der erfahrensten Athleten im Tournee-Zirkus gilt. „C'est une victoire importante et c'est un peu une revanche après les deux dernières descentes” — Marco Odermatt Im Hintergrund der großen Triumphe wurde über die Mühen der Saison und berufliches Ausgebranntsein diskutiert. Marco Odermatt räumte öffentlich ein, dass er vorübergehend „den Skihunger verloren” habe, was ihn dazu veranlasste, in traditionellen Karnevalsveranstaltungen verkleidet teilzunehmen, um den Fokus vom Ergebnisdruck abzulenken. Unterdessen hielt im Skispringen die schlechte Phase der deutschen Mannschaft an, die nach enttäuschenden Olympischen Spielen keinen Podestplatz in den Wettbewerben auf der Normalschanze erringen konnte, was eine tiefere Krise im dortigen Ausbildungssystem für Frauenskispringen ankündigt. 54 — Weltcupsiege hat Marco Odermatt bereits auf seinem Konto

Mentioned People

  • Sofia Goggia — Siegerin des Sonntagssuper-G in Soldeu.
  • Marco Odermatt — Sieger der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen.
  • Emma Aicher — Deutsche Alpin-Skirennläuferin, belegte den zweiten Platz in Soldeu.
  • Romed Baumann — Deutscher Alpin-Skirennläufer, der seine Sportkarriere beendet.
  • Corinne Suter — Schweizer Alpin-Skirennläuferin, belegte den vierten Platz im Wettbewerb.
  • Federica Brignone — Italienische Skirennläuferin, belegte den achten Platz im Super-G.